Ein Al-Asad – Dorfgeschichte in Obergaliläa
Unterkünfte in Ein Al-Asad
Ein Al-Asad liegt an den Südhängen des Mount Meron in Obergaliläa. Die Lage gibt dem Reiseziel einen klaren geografischen Rahmen, während seine Ortsgeschichte von einer Gründung gegen Ende des 19. Jahrhunderts bis zu einer religiösen Zeremonie im Jahr 2011 reicht.
Dorfgeschichte und Schreinweihe
Am 14. Mai 2011 kamen Hunderte drusische Scheichs aus Orten in Galiläa, am Karmel und auf dem Golan nach Ein Al-Asad, um den Schrein von Sheikh Abu Muhammad Saleh al-Kahhal (al-Jarmani) einzuweihen. Angeführt wurden sie vom geistlichen Oberhaupt der Gemeinschaft, Sheikh Mowafaq Tarif. Das Datum gehört zur Schreinweihe; die Gründung gegen Ende des 19. Jahrhunderts ist ein davon getrennter Zeitbezug. So lassen sich die Entstehungszeit des Dorfs und das spätere religiöse Ereignis voneinander unterscheiden.
Ein weiterer lokaler Bezugspunkt ist der Steinbogen über der Quelle. Er gilt als bedeutendes Wahrzeichen, das mit der Geschichte des Dorfs verbunden ist. Der Bogen ergänzt die Ortsgeschichte um einen baulichen Bezugspunkt, während die Schreinweihe als datiertes Ereignis einzuordnen ist. Zusammen veranschaulichen die beiden Motive unterschiedliche Zugänge zur Geschichte Ein Al-Asads.
Archäologische Themen im Nordbezirk
Im übergeordneten Reiseziel Nordbezirk bieten Tel Hazor und Tel Megiddo eigenständige archäologische Bezugspunkte. Tel Hazor ist ein biblischer Tell mit bedeutenden Überresten einer Stadt mit biblischen Bezügen; der Besuch konzentriert sich auf die Oberstadt. Salomos Tor hat sechs Kammern und zwei Türme und stammt aus dem 10. Jahrhundert v. Chr. Ein kanaanäischer Palast in Tel Hazor wurde im 14. und 13. Jahrhundert v. Chr. von den Königen von Hatsor genutzt. Der Palast aus der Spätbronzezeit gilt als der aufwendigste in Israel und als einer der bedeutendsten der Levante. Tel Hazor bewahrt außerdem bedeutende Überreste eines unterirdischen Wasserauffangsystems, das eine ausgefeilte, geografisch angepasste Ingenieurleistung darstellt. In die Wände des senkrechten Schachts sind drei Meter breite Stufen gehauen. Die Befestigungsanlagen gelten als das beste Beispiel ihrer Art im Gebiet von der Südtürkei bis zum nördlichen Negev.
Tel Megiddo setzt einen anderen archäologischen Akzent. Der biblische Tell bewahrt bedeutende Überreste einer Stadt mit biblischen Bezügen und gehört zu den drei Tells, die eng mit Ereignissen aus der Bibel verbunden sind. Besonders ist die Tempelanlage aus der frühen Bronzezeit: Die Zahl ihrer Tempel, die Kontinuität des Kultbetriebs und die rituellen Aktivitäten machen sie außergewöhnlich. Der orthogonale Stadtplan von Tel Megiddo aus der Eisenzeit hat in der Levante nur wenige Parallelen. So unterscheiden sich die regionalen Schwerpunkte: In Tel Hazor stehen unter anderem Tor, Palast, Wasserauffangsystem und Befestigungen im Vordergrund, in Tel Megiddo Tempelanlage und Stadtplan.
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