Stuttgart: Museen, Architektur und Grünräume
Unterkünfte in Stuttgart
Stuttgart bietet für einen Aufenthalt mehrere klar unterscheidbare Schwerpunkte: Museen zur Automobil- und Stadtgeschichte, markante Architektur, große Grünanlagen sowie Markt- und Weinkultur. Wenn Sie ein Hotel für die Reise suchen, können Sie Ihre Entscheidung am geplanten Programm ausrichten: Soll Kunst und Baugeschichte im Mittelpunkt stehen, möchten Sie Zeit im Grünen verbringen oder interessiert Sie besonders die regionale Genusskultur? Die Orte der Stadt zeigen unterschiedliche Seiten Stuttgarts.
Architektur, Automobilgeschichte und Museen
Der Stuttgarter Fernsehturm war weltweit der erste Fernsehturm aus Stahlbeton. Er ist gut 217 Meter hoch und verfügt über eine Aussichtsplattform sowie ein gastronomisches Angebot. Von der Turmplattform und dem Panoramacafé des SWR Fernsehturms reicht der Blick bei gutem Wetter bis zur Schwäbischen Alb. So verbindet das Bauwerk seine Architekturgeschichte mit einem konkreten Aussichtserlebnis.
Die beiden Automobilmuseen setzen unterschiedliche Akzente. Das 2006 eröffnete Mercedes-Benz Museum präsentiert 160 Fahrzeuge und mehr als 1.500 Exponate auf neun Ausstellungsebenen. Zwei Rundgänge führen durch die Sammlung: Der erste umfasst sieben „Mythosräume“, der zweite fünf „Collectionsräume“. Auch das Museumsgebäude gehört zum architektonischen Thema: Es besitzt weder geschlossene Räume noch gerade Wände; sein Inneres ist einer DNA-Doppelhelix nachempfunden. Im Porsche Museum in Stuttgart-Zuffenhausen werden mehr als 80 Fahrzeuge und 200 Kleinexponate präsentiert. Durch eine Glasscheibe können Besucher Fachleuten bei der Reparatur historischer Fahrzeuge zusehen.
Stadtgeschichte lässt sich im StadtPalais und im Haus der Geschichte Baden-Württemberg in unterschiedlichen Formen betrachten. Das StadtPalais wurde 2018 im ehemaligen Wilhelmspalais als Museum für Stuttgart eröffnet; es bietet eine stadtgeschichtliche Dauerausstellung, Sonderausstellungen und Veranstaltungen. Das Haus der Geschichte betreibt seit Ende 2002 ein Museum an der Kulturmeile. Dort stehen die Dauerausstellung „Landesgeschichte(n). Der deutsche Südwesten von 1790 bis heute“ und Wechselausstellungen im Mittelpunkt.
Auch die Kunstsammlungen decken verschiedene Zeiträume und Themen ab. Die Staatsgalerie Stuttgart präsentiert europäische Kunst vom 14. bis zum 20. Jahrhundert sowie amerikanische Avantgarde nach 1945. Das Kunstmuseum am Schlossplatz beherbergt in seinem markanten Glaskubus die städtische Kunstsammlung; das Gebäude wurde 2005 eröffnet und zeigt unter anderem Werke von Willi Baumeister, Fritz Winter, Adolf Hölzel und Otto Dix. Das Linden-Museum vermittelt Informationen zu den Kulturen aller Kontinente und zeigt völkerkundliche Sammlungen in Abteilungen zu Amerika, Südsee/Ozeanien, Afrika, Orient sowie Süd- und Ostasien.
Für Architektur- und Denkmalgeschichte sind auch die Weissenhofsiedlung und Schloss Solitude interessant. Die beiden Häuser von Le Corbusier in der Stuttgarter Weissenhofsiedlung gehören seit 2016 zusammen mit weiteren Bauten des Architekten zum UNESCO-Weltkulturerbe. Schloss Solitude wurde zwischen 1763 und 1769 im Auftrag von Herzog Carl Eugen als Jagd- und Lustschloss erbaut.
Grünzüge, Parkanlagen und Aussichten
Das Grüne U ist ein acht Kilometer langer, U-förmiger Grünzug von der Stuttgarter Innenstadt bis zum Höhenpark Killesberg. Im Rosensteinpark können Sie auf 100 Hektar zwischen heimischen und exotischen Bäumen spazieren; die Rasenflächen eignen sich für Picknicks. Der Park steht unter Denkmalschutz. Damit bieten die Anlagen unterschiedliche Möglichkeiten, Stadtgrün zu erleben: als Verbindung durch die Stadt oder als weitläufigen Park mit Bäumen und offenen Rasenflächen.
Für Aussichtspunkte stehen in Stuttgart mehrere Türme und Treppenwege zur Auswahl. Der Killesbergturm ist 42 Meter hoch und hat vier Plattformen auf 8, 16, 24 und 31 Metern, von denen sich Ausblicke über Stuttgart und das Neckartal bieten. Mehr als 400 Freilufttreppen, auf Schwäbisch „Stäffele“, verbinden den Talkessel mit den Halbhöhen und eröffnen Blicke über den Talkessel. Beim Bismarckturm führen 92 Stufen hinauf zur Plattform; an Wochenenden zwischen Ostern und Ende Oktober können Besucher dort den Panoramablick über das Neckartal genießen. Prüfen Sie für Ihren Reisetermin die Besuchsinformationen.
Natur und Pflanzenwelt verbindet die Wilhelma auf besondere Weise: Sie ist Deutschlands einzige Einrichtung, die einen Zoo und einen botanischen Garten kombiniert. Dort leben rund 1.200 Tierarten; außerdem umfasst die Pflanzenwelt mehr als 8.500 verschiedene Pflanzenarten und -sorten. Wer bei einem Aufenthalt neben Parks auch diese Kombination erleben möchte, findet damit einen anderen Schwerpunkt als bei einem Spaziergang durch den Rosensteinpark.
Markthalle, Wein und saisonale Termine
Die Stuttgarter Markthalle steht seit 1972 unter Denkmalschutz und ist ein kulinarischer Treffpunkt für Einheimische und Touristen. Ihr Angebot umfasst unter anderem Obst und Gemüse, Wurst- und Fleischwaren, Gewürze sowie Blumen. Damit lässt sich ein Besuch der Stadt auch um regionale Produkte und unterschiedliche Marktstände ergänzen.
Das Stuttgarter Weindorf findet seit 1974 jedes Jahr von Ende August bis Anfang September statt. Bei der Hocketse gibt es regionale Speisen und Wein; Besucher können Hunderte Weine aus Baden-Württemberg verkosten, außerdem werden traditionelle schwäbische Gerichte serviert. Wenn Sie Ihre Reise auf das Weindorf ausrichten möchten, prüfen Sie die konkreten Veranstaltungstermine vor der Planung. Einen weiteren Bezug zur regionalen Genusskultur bieten die Stuttgarter Mineralbäder: Sie werden von Quellen gespeist, die staatlich als Heilquellen anerkannt sind.
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