Toshima: Ortsgeschichte und Archäologie
Unterkünfte in Toshima
Für die Wahl Toshimas als Reiseziel sind Geschichte und Landschaft zwei konkrete Blickwinkel. Der Ortsname verweist auf den Toshima-Clan; im Toshima-Baba-Archäologiepark stehen Funde aus der frühen Kofun-Zeit im Mittelpunkt. So treffen in Toshima frühe Archäologie und die Herrschaft des Clans vom Kamakura- bis zum Muromachi-Zeitalter aufeinander. Hinzu kommt eine Überlieferung zum Itsutaro-Schrein. Wenn Sie ein Hotel in Toshima suchen, lässt sich die Destination anhand lokaler Bezüge einordnen.
Der Name Toshima und der Toshima-Clan
Der Name Toshima geht auf den Toshima-Clan zurück, der die Gegend vom Kamakura- bis zum Muromachi-Zeitalter beherrschte. Damit ist die Namensgeschichte mit einer historischen Herrschaftsbeziehung verbunden. Für die zeitliche Einordnung ist dieser Bezug von den Gräbern aus der frühen Kofun-Zeit zu unterscheiden: Die Ortsnamenerklärung verweist auf Kamakura- und Muromachi-Zeitalter, während der archäologische Befund eine andere Epoche nennt. So entstehen zwei klar getrennte historische Blickwinkel auf Toshima: einer über den Clan und den Namen, der andere über die Gräber.
Gräber und Glasperlen-Gussformen
Im Toshima-Baba-Archäologiepark wurden mehr als 100 quadratische Gräber mit umlaufendem Graben aus der frühen Kofun-Zeit nachgewiesen. Die Zahl und die Form geben dem Fundort ein klares Profil: Es handelt sich um eine größere Gruppe von Gräbern, deren quadratischer Grundriss und umlaufender Graben zwei konkrete Merkmale sind. In einigen dieser Gräber wurden Gussformen für Glasperlen gefunden, die als die ältesten Japans bezeichnet werden. Die Bezeichnung „älteste Japans“ bezieht sich auf diese Gussformen, nicht auf die Gräber selbst. So lassen sich bauliche Merkmale und eine besondere Fundart getrennt betrachten.
Archäologie und Funde im Toshima-Baba-Archäologiepark
Eine Überlieferung zum Itsutaro-Schrein
Eine weitere historische Perspektive bietet die Überlieferung zum Itsutaro-Schrein. Der Überlieferung zufolge veranlassten Suzuki Shigeno aus Kumano in Kishu und der Toshima-Clan gegen Ende der Kamakura-Zeit die Übertragung des Itsutaro-Schreins in das Dorf Ōji. Die Erzählung fügt der Namensgeschichte eine andere Perspektive hinzu: Hier steht die Übertragung eines Schreins nach Ōji im Mittelpunkt. Der Toshima-Clan tritt damit in zwei unterschiedlichen historischen Zusammenhängen auf, einmal bei der Ortsnamenerklärung und einmal in der Schreinüberlieferung. Diese Unterscheidung hilft, die Themen des Ortes klar auseinanderzuhalten: Namensherkunft, archäologische Funde und die Übertragung eines Schreins.
Auch die Zeitangaben lassen sich vergleichen: Die Gräber gehören in die frühe Kofun-Zeit; die Übertragung des Itsutaro-Schreins wird gegen Ende der Kamakura-Zeit verortet. Die Herrschaft des Toshima-Clans reicht vom Kamakura- bis zum Muromachi-Zeitalter. Damit stehen ein archäologischer Zeitbezug, ein enger gefasster überlieferter Vorgang und ein breiterer Herrschaftsrahmen nebeneinander.
Weitere Reiseziele
Weitere Reiseziele entdecken: Itabashi, Fussa, Ōta, Inagi, Arakawa, Shinjuku, Chōfu, Chiyoda
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tokio.