Jezzîne: Wasserfall, Aussicht und Geschichte
Unterkünfte in Jezzîne
Jezzîne verbindet einen markanten Naturpunkt mit handwerklichen und historischen Themen. Der 74 Meter hohe Jezzine-Wasserfall gilt als höchster Wasserfall im Libanon. Kirchen, eine Quelle und der Souk El Sedd ergänzen den Landschaftseindruck um unterschiedliche Facetten der Stadt. Für Ihre Reiseplanung können Sie Natur, Aussicht, Baugeschichte und regionales Kunsthandwerk als verschiedene Schwerpunkte betrachten.
Wasserfall und Aussichtspunkte
Ein kurzer Fußweg führt zum Fuß des Wasserfalls. Am Westeingang von Jezzine bietet die abwärts führende Straße neben der Statue der Jungfrau Maria, bekannt als Lady of Maabour, einen Blick auf den Wasserfall. Prüfen Sie die örtlichen Bedingungen, bevor Sie diese Stelle einplanen. Auch von einem Balkon an der George Aziz Avenue kann man den Wasserfall sehen; prüfen Sie dessen Zustand vor dem Besuch. So stehen neben dem Weg zur Basis zwei benannte Aussichtspunkte als unterschiedliche Perspektiven auf denselben Naturpunkt.
Kirchen und die frühere Rolle der Quelle
Die Saint Maroun Church liegt am Stadtrand von Jezzine. Beim Erdbeben von 1759 wurde sie zerstört und auf den Ruinen wiederaufgebaut; 1868 wurde eine größere Kirche errichtet. Die Our Lady of Assumption Church der melkitischen griechisch-katholischen Kirche wurde 1796 in Jezzine erbaut. Die beiden Kirchen bieten unterschiedliche historische Bezugspunkte: Bei Saint Maroun prägen Zerstörung, Wiederaufbau und die spätere Errichtung einer größeren Kirche die Abfolge; bei Our Lady of Assumption ist das Baujahr 1796 der zentrale Bezug.
Auch die Jezzine Source hat eine Geschichte wechselnder Nutzung. Früher versorgte die Quelle die Häuser mit Wasser und speiste eine Wassermühle, die später in eine Kirche umgewandelt wurde. Zugleich war die Quelle ein historischer Treffpunkt der Stadt. Wasserversorgung, Mühlenbetrieb und der spätere Wandel der Mühle gehören damit zu ihrer Ortsgeschichte.
Handwerk im Souk El Sedd
Zum Bild des Souk El Sedd im Herzen von Jezzine gehören Kunsthandwerksgeschäfte, die traditionelles Besteck aus der Region verkaufen. Damit kommt neben Natur und Baugeschichte auch das regionale Handwerk als eigener kultureller Schwerpunkt hinzu. Wer sich für die verschiedenen Seiten Jezzînes interessiert, findet hier ein Thema, das sich von den Kirchen und dem Wasserfall unterscheidet.
Kultur im Gouvernement Süd-Libanon
Im Gouvernement Süd-Libanon liegt die Welterbestätte von Tyros. Sie besteht aus zwei getrennten Bereichen: der Stätte auf der Landzunge der heutigen Stadt und der Nekropole von El Bass auf dem Festland. Die Gliederung in diese beiden Bereiche ist ein wesentlicher Teil der Beschreibung der Welterbestätte.
Zur Stätte der Stadt Tyros gehören Überreste römischer Bäder, zweier Palästren, einer Arena, einer römischen Säulenstraße und eines Wohnviertels. Hinzu kommen die Überreste einer 1127 von den Venezianern erbauten Kathedrale sowie Teile der Mauern einer alten Kreuzfahrerburg. Diese Bau- und Ruinenreste bilden die städtische Seite der Welterbestätte.
Der Bereich Tyre El Bass umfasst die Überreste einer Nekropole und einer breiten monumentalen Straße, die von einem römischen Triumphbogen aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. überragt wird. Zusammen mit der Stätte auf der Landzunge ergibt sich ein eigener archäologischer Schwerpunkt im Gouvernement Süd-Libanon.
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