Zahlé: Kultur, Kirchen und historische Märkte
Unterkünfte in Zahlé
Zahlé verbindet historische Architektur, religiöse Bauwerke und Festtraditionen. Wenn Sie ein Hotel in der Stadt suchen, können diese Themen helfen, die Reise nach Ihren Interessen auszurichten: Stehen einzelne Bauwerke, die Geschichte der Märkte oder eine kulturelle Veranstaltung im Vordergrund? Auch der Blick auf das übergeordnete Reiseziel Bekaa eröffnet einen anderen regionalen Rahmen.
Stadtbild und Baugeschichte
Alte Häuser mit Bögen, roten Ziegeldächern und verzierten Steinfassaden gehören zum historischen Erbe Zahlés; ihre Architektur reicht bis ins frühe 19. Jahrhundert zurück. Ein deutlich späteres Monument ist die Statue Unserer Lieben Frau von Zahlé und der Bekaa. Sie stammt aus dem Jahr 1968 und steht auf einem 54 Meter hohen Turm. Die historischen Häuser und der Turm verweisen damit auf unterschiedliche zeitliche Schichten der Stadt.
Kirchen, Klöster und Museum
Saydet ez Zalzale (Our Lady of the Earthquake) gilt als Zahlés erste Kirche und wurde um 1700 erbaut. Die St.-Michael-Kirche stammt aus dem Jahr 1748 und ist für ihre Innenbögen bekannt. Das Kloster Unserer Lieben Frau von der Erlösung geht auf die Zeit um 1720 zurück. Es hat einen hohen Turm und beherbergt eine Marienikone, die ein König von Bayern der Stadt schenkte. Der Choueirite-Orden errichtete 1755 das Kloster Mar Elias Tuwq, das für seine Bögen und seine Architektur bekannt ist. Die Datierungen reichen somit von etwa 1700 bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts; Bögen, Türme und Ikone geben den einzelnen Bauwerken jeweils einen eigenen Bezugspunkt.
Auch das Lebanese Heritage Museum gehört zum kulturellen Bild Zahlés. Es besitzt eine Sammlung antiker Waffen, die zu den größten archäologischen Sammlungen im Libanon zählt. Das Interesse richtet sich hier auf eine Sammlung, während bei den genannten Kirchen und Klöstern Baugeschichte und architektonische Merkmale im Vordergrund stehen.
Festival, Märkte und Küche
Das Festival of the Vine gilt als Zahlés wichtigstes Kulturereignis. Der Tradition nach findet es jährlich Anfang September statt; über mehrere Wochen gehören tägliche Konzerte, Theaterstücke, Gedichtlesungen und Kunstausstellungen zum Programm. Zum Festival gehört außerdem ein Blumenfestival, bei dem mit Blumen geschmückte Festwagen durch die Straßen der Stadt fahren. Wenn Sie Ihre Reise an der Veranstaltung ausrichten möchten, prüfen Sie die Termine der jeweiligen Ausgabe, bevor Sie den Aufenthalt festlegen.
Auch die Märkte erzählen von unterschiedlichen Seiten der Stadtgeschichte. Der Souk al-Balāt gehört zu den bekannten Märkten Zahlés; sein Name bezieht sich auf die Pflasterung mit Steinplatten im Jahr 1888. Im Souk Hosh al-Zarāʿneh gab es Khans und Werkstätten für Handwerk und Kupferwaren. Seine Gebäude und Wandmalereien verbinden arabische und westliche Kunststile. Der Berdawni-Fluss ist für zahlreiche Restaurants am Ufer bekannt, die einen festen Ruf für traditionelle Küche haben. So stehen Festtradition, historisches Marktleben und die Verbindung von Fluss und Küche als unterschiedliche Themen nebeneinander.
Über Zahlé hinaus: das Reiseziel Bekaa
Im übergeordneten Reiseziel Bekaa liegen auch Anjar und der Aammiq-Sumpf. Anjar bietet einen anderen archäologischen Schwerpunkt: Die ausgegrabene befestigte Stadt war von Mauern mit vierzig Türmen umgeben und nahm eine rechteckige Fläche von 385 × 350 Metern ein. Eine Hauptachse verläuft von Norden nach Süden; die weniger bedeutende Ost-West-Achse teilt die Anlage mit ihr in vier gleich große Quartiere. Der große Palast des Kalifen und die Moschee liegen im Südostviertel auf dem höchsten Teil der Anlage. Anjar gilt als herausragendes Beispiel der Stadtplanung des Umayyadenkalifats im 8. Jahrhundert. Während die genannten Beispiele aus Zahlé einzelne Bauwerke und historische Märkte betreffen, steht in Anjar die Planung einer befestigten Stadt im Mittelpunkt.
Eine andere regionale Perspektive bietet der Aammiq-Sumpf. Er liegt auf etwa 865 Metern Höhe an der Westseite des zentralen Bekaa-Tals, am Fuß der Osthänge des Barouk-Gebirges. Zusammen zeigen Anjar und Aammiq, dass das übergeordnete Reiseziel Bekaa neben archäologischer Stadtplanung auch eine eigene Landschaftsperspektive umfasst.
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