Beit Keshet entdecken
Unterkünfte in Beit Keshet
Im Kibbuz Beit Keshet steht ein Erinnerungsort, während der Beit-Keshet-Wald im näheren Umfeld die Landschaft prägt. So treffen in der Reiseplanung Kulturgeschichte und Naturthemen aufeinander: die Familienhütte der Familie Ben-Zvi und ein Waldgebiet mit Wegen, Panoramastraße und saisonaler Blüte.
Erinnerungsort im Kibbuz
Die Familienhütte der Familie Ben-Zvi wurde 1955 in den Kibbuz Beit Keshet gebracht. Sie steht dort als Gedenkstätte für Ali Ben-Zvi sowie für das Vermächtnis und den Beitrag der Familie Ben-Zvi zu Israel. Der Gedenkort setzt damit einen klaren kulturhistorischen Akzent innerhalb des Kibbuz.
Landschaft und Blüte im Beit-Keshet-Wald
Im näheren Umfeld von Beit Keshet erstreckt sich der Beit-Keshet-Wald über etwa 25.000 Dunam an den östlichen Hängen des Nazarethgebirges. Zum Wald gehört ein Rest des Tabor-Eichenwaldes. Größe, Hanglage und dieser Waldrest prägen unterschiedliche Aspekte der Landschaft.
Entlang der Panoramastraße zeigt sich eine saisonale Blütenfolge: Im Februar blühen vor allem rote Anemonen und rosa Alpenveilchen; später folgen Hahnenfußgewächse und Orchideen. Die Abfolge gibt einen jahreszeitlichen Eindruck davon, welche Pflanzen die Umgebung zu unterschiedlichen Zeiten prägen.
Wege und Radfahren
Der Beit-Keshet-Wald verfügt über eine 18 Kilometer lange Panoramastraße, Picknickplätze sowie Wander- und Radwege. Der Beit-Keshet-Wald-Singletrail ist eine weitere Radoption im näheren Umfeld. Er ist etwa 22 Kilometer lang, davon verlaufen etwa 12 Kilometer auf Singletrails. Der Gesamtanstieg beträgt 500 Höhenmeter; der Schwierigkeitsgrad ist mittel. Für das Fahren wird der Winter empfohlen.
Die beiden Strecken haben unterschiedliche Maße und Schwerpunkte: Die Panoramastraße ist 18 Kilometer lang, während beim Singletrail zusätzlich der Anteil der Singletrails und der Gesamtanstieg eine Rolle spielen. So lassen sich eine Fahrt auf der Panoramastraße und die nach Schwierigkeitsgrad und Höhenmetern beschriebene Singletrail-Route getrennt einordnen.
Parken mit dem Fahrrad
Radfahrer können in den Kibbuz Beit Keshet weiterfahren, rechts zum Parkplatz „Radio Kol Rega“ abbiegen und dort parken. Anschließend können sie mit dem Rad zum Startpunkt des Weges zurückkehren. Prüfen Sie die Parkmöglichkeiten vor Ihrer Anreise.
Kulturorte im Nordbezirk
Zum übergeordneten Reiseziel Nordbezirk gehören auch die archäologischen Stätten Tel Hazor und Tel Megiddo. Beide sind biblische Tells mit bedeutenden Überresten von Städten mit biblischen Bezügen. Sie bieten eigenständige kulturhistorische Themen, die sich von der Gedenkstätte in Beit Keshet unterscheiden.
Der Besuch von Tel Hazor konzentriert sich auf die Oberstadt. Zu den dortigen Merkmalen zählt Salomos Tor, ein Tor mit sechs Kammern und zwei Türmen aus dem 10. Jahrhundert v. Chr. Der kanaanäische Palast wurde im 14. und 13. Jahrhundert v. Chr. von den Königen von Hatsor genutzt. Der Palast aus der Spätbronzezeit gilt als der aufwendigste in Israel und als einer der bedeutendsten der Levante.
Tel Hazor bewahrt zudem bedeutende Überreste eines unterirdischen Wasserauffangsystems, einer geografisch angepassten Ingenieurleistung zur Wasserspeicherung. Ein ausgegrabener Schacht dort ist 45 Meter tief. Im Wassersystem sind drei Meter breite Stufen in die Wände des senkrechten Schachts gehauen. Die Befestigungsanlagen von Tel Hazor gelten als das beste Beispiel ihrer Art im Gebiet von der Südtürkei bis zum nördlichen Negev.
Tel Megiddo bewahrt ebenfalls bedeutende Überreste einer Stadt mit biblischen Bezügen und gehört zu den drei Tells, die eng mit Ereignissen aus der Bibel verbunden sind. Zwei archäologische Merkmale stehen für unterschiedliche Epochen: Die Tempelanlage aus der frühen Bronzezeit ist wegen der Zahl ihrer Tempel, der Kontinuität des Kultbetriebs und der dokumentierten rituellen Aktivitäten außergewöhnlich. Der orthogonale Stadtplan aus der Eisenzeit hat in der Levante nur wenige Parallelen.
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