Wittenschwand zwischen Klosterweiher und Bergbaugeschichte
Unterkünfte in Wittenschwand
Hochlandmulde und Klosterweiher
Wittenschwand liegt in einer weitläufigen Hochlandmulde auf durchschnittlich etwa 940 Metern Höhe. Zwischen den kleineren zugehörigen Siedlungen prägen Felder und Wiesen das Bild. Der Klosterweiher ist von Horbach aus sichtbar und liegt größtenteils im Naturschutzgebiet Friedrich-August-Grube. Für die Wahl eines Aufenthalts bietet das einen klaren Themenrahmen: offene Hochlandlandschaft steht neben einem benannten Weiher und einem geschützten Naturraum.
Bergbau erleben und Natur entdecken
Oberhalb des Klosterweihers verbindet der Naturerlebnis- und Themenspielplatz mehrere Zugänge zum Thema Stein und Bergbau. Dazu gehören steinbezogene Spielgeräte und Klanginstallationen aus Stein, Informationstafeln zum Bergbau sowie ein Erkundungsstollen, der wieder geöffnet werden kann. Zum Naturbezug gehören geschützte Nickelschutthalden mit einem besonderen Flechtenvorkommen. So treffen spielerische Gestaltung, historische Information und Naturthemen zusammen. Wenn Sie einen Ausflug nach Interessen ordnen, bietet diese Kombination Anknüpfungspunkte für Bergbaugeschichte und Naturbeobachtung.
Die Andreas-Kapelle und ihre Geschichte
Ein weiterer historischer Bezugspunkt in Wittenschwand ist die Andreas-Kapelle. Sie war früher die Jodokuskapelle und wurde um 1630 erbaut. Nachdem in Wittenschwand eine neue katholische Kapelle gebaut worden war, wurde die frühere Kapelle später an die evangelische Pfarrei St. Blasien übertragen. Der Wechsel von der früheren Bezeichnung zur heutigen und die spätere Übertragung bilden zwei unterschiedliche Stationen ihrer Geschichte. Damit steht neben den Bergbau- und Naturthemen auch die lokale Kapellengeschichte als eigener Schwerpunkt zur Verfügung.
Dachsberg (Südschwarzwald): Wandern und Bergbaugeschichte
Im übergeordneten Reiseziel Dachsberg (Südschwarzwald) führt der Albsteig Schwarzwald von der Mündung der Alb bei Albbruck bis zu ihren Quellen am Feldberg. Seit 2017 ist er ein Premiumwanderweg; auf seinem Verlauf steigt er auf den Dachsberg und bietet von dort phantastische Aussichten. Diese Route verbindet damit die Alb von ihrer Mündung bis zu ihren Quellen mit einem Verlauf über den Dachsberg.
Eine weitere Möglichkeit, frühere Bergbaustätten kennenzulernen, ist der Bergbauwanderweg in Dachsberg. Er ist etwa sieben Kilometer lang und kann am Mineralienmuseum in Urberg oder am Rathaus in Wittenschwand gestartet werden. Die beiden genannten Startpunkte bieten eine konkrete Orientierung bei der Auswahl des Weges; die Verbindung früherer Bergbaustätten ist sein thematischer Schwerpunkt. Zum Bergbau in Dachsberg gehört auch das Mineralienmuseum „Gottesehre“ in Dachsberg-Urberg. Ein Film und weitere Medien informieren dort über das aufgelassene Bergwerk, während mehrere Vitrinen Mineralien aus der Grube zeigen.
In Dachsberg-Urberg nahe dem „Goldenhof“ widmet sich der Zeidlerpfad der früheren Honiggewinnung und Bienenhaltung. Er vermittelt Einblicke in die traditionelle Zeidlerei und ihre ökologische Bedeutung. Für die Bewegung im übergeordneten Reiseziel gibt es in Dachsberg und Ibach ein ausgedehntes Wegenetz für Wander-, Nordic-Walking-, Rad- und Wintertouren. Es steht Bürgern, Naherholungssuchenden und Touristen gleichermaßen zur Verfügung. Dachsberg und Ibach sind Mitglieder im Biosphärengebiet Schwarzwald, das 2016 ins Leben gerufen wurde. In Dachsberg und Ibach können außerdem die Hochebenen und Wälder auf gespurten Winterwanderwegen erkundet werden; diese Möglichkeit ist saisonal und von den Schneeverhältnissen abhängig.
Weitere Reiseziele entdecken: Vogelbach, Urberg
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Dachsberg.