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Østermarie: Kirchen, Runensteine und Binnenlandschaft

Unterkünfte in Østermarie

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Østermarie liegt im Nordosten Bornholms und verbindet eine markante Kirchen- und Runensteintradition mit einer landwirtschaftlich geprägten Binnenlandschaft. Der Ort liegt 10 km südlich von Gudhjem, 8 km westlich von Svaneke und 21 km östlich von Rønne. Diese Entfernungsangaben ordnen Østermarie zwischen mehreren bekannten Orten der Insel ein, während die Kirchenbauten, der Friedhof und die offene Landschaft den eigenen Charakter des Ortes bestimmen.

Østermarie church (1891) and ruins of the old church (approx 1200) Østermarie church (1891) and ruins of the old church (approx 1200) Foto: Jens Cederskjold via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Kultur und Geschichte

Ein besonders anschauliches Zeugnis der Ortsgeschichte ist die Østermarie Church. Sie wurde 1891 neben der Ruine einer älteren Kirche errichtet, die aus der Zeit um etwa 1225 stammt. An diesem Ort stehen somit ein jüngerer Kirchenbau und die Überreste eines deutlich älteren Sakralbaus unmittelbar nebeneinander. Die zeitliche Differenz zwischen beiden Bauten bleibt an der Anlage selbst ablesbar: Die heutige Kirche gehört in das späte 19. Jahrhundert, die Ruine verweist auf eine deutlich frühere Kirchenzeit.

Die neuere Kirche wird für Konzerte von KulturBornholm und dem Bornholm Music Festival genutzt. Ihre heutige kulturelle Verwendung ergänzt die sichtbare historische Verbindung zwischen dem Bau von 1891 und der älteren Kirchenruine. Østermarie vereint damit innerhalb eines Ortes unterschiedliche Formen von Kulturerbe: den erhaltenen jüngeren Kirchenbau, die Ruine des Vorgängerbaus und eine Nutzung, in der die Kirche weiterhin als Veranstaltungsort erscheint.

Ein weiterer Bezug zur Geschichte Bornholms findet sich auf dem Friedhof von Østermarie, auf dem vier Runensteine stehen. Der Østermarie alphabet stone wurde bei Jessegård etwa 3½ km südlich des Ortes gefunden. Er gilt als nahe gelegenes Kulturerbe, befindet sich jedoch nicht als Denkmal innerhalb von Østermarie. Diese Unterscheidung zwischen dem Friedhof im Ort und dem Fundort außerhalb des Ortsgebiets gehört zur räumlichen Struktur der örtlichen Kulturzeugnisse. Die Runensteintradition ist daher sowohl unmittelbar in Østermarie als auch über die Verbindung zu Jessegård präsent.

Landschaft

Østermarie besitzt eine landwirtschaftlich geprägte Binnenlandschaft. Große Felder, kleine Naturbereiche und freiliegendes Grundgestein bestimmen ihr Erscheinungsbild. Das Landschaftsbild entsteht durch das Nebeneinander weitläufiger Ackerflächen, kleiner eingestreuter Naturräume und offen zutage tretenden Gesteins. Keines dieser Elemente steht für sich allein: Erst ihre Kombination beschreibt die Umgebung als offene, ländlich geprägte Binnenlandschaft und setzt sie zugleich von einer dicht bebauten Ortsansicht ab.

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Geografische Einordnung

Im umliegenden Gebiet von Østermarie liegen Hullehavn, Sorte Gryde, Bornholm, Bodilskirke und Brændesgårdshaven. Diese fünf Namen werden dem näheren Umfeld beziehungsweise dem umliegenden Gebiet zugeordnet. Im weiteren regionalen Umfeld von Østermarie liegen außerdem Antoinette, Hammershus und Solomons Kapel. Die räumliche Einordnung unterscheidet damit zwischen dem umliegenden Gebiet und dem weiter gefassten regionalen Umfeld, ohne beide Ebenen zu einer einzigen Ortsbeziehung zusammenzufassen.

Weitere Ortsseiten auf Bornholm: Kås, Balka, Svaneke, Olsker, Listed, Sose, Boderne und Knudsker.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bornholm.

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