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Lehningen: Kirchenkunst und Dorfcharakter

Unterkünfte in Lehningen

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Lehningen wirkt dörflich-malerisch, klein und gemütlich. Ein markanter Bezugspunkt ist die kleine katholische Kirche St. Ottilien in der Ortsmitte. Ihre Architektur und die erhaltenen Reste einer Wehrmauer geben dem Ort ein prägnantes historisches Profil.

Kirche St. Ottilia und sichtbare Wehrmauerreste

Die kleine katholische Kirche St. Ottilien ist das bauliche Schmuckstück Lehningens und liegt direkt an der Straße Richtung Hausen. Ihr mächtiger Turm fällt durch ein apartes, rautengemustertes Dach aus farbig glasierten Ziegeln auf. Auch Schießscharten in den Wänden prägen sein Erscheinungsbild. Als Filialkirche St. Ottilia wurde die Kirche um 1500 als Chorturmkirche erbaut.

Im Inneren treffen unterschiedliche Etappen der Baugeschichte aufeinander: Nach der gründlichen Instandsetzung im Jahr 1746 schmückten Kunsthandwerker aus dem Allgäu den Raum mit reichem Stuck an der Decke und drei Altären. Wer sich für Kirchenarchitektur interessiert, findet hier damit sowohl eine Chorturmkirche aus der Zeit um 1500 als auch eine reich ausgestaltete Innenausstattung aus dem 18. Jahrhundert.

In Lehningen sind außerdem Reste einer Wehrmauer zu sehen, die Anfang der 1980er Jahre abgebrochen wurde. Ein Grenzstein bei Lehningen trägt auf der Lehninger Seite ein „L“ für Lehningen. Auf dem Stein stehen auch „HDVG 1565“ und das Wappen der Herren von Gemmingen. Der Abschnitt Lehningen des Kapellenwegs Biet führt die Filialkirche St. Ottilia auf.

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Radtour mit zwei steilen Anstiegen

Die kurze Radtour „Lehninger Runde“ ist für Mountainbikes geeignet und hat zwei sehr steile Anstiege. Für die Einschätzung der Runde zählt daher nicht allein ihre kurze Bezeichnung: Die beiden Anstiege gehören ebenso zum Routenprofil.

Kunst und Wege im übergeordneten Reiseziel Tiefenbronn

Im übergeordneten Reiseziel Tiefenbronn bietet die Kirche St. Maria Magdalena einen weiteren kunsthistorischen Schwerpunkt. Ihr gotischer Chor stammt aus der Zeit um 1350 und besitzt ein hohes Kreuzrippengewölbe. Die wertvollen Glasfenster wurden 1370 in Straßburg hergestellt und 1976 von Emil Wachter ergänzt. Die Kirche besitzt fünf spätgotische Flügelaltäre. Der Hauptaltar von Hans Schüchlin aus dem Jahr 1469 zählt zu den bedeutendsten Flügelaltären Südwestdeutschlands; sein großes Retabel mit beidseitig bemalten Flügeln, Predella und Gesprenge ist als Marien- und Passionsaltar gestaltet. Der Magdalenenaltar von Lucas Moser entstand 1431/32 und ist den Themen Reue, Buße und Umkehr gewidmet. Zum Kirchenschatz gehört außerdem eine gotische Turmmonstranz des Augsburger Künstlers Jörg Seld aus dem Jahr 1500, die dort als wichtigstes Kleinod gilt.

Auch die Wegeangebote im übergeordneten Reiseziel Tiefenbronn setzen unterschiedliche Akzente. Der „Weg der Sinne“ ist ein relativ kurzer Spazierweg vom Sportplatz zum Friedhof in Tiefenbronn und wurde 2017 von Hede Leicht gestaltet. Texte am Wegesrand sowie Bäume, Sträucher und Blumen sollen dabei bewusst wahrgenommen werden. Wer sich für Ortsgeschichte interessiert, findet in Tiefenbronn zudem einen historischen Ortsrundgang: Er vermittelt Hintergrundinformationen zum Schloss der Gemmingen und zu weiteren Gebäuden. Historische Bilder auf Gebäudetafeln geben Einblicke in frühere Zeiten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tiefenbronn.

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