Zouk Mosbeh: Klöster, Kirchen und religiöse Geschichte
Unterkünfte in Zouk Mosbeh
Klöster, Kirchen und eine markante Christusstatue prägen das kulturelle Bild von Zouk Mosbeh. Die Bauwerke stehen für unterschiedliche Kapitel religiöser Geschichte: Das Kloster Unserer Lieben Frau von Louaize ist mit wechselnden Ordensrollen verbunden, während sich am Kloster Jesus der König eine Statue, ein Innenhof und eine Mariengrotte finden. Auch die Baujahre mehrerer Kirchen bieten Orientierung für die zeitliche Einordnung.
Die Geschichte des Klosters Unserer Lieben Frau von Louaize
Das Kloster Unserer Lieben Frau von Louaize wurde 1682 von Scheich Salhab al-Haqalani im Gebiet Louaize innerhalb von Zouq Mosbeh erbaut. 1707 übernahm die maronitische Ordensgemeinschaft das Kloster; ab 1723 diente es als Hauptsitz der Ordensleitung. 1736 wurde es den Vätern des Libanesischen Konzils zur Verfügung gestellt. Bei der Teilung zwischen den maronitischen Orden aus dem Libanon und Aleppo im Jahr 1768 fiel das Kloster an den Orden aus Aleppo, der später Marianischer Orden genannt wurde. Diese Abfolge macht Louaize zu einem Bezugspunkt der Ordensgeschichte, nicht nur zu einem Bauwerk mit frühem Gründungsdatum.
Das Kloster beherbergte eine umfangreiche Bibliothek mit handschriftlichen und gedruckten Büchern auf Arabisch, Syrisch, Latein, Griechisch und weiteren Sprachen. Die verschiedenen Sprachen und Buchformen geben einen Eindruck von der Breite dieser historischen Sammlung. Auch die spätere Baugeschichte ist mit dem Kloster verbunden: 1952 begann der Orden mit dem Bau einer Schule neben dem Kloster. In dieser Schule wurde im Frühjahr 1998 das Museum des Klosters eröffnet. Es umfasst wertvolle Schätze und ein reiches Kulturerbe und erzählt von antiken Zivilisationen, die in der Nähe des Klosters vorbeizogen.
Kloster Jesus der König: Statue, Innenhof und Grotte
Der Bau des Klosters Jesus der König begann 1950. Das Kloster wird von einer Statue Christi des Königs gekrönt: Sie ist 12 Meter hoch, wiegt 75 Tonnen und hat eine Armspannweite von 10 Metern. Diese drei Maße vermitteln die Dimensionen des Bildwerks. Vor dem Kloster liegt ein schattiger Innenhof mit Blick auf das Meer und das Tal des Nahr El Kalb. Unterhalb der Klostermauer befindet sich eine natürliche Grotte, die zu einer Wallfahrtsstätte für die Jungfrau Maria, Königin des Universums, wurde. So gehören Baugeschichte, Statue, Aussicht und Marienverehrung zu den unterschiedlichen Themen dieses Klosters.
Feste im Jahreslauf und historische Kirchen
Zwei wiederkehrende Feste setzen zeitliche Anhaltspunkte im religiösen Jahreslauf. Das Fest Christi des Königs wird am letzten Sonntag im Oktober gefeiert. Das Fest der Jungfrau Maria, Königin des Universums, fällt auf den letzten Sonntag im Mai. Wenn Sie Ihre Reise auf eines dieser Feste ausrichten möchten, empfiehlt sich eine vorherige Klärung, ob Gäste teilnehmen können.
Neben den Klöstern sind zwei weitere Kirchen mit eigenen historischen Daten verbunden. Die Kirche Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz ist eine historische Kirche mit festungsähnlicher Bauweise; eine Inschrift weist ihre Errichtung auf 1708 aus. Die syrische Kirche Unserer Lieben Frau der Schmerzen wurde 1769 erbaut. Die Jahreszahlen und die unterschiedliche Bauweise helfen dabei, diese Kirchen als eigene Stationen der lokalen Geschichte einzuordnen.
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