Asperg: Zwischen Keltenweg und Hohenasperg
Unterkünfte in Asperg
Der Hohenasperg und der Keltenweg geben einem Aufenthalt in Asperg einen deutlichen landschaftlichen und historischen Schwerpunkt. Dazu kommen ein Museum, ein historischer Rundweg und das Asperger Freibad. So lassen sich unterschiedliche Interessen an Bewegung, Archäologie und Ortsgeschichte berücksichtigen.
Hohenasperg: Aussicht und Landschaft
Der Hohenasperg ist 356 Meter hoch, liegt nördlich von Asperg und überragt die Stadt um etwa 90 Meter. Von dort bietet sich ein umfassender Rundblick über das mittlere Neckarland. Der Höhenzug ist zugleich ein Ziel für Besucherinnen und Besucher, die Landschaft und Geschichte miteinander verbinden möchten.
Auch die Nutzung des Hohenaspergs hat die Landschaft geprägt: Der Berg steht seit 1938 unter Naturschutz. Nach einem Erdrutsch am Nordhang wurde der Gipsabbau dort beendet. Diese Stationen gehören zur Einordnung des Hohenaspergs ebenso wie sein markanter Höhenunterschied zur Stadt.
Keltenweg und archäologische Spuren
Der Keltenweg ist ein Rad- und Wanderweg, der durch Asperg und weitere Orte führt und neun keltische Denkmale verbindet. Er ist etwa 30 Kilometer lang; als Radtour kann er auch als Rundtour von etwa 55 Kilometern gefahren werden. Für die Tourenplanung ist diese Unterscheidung hilfreich: Die längere Angabe bezieht sich auf die Radrundtour. Das Löwentor auf dem Hohenasperg ist Beginn oder Ende des Weges.
Zum archäologischen Umfeld des Hohenaspergs gehört das Kleinaspergle, ein keltischer Grabhügel. In einer Nebenkammer befand sich ein reich ausgestattetes Fürstengrab, das auf etwa 420 v. Chr. datiert wird. Der Keltenweg verbindet solche Denkmale mit einer Route durch Asperg und weitere Orte; das Kleinaspergle ergänzt die Landschaft damit um einen konkreten Einblick in die frühe Geschichte der Region.
Museum und historische Wege
Das Museum Hohenasperg zeigt in einem ehemaligen Arsenalgebäude der Festung die Geschichte des Hohenaspergs und seiner Gefangenen. Originalobjekte und Dokumente bilden die Grundlage der Ausstellung. Wer sich stärker für einzelne Orte und ihre Nutzung interessiert, kann den Historischen Rundweg auf der Bergfestung einbeziehen: Er führt an zugänglichen Gebäuden und Einrichtungen vorbei. Hinweistafeln vermitteln deren Geschichte, Bedeutung und Nutzung.
Eine weitere Perspektive auf die keltischen Fundstätten bietet die Keltenweg-AR-App. Sie ermöglicht eine digitale Zeitreise in die Welt der Kelten und vermittelt neue Perspektiven auf Grabmonumente und archäologische Ausgrabungen. Außerdem ermöglicht sie die gemeinsame Teilnahme an keltischen Bestattungsritualen und einen Besuch des einstigen Fürstensitzes auf dem Hohenasperg.
Freibad und geführte Erlebnisse
Das Asperger Freibad liegt am Fuß des Hohenaspergs. Zum Nichtschwimmerbecken gehören eine 84-Meter-Rutsche, ein Wildwasserkanal und ein Sprudelbecken; das große Schwimmbecken verfügt über eine Sprunganlage. Da der Betrieb saisonabhängig sein kann, prüfen Sie vor Ihrem Besuch die Saison.
Die klassische Führung auf dem Hohenasperg behandelt dessen Geschichte vom keltischen Fürstensitz über die Hochadelsburg und Landesfestung bis zum Staatsgefängnis. Sie dauert 1,5 bis 2 Stunden; stimmen Sie die Organisation mit dem Guide ab. Damit lässt sich eine längere, zusammenhängende Beschäftigung mit der Geschichte des Berges einplanen.
„Wengert, Wahn und Weiberzeche“ verbindet als Wein- und historische Erlebnistour einen Spaziergang durch die Steillagen der Weinberge mit einem Winzer-Vesperteller. Datum und Buchung stimmen Sie mit dem Guide ab. Die Tour setzt damit einen anderen Akzent als Keltenweg und Festungsgeschichte: Im Mittelpunkt stehen Weinlandschaft und eine gemeinsame Einkehr.
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