Hovvig: Dünenlandschaft und Bunkergeschichte
Unterkünfte in Hovvig
Hovvig liegt in der westjütischen Dünenlandschaft, fünf Kilometer nördlich des Badeorts Søndervig. Die Küste mit ihren Dünen und die Bunkergeschichte der Houvigfæstningen geben der Wahl eines Aufenthalts zwei unterschiedliche Bezugspunkte: Strandlandschaft auf der einen, historische Anlagen auf der anderen Seite.
Dünenlandschaft zwischen Küste und Fjord
Die Stellung bei Houvig liegt in einem etwa 300 m breiten Dünenstreifen, der sich von der Küste bis zu den Strandwiesen am Stadil Fjord erstreckt. Die Landschaft ist hügelig und weist Dünen von bis zu 15 m Höhe auf. Breite und Höhe beschreiben unterschiedliche Seiten des Geländes: Der Streifen reicht von der Küste zu den Fjordwiesen, während die Höhenangabe das Relief der Dünen erfasst. In der Nähe des Houvig-Strands liegt der Parkplatz Sortebærdalen.
Die Bunkerstellungen und ihre Geschichte
Die Houvigfæstningen, auch Kryle-Ringelnatter-Stellung genannt, wurde 1943–45 als Teil des Atlantikwalls errichtet. Die Kryle-Stellung war eine Heeresküstenartilleriestellung mit vielen Bunkern und Geschützstellungen. Die Stellung Ringelnatter unterstand der Luftwaffe und umfasste Radarstationen.
Ab Anfang 1943 wurde die Radarstellung Ringelnatter mit neun kräftigen Betonbunkern verstärkt. Die Zeitangaben beziehen sich auf unterschiedliche Vorgänge: 1943–45 bezeichnet die Bauphase der Houvigfæstningen, Anfang 1943 den Beginn der Verstärkung der Radarstellung.
Auch die Bunkerzahlen unterscheiden sich nach ihrem Bezug. In der Stellung der Houviger Küstenbatterie wurden insgesamt 26 dauerhafte Bunker errichtet. Im Gebiet Houvig verteilen sich rund 50 Bunker in den Dünen und entlang des Strands. Die 26 beziehen sich auf die konkrete Küstenbatteriestellung, die rund 50 auf das Gebiet Houvig.
Zwischen den Bunkern unterwegs
Auf der Houvigfæstningen können Besucher zwischen den zahlreichen Bunkern umhergehen. Einige Bauwerke sind in den Dünen mehr oder weniger verborgen. Die Anlagen verteilen sich damit auf das Gelände und sind nicht alle auf dieselbe Weise wahrnehmbar.
Gleichzeitig kann nicht jede Bunkanlage besichtigt werden: Einige liegen auf Privatgrund oder sind von Sand oder Wasser überflutet. Welche Einschränkung zutrifft, hängt von der jeweiligen Anlage ab. Für die Planung ist daher zwischen dem Umhergehen zwischen zahlreichen Bunkern und dem Betreten einzelner Bauwerke zu unterscheiden.
Radroute zur Houvigfæstningen
Die Route „2. Verdenskrig: Ringkøbing-Houvig-Vedersø-Ringkøbing“ führt nach Søndervig nordwärts zur Houvigfæstningen. Für Radreisende ist die Festung damit ein benanntes Ziel auf dem Routenverlauf. Die Route und der Aufenthalt zwischen den Bunkern beschreiben zwei verschiedene Maßstäbe: Sie führt zur Anlage, während Besucher auf der Festung zwischen den zahlreichen Bunkern umhergehen können.
Wenn Sie Hovvig als Reiseziel erwägen, können Sie den Radbezug, die Küstenlandschaft und die historischen Stellungen als unterschiedliche Interessen in Ihre Entscheidung einbeziehen. Die Bunkerzahlen helfen dabei, den konkreten Umfang der Anlagen einzuordnen: 26 dauerhafte Bunker gehören zur Stellung der Houviger Küstenbatterie, während rund 50 Bunker über das Gebiet Houvig verteilt sind.
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