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Pliezhausen: Streuobstwiesen und Dorfgeschichte

Unterkünfte in Pliezhausen

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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In Pliezhausen stehen eine von Streuobstwiesen geprägte Landschaft und mehrere kulturhistorische Themen nebeneinander: alte Obstsorten, Dorfgeschichte und eine lokale Merkur-Tradition. Wenn Sie eine Reise planen, können Sie so zwischen Natur- und Kulturlandschaft, Museumsinhalten und einzelnen historischen Motiven unterscheiden. Die folgenden Abschnitte ordnen diese Schwerpunkte nach ihren konkreten Besonderheiten.

Streuobstwiesen und Wege im Schönbuch

Streuobstwiesen prägen das Landschaftsbild rund um Pliezhausen stark. Sie bieten vielen Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum und dienen der einheimischen Bevölkerung als Naherholungsgebiet. Landschaftsbild, Lebensraum und Erholung sind damit unterschiedliche Aspekte derselben Kulturlandschaft. Pliezhausen gehört außerdem zu den Städten und Gemeinden, die Mitglied im Naturpark Schönbuch sind. Einen konkreten Weg beschreibt die Reichenbach-Runde: Sie verläuft abwechslungsreich durch Wald und Wiesen und führt durch den südöstlichen Teil des Schönbuchs bei Pliezhausen. So stehen eine Mitgliedschaft im Naturpark und eine benannte Route als verschiedene Bezüge zur Landschaft nebeneinander.

Alte Apfel- und Birnensorten

Im Sortengarten des Obstsortenmuseums Pliezhausen werden überwiegend alte Apfel- und Birnensorten erhalten, die auch in der Region vorkommen. Der gesamte Baumbestand des Museums einschließlich Erweiterung umfasst 257 Bäume. Besucher können sich anhand von zwei Schautafeln über die Sorten informieren; an den älteren Bäumen sind Namenstafeln angebracht. Die Informationen stehen damit auf zwei Ebenen: Die Schautafeln behandeln die Sorten, während Namenstafeln ältere Bäume kennzeichnen. Im Unterschied zum weiten Blick auf die Streuobstwiesen richtet sich die Aufmerksamkeit im Sortengarten auf bestimmte alte Obstsorten und ihren Erhalt.

Merkur-Relief und Tempelnachbau

An der Martinskirche in Pliezhausen ist ein 1,30 Meter hohes Merkur-Relief liegend eingemauert. Es zeigt Merkur mit Flügelhut, Heroldsstab und Geldbeutel und wird im Volksmund „Pliezhäuser Teufelchen“ genannt. Die Bezeichnung geht vermutlich darauf zurück, dass die Flügel des Hutes im 16. Jahrhundert für Hörner gehalten wurden; diese Erklärung bleibt also eine Vermutung. Ein weiterer Bezug zu Merkur ist der öffentlich zugängliche Nachbau eines kleinen Merkurtempels im Garten der Familie Zimmermann, Rosenstraße 10. Die Interessengemeinschaft VEX LEG VIII AVG schuf ihn ergänzend zum Originalrelief, um zu zeigen, wie ein solches Merkur-Tempelchen ausgesehen haben könnte. Relief und Nachbau bieten so unterschiedliche Zugänge: Das eine zeigt die Merkurfigur, der andere veranschaulicht eine mögliche Gestalt des Tempelchens.

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Dorfgeschichte im Ahnenhaus

Im Ortskern von Pliezhausen befindet sich im Entenhof 17 das Dorfmuseum „Ahnenhaus“, untergebracht in einem ehemaligen Bauernhaus aus dem Jahr 1570. Die Dauerausstellung zeigt einen ehemaligen Dorfladen aus den 1940er Jahren, eine Zwergschule, das seltene Handwerk der Kaminmaurer sowie eine Schuhmacher- und eine Schneiderwerkstatt. Handel, Schule und verschiedene Handwerke setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte innerhalb der Ausstellung. Auf dem Gelände des Dorfmuseums können außerdem ein Backhaus und ein Bauerngarten besichtigt werden. Damit umfasst das Ahnenhaus neben den Themen seiner Dauerausstellung auch weitere Stationen auf dem Museumsgelände.

Die Schwerpunkte unterscheiden sich deutlich: Streuobstwiesen und Reichenbach-Runde stehen für Landschaft und Naturraum, während Obstsortenmuseum, Ahnenhaus und die Merkur-Orte jeweils konkrete kulturhistorische Themen aufgreifen.

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