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Christiansfeld: Herrnhuter Geschichte und Stadtbild

Unterkünfte in Christiansfeld

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Christiansfeld wurde 1773 als geplante Siedlung der Herrnhuter Brüdergemeine gegründet. Die Stadt ist das am besten erhaltene Beispiel einer nordeuropäischen Siedlung dieser Gemeinschaft, die um einen zentralen Kirchenplatz errichtet wurde. Das Stadtbild prägen einheitliche gelbe Backsteinhäuser mit großen roten Ziegeldächern entlang gerader, dicht bepflanzter Straßen. Im Zentrum steht die Kirche Salshuset. Ihr Kirchenraum ist Dänemarks größter ohne tragende Säulen.

Stadtgeschichte und Besuch im Søstrehuset

Im Søstrehuset wird die Geschichte Christiansfelds und der Brüdergemeine vermittelt. Besucher können außerdem an einer historischen Stadtführung durch die Straßen teilnehmen. Eine weitere Möglichkeit, die Geschichte des Ortes kennenzulernen, ist die digitale Tour „Genforeningen i 1920“: Sie führt mit der Vizgu-App zu markanten Orten in Christiansfeld und vermittelt die Geschichte der Wiedervereinigung. Der Eintritt zu den Ausstellungen im Søstrehuset beinhaltet diese Tour.

Für die Orientierung vor Ort: Das Søstrehuset liegt 250 Meter vom Busbahnhof Christiansfeld entfernt. Am Westgiebel gibt es einen Zugang über eine Rampe und einen Aufzug, über den das gesamte Gebäude erreichbar ist. In ganz Christiansfeld gibt es kostenlose Parkmöglichkeiten. Im UNESCO-Gebiet ist das Parken von Bussen nicht erlaubt.

Friedhof und historische Orte in der Umgebung

Gudsageren ist der Friedhof der Brüdergemeine in Christiansfeld. Seit seiner Einweihung im Jahr 1774 wurde dort kein Grab entfernt. Auch die Anordnung der Bestattungen folgt einer festgelegten Orientierung: Frauen werden rechts im Osten und Männer links im Westen bestattet. So gehören Friedhofsgeschichte und räumliche Ordnung zu den besonderen historischen Details des Ortes.

In der näheren Umgebung liegt südwestlich von Christiansfeld Christinero, eine geschützte Anlage, die Ende des 18. Jahrhunderts angelegt wurde. Am alten Pfarrhof von Tyrstrup befindet sich ebenfalls in der näheren Umgebung die geschützte Bullade. Sie wurde 1668 errichtet und steht weiterhin an ihrem ursprünglichen Standort.

Wege zu Fuß und mit dem Rad

Christines Sti ist 1,4 Kilometer lang und führt von Christiansfeld zum nahe gelegenen Christinero. Die Route verläuft durch Felder, Wiesen und Wald, überquert zwei Bäche und führt unter der Umgehungsstraße Omfartsvejen hindurch. Ein weiterer Weg in der näheren Umgebung führt durch den Wald Smedeholm von Christinero zum alten Pfarrhof von Tyrstrup.

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Für eine längere Fahrradroute bietet Christiansfeldruten eine andere Größenordnung: Sie ist 25 Kilometer lang, kreuzt den Nationalen Radweg 8, die Østersøruten, und besteht zu 60 Prozent aus Asphalt und zu 40 Prozent aus Schotter. Die Angaben zur Länge und zum Untergrund helfen dabei, eine Radtour anders zu planen als einen Spaziergang auf Christines Sti.

Garten und Honigkuchen

Der Comeniushaven ist ein 2015 angelegter öffentlicher Demonstrationsgarten in Christiansfeld. Er dient der Erholung und der Information über die ursprünglichen Gartenanlagen. Mit seiner Verbindung aus öffentlichem Garten und Vermittlung der Gartengeschichte ergänzt er die historischen Themen der Stadt um eine weitere Facette.

Xocolatl ist die Honigkuchenbäckerei der Brüdergemeine in Christiansfeld und geht auf das Jahr 1783 zurück. Dort werden täglich die originalen Honigkuchen aus Christiansfeld hergestellt; außerdem produziert Xocolatl Schokoladenprodukte. Damit verbindet sich die Geschichte des Ortes auch mit seiner überlieferten Backtradition.

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