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Gondelsheim: Sternwarte, Ortsgeschichte und Natur

Unterkünfte in Gondelsheim

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Der Planetenweg bis zur Sternwarte, historische Bauwerke und Wege durch die Kulturlandschaft geben Gondelsheim unterschiedliche Schwerpunkte. Für Ihre Reiseplanung lässt sich so zwischen Astronomie, Ortsgeschichte und Natur wählen.

Bauwerke und Ortsgeschichte

Das Gondelsheimer Schloss wurde 1857 bis 1861 im angloschottischen Stil errichtet; 1906 kamen Jugendstilflügel hinzu. Der Alte Turm steht auf einer Anhöhe nahe dem Schloss. Er ist der Überrest einer Wehrkirche aus dem 12. oder 13. Jahrhundert und gilt als ältestes Bauwerk Gondelsheims. Schloss und Turm stellen damit unterschiedliche historische Bezugspunkte nebeneinander: den Schlossbau des 19. Jahrhunderts und die Geschichte der mittelalterlichen Wehrkirche.

Der Gondelsheimer Nymphenbrunnen ist eine Replik von Walter Schotts Original „Drei tanzende Mädchen“ aus dem Jahr 1903. Ein ausgeschilderter Historischer Rundgang verbindet Zeugnisse der Gondelsheimer Geschichte. Damit stehen einzelne Bau- und Kunstwerke neben einem Rundgang, der mehrere historische Zeugnisse zusammenführt.

Astronomie und Streckenplanung

Der 2 km lange Planetenweg auf der Gondelsheimer Gemarkung führt bis zur Sternwarte. Zehn Tafeln auf Standsäulen zeigen die Planeten von der Sonne bis Pluto im Maßstab 1:4 Milliarden und veranschaulichen ihre Größenverhältnisse. Der Weg verbindet so eine konkrete Streckenangabe mit einem Modell, das die Abfolge und die Größenverhältnisse der Planeten anschaulich macht.

Der Verein „Kraichgau-Sternwarte Gondelsheim“ bietet Interessierten regelmäßig nächtliche „Himmelsexkursionen“ an. Wenn Sie eine solche Aktivität einplanen möchten, prüfen Sie die aktuellen Termine beim Verein.

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Für den Vergleich des Streckenumfangs sind auch zwei längere Routen beschrieben: Der rund 8,5 km lange Riedwiesenweg und der rund 9 km lange Karrheckenweg führen durch die Gondelsheimer Kulturlandschaft und vermitteln Einblicke in die Ortsgeschichte. Der Planetenweg ist mit 2 km deutlich kürzer ausgewiesen. Thematisch unterscheidet er sich ebenfalls: Dort steht das Planetenmodell im Mittelpunkt, während die beiden längeren Routen Kulturlandschaft und Ortsgeschichte verbinden.

Natur und Kulturlandschaft

Der Heckenlehrpfad dient dem Naturschutz und der Umweltbildung. Entlang mehrerer hundert Meter wurden heimische Sträucher, Wildrosen und standorttypisches Gebüsch gepflanzt und mit erläuternden Tafeln versehen. Auf dem Pfad lernen Besucher außerdem Tierarten kennen. Die Pflanzungen und Informationen machen den Lehrpfad zu einem eigenen Naturthema innerhalb der Gondelsheimer Wege.

Ein über 22 Hektar großes Landschaftsschutzgebiet dient seit 2008 dem Schutz eines vielfältigen Ausschnitts der historisch geprägten Kraichgaulandschaft. Zu den Lebensräumen zählen Feuchtwald, Brachwiese mit Schilfröhricht, Großseggen-Ried, Gräben und Tümpel sowie Streuobstwiesen und Hecken. Die verschiedenen Lebensräume reichen damit von feuchten Flächen bis zu Streuobstwiesen und Gehölzen; sie bilden den landschaftlichen Rahmen für ein anderes Naturthema als die Umweltbildung am Heckenlehrpfad.

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