Prunn: Burg, Bergfried und Nibelungenlied
Unterkünfte in Prunn
Burg Prunn verbindet mittelalterliche Baugeschichte mit einem Bezug zur Literatur des Nibelungenlieds. Die Burg erhebt sich auf einem steilen Jurakalkfelsen über dem Altmühltal. Zu ihren ältesten erhaltenen Bauteilen zählt der 31 Meter hohe Bergfried. Mit Burg Prunn verbunden ist außerdem der Fund des Prunner Codex, einer bedeutenden vollständigen Handschrift des Nibelungenlieds. So stehen beim Besuch sowohl die erhaltene Anlage als auch die mit dem Codex verknüpfte Literaturgeschichte im Blick.
Burg Prunn bei einer Führung erleben
Burg Prunn ist normalerweise nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen. Die geführte Museumstour dauert ungefähr 45 Minuten. Zum Rundgang gehören der Palas, ehemalige Wohnräume, die Burgkapelle, der mittelalterliche Wohnturm, die Dürnitz, der Bergfried und das Frauengemach. Wohnräume, Kapelle und Türme geben dabei unterschiedliche Einblicke in die Anlage. Prüfen Sie vor Ihrer Ankunft die Besuchsinformationen, denn die Besuchsregelung kann sich ändern.
Burganlage und Prunner Codex
Der steile Jurakalkfelsen über dem Altmühltal bildet den landschaftlichen Rahmen der Burg. Der 31 Meter hohe Bergfried gehört zu den ältesten erhaltenen Bauteilen; die Angabe macht die Dimension dieses einzelnen Bauteils greifbar, ohne die Maße der gesamten Burganlage zu beschreiben. Ein anderer historischer Bezug führt zum Prunner Codex: Die Burg ist mit dem Fund dieser vollständigen Handschrift des Nibelungenlieds verbunden. Architekturgeschichte und mittelalterliche Literaturgeschichte treffen hier somit in zwei konkreten Themen aufeinander.
Riedenburg: weitere Kultur- und Wanderziele
Im übergeordneten Reiseziel Riedenburg ist die Rosenburg das Wahrzeichen. Bei Flugvorführungen sind Steinadler, Seeadler, Geier, Milane und Falken im Freiflug aus nächster Nähe zu erleben. Wenn Sie eine Vorführung in Ihre Planung aufnehmen möchten, prüfen Sie die Termine vorab. Einen anderen Zugang zur Stadtgeschichte bietet der „Burggraf von Riedenburg“: Er führt durch die historische Altstadt und vermittelt unterhaltsame und spannende Details der Geschichte Riedenburgs.
Auch das Kristallmuseum Riedenburg setzt einen eigenen kulturellen Schwerpunkt. Spezielle Kinderführungen erklären Kindern die Welt der Edelsteine. Die Katholische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer ist ein spätbarockes Kleinod; große Barockfenster sind von Stuckornamenten umrahmt. Diese Ziele stehen für verschiedene Themen in Riedenburg: Stadtgeschichte, Edelsteine und barocke Architektur.
Für Burgen- und Wanderinteressierte bieten die Ruinen Rabenstein und Tachenstein weitere historische Anlaufpunkte im übergeordneten Reiseziel Riedenburg. Rabenstein ist die älteste Burganlage in Riedenburg. Bei Tachenstein sind rund zehn Meter hohe Reste des Bergfrieds erhalten. Die Ruine wurde vermutlich im 12. oder 13. Jahrhundert errichtet und bereits im 16. Jahrhundert als Ruine erwähnt. Eine Aussichtsplattform bei Tachenstein eröffnet einen Panoramablick auf die Altstadt von Riedenburg und die umgebenden Jurahänge. Beide Ruinen lassen sich bei einer Wanderung auf dem Drei-Burgen-Steig genauer erkunden.
Eine weitere Wanderoption verbindet Riedenburg ausdrücklich mit Burg Prunn: Ein aussichtsreicher Rundwanderweg führt von Riedenburg im Altmühltal durch das Naturschutzgebiet „Klamm und Kastlhäng“ zur Burg. Für den Abschnitt durch die Klamm ist Trittsicherheit erforderlich. Damit lässt sich die Burg auch als Ziel einer längeren Wanderung betrachten; beachten Sie bei der Planung besonders diese Anforderung auf dem genannten Abschnitt.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Riedenburg.