Pfullingen: Klostererbe, Mühlen und Ausblicke
Unterkünfte in Pfullingen
Pfullingen liegt am Albtrauf, innerhalb des von der UNESCO ausgezeichneten Biosphärengebiets Schwäbische Alb und am Eingang des oberen Echaztals. Aussicht, Landschaft und örtliches Kulturerbe prägen die möglichen Schwerpunkte eines Aufenthalts: Der Schönbergturm eröffnet den Blick über die Alb, während Klostersee, Klostergebäude, Mühlen und Museen andere Seiten der Stadt zeigen. Wenn Sie Hotels in Pfullingen suchen, überlegen Sie vorab, ob Sie Ihren Aufenthalt besonders mit Aussicht, Landschaft oder Kultur verbinden möchten.
Ausblick und Landschaft am Albtrauf
Der Schönbergturm ist Deutschlands erster in Eisenbetonbauweise errichteter Aussichtsturm. Mit 28 Metern Höhe und einer rundum begehbaren Aussichtsplattform bietet er einen weiten Blick über die Schwäbische Alb; bei gutem Wetter reicht die Sicht bis in den Schwarzwald oder Schurwald. Pfullingen gilt aufgrund seiner Lage als idealer Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge. Aussicht und Landschaft bilden so einen eigenen Schwerpunkt neben den historischen Themen der Stadt.
Der künstlich aufgestaute Klostersee lässt sich vollständig umrunden. Der Mühlenstein am See zeigt die Mühlen vergangener Jahrhunderte und ergänzt den Landschaftsbezug um ein lokales Mühlenmotiv. In Teilen des 2/8- und 1/8-Kanals lassen sich gelegentlich Forellen beobachten, wenn Sie sich dem Wasser vorsichtig nähern. Eine solche Sichtung ist nicht fest planbar: Sie hängt davon ab, ob die Fische gerade zu sehen sind. Während der Schönbergturm den Blick über die Alb lenkt, richtet sich die Aufmerksamkeit am Klostersee auf Wasser, Kanäle und Mühlengeschichte.
Klostererbe und Literatur
Die Dauerausstellung „Armut, Demut, Gehorsam“ befindet sich in der Klosterkirche und im ehemaligen Waschhaus. Sie behandelt die Pfullinger Klarissen und ihre Welt von 1250 bis 1649. Zum Erbe des ehemaligen Klosters gehört auch das original erhaltene mittelalterliche Sprechgitter. Es ist das einzige erhaltene mittelalterliche Sprechgitter in Europa. Ausstellung und Gitter setzen unterschiedliche Akzente: Hier steht die Geschichte der Klarissen im Mittelpunkt, dort ein einzelnes, seltenes Zeugnis mittelalterlicher Klosterkultur.
Direkt neben der Klosterkirche beherbergt die historische Neske-Bibliothek eine literarische Ausstellung über den Günther-Neske-Verlag. Damit reicht das Pfullinger Kulturthema von der Geschichte der Klarissen bis zur Literatur- und Verlagsgeschichte.
Mühlen und Trachten
Die Baumann’sche Mühle ist nach ihrer Renovierung die letzte noch funktionsfähige Mühle Pfullingens und ein Kulturdenkmal. In ihr befindet sich das Mühlen- und Trachtenmuseum. Die Mühle erstreckt sich über vier Stockwerke und verfügt über vier Mahlgänge sowie einen Mühlenaufzug. Diese Details machen die technische Seite des Mühlenbaus anschaulich, während der Mühlenstein am Klostersee an die frühere Bedeutung der Mühlen erinnert.
Das Württembergische Trachtenmuseum präsentiert bäuerliche Kleidung aus dem 18. bis 20. Jahrhundert. Die Ausstellungsstücke waren ursprünglich Alltagskleidung von Privatpersonen; über mehrere Jahrzehnte wurden sie gesammelt, zusammengetragen, restauriert und ausgestellt. Das Museum ist außerdem ein Informationszentrum des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. So verbindet sich die Sammlung historischer Kleidung mit der Information über das Biosphärengebiet.
Für das Württembergische Trachtenmuseum sind saisonale Sonntagsöffnungszeiten von 14 bis 17 Uhr in den Monaten Mai bis Oktober angegeben. Prüfen Sie vor Ihrer Reise, ob diese Zeiten noch gelten.
Villa Laiblin und Stadtarchitektur
Die Dokumentationsstätte in der Villa Laiblin umfasst drei Räume mit anschließender Loggia und vermittelt Einblicke in das Leben und Wirken von Louis Laiblin und seiner Familie. Im Laiblinspark steht außerdem der Pavillon aus den Jahren 1911/1912. Er ist der einzige bis heute erhaltene Pavillon von ehemals mindestens fünf Gartenhäuschen unterschiedlicher Bauart. Die Villa widmet sich einer Familiengeschichte; der Pavillon ist ein erhaltenes Zeugnis der früheren Gartenhäuser.
Auch die Pfullinger Hallen sind ein Kulturdenkmal. Sie verbinden eine Festhalle mit einer Turnhalle und unterscheiden sich damit von den Ausstellungs- und Dokumentationsorten: In diesem Gebäude kommen Fest- und Turnhallenfunktion zusammen.
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