Pudukkottai: Felskunst, Tempel und Inschriften
Unterkünfte in Pudukkottai
In Pudukkottai treffen Höhlentempel und Felskunst auf Inschriften, historische Bauwerke und lebendige religiöse Traditionen. Die Sehenswürdigkeiten setzen unterschiedliche Schwerpunkte: In Malaiyadipatty erzählen Tempel von ihrer Entstehungszeit, in Kudimiyanmalai geben Inschriften auch Hinweise auf die karnatische Musik. So lässt sich eine Reise nach kulturellen Themen gestalten, statt alle Orte auf ein einziges Bild zu reduzieren.
Höhlentempel, Felskunst und Inschriften
Kudimiyanmalai besitzt mehr als 100 Inschriften. Eine davon enthält grammatische Anmerkungen zur karnatischen Musik. Auch die Höhlentempel des Ortes zeugen von alter Kunst und Kultur. Auf einem Hügel in Kudimiyanmalai steht außerdem ein Siva-Tempel, der Sikkanatheeswarer geweiht ist. Zusammen führen diese Sehenswürdigkeiten von schriftlichen Zeugnissen zu einem benannten Tempelheiligtum.
In Malaiyadipatty stehen zwei weitere, klar unterscheidbare Motive im Mittelpunkt. Der Siva-Tempel wurde 730 n. Chr. von Nanthivarma Pallava aus den Felshügeln herausgemeißelt. An den Wänden des Thirumal-Höhlentempels befinden sich Malereien mit den zehn Avataren von Thirumal. In Kunnandar Koil stammt ein Siva-Höhlentempel aus dem Jahr 775 n. Chr., aus der Herrschaftszeit von Nandhivarma Pallava. Ein mandapa in Form eines von Pferden gezogenen Wagens zieht dort ebenfalls Besucher an.
Für weitere historische Akzente sorgen das Thirumayam Fort und ein Felsentempel an seinem Hügel. Das Fort wurde 1687 von Sethupathy Vijaya Ragunatha Thevar aus Ramanathapuram erbaut. Am Fuß des Hügels, neben dem Fort, befindet sich ein in den Fels gehauener Siva-Tempel. In Avudaiyarkoil enthält der Athmanatha-Samy-Tempel lebensgroße Skulpturen.
Religiöse Stätten und besondere Besuchsorte
In Sittannavasal steht ein Jain-Tempel aus dem 2. Jahrhundert mit Mahavir-Statuen auf beiden Seiten der Wand. Er gilt als Meditationshalle beziehungsweise Arivar-Tempel. Der Ortsname Chithannavasal begegnet ebenfalls im Zusammenhang mit einem Jain-Höhlentempel: In seiner Nähe gibt es einen Miniaturstatuenpark, einen Kinderpark, einen Springbrunnen mit Tanzwasserspiel und einen Bootsanleger. Damit verbindet die Umgebung des Höhlentempels verschiedene Arten von Besuchsorten, ohne dass die religiöse Stätte selbst mit diesen Anlagen gleichzusetzen ist.
In Narthamalai gehört Vijayalaya Choleeswaram zu den Hauptattraktionen. Der Muthu-Mariamman-Tempel zieht viele Besucher an; auch eine Mullaipari-Prozession ist dort in Narthamalai eine anziehende Veranstaltung. Kodumbaloor bietet einen anderen Zugang zur Geschichte: Der Ort wird im tamilischen Epos Silappathigaram erwähnt, und die erhaltenen Bauwerke von Muvar Koil sowie des Mujukundeeswarer-Tempels ziehen Besucher an. Literarische Überlieferung und erhaltene Architektur stehen hier nebeneinander.
Feste, Landschaft und regionale Orientierung
In Viralimalai befindet sich auf der Spitze eines Hügels ein kleiner Tempel, der Lord Subramania geweiht ist. Grüne Plantagen und umherstreifende Pfauen zählen zu den zusätzlichen Attraktionen des Tempels. Auch der Festkalender spielt für den Ort eine Rolle: Als wichtige Feste werden Chithira Pournami, Vaigasi Visagam, Teppa Thiruvizha, Kandasasti und Panguni Uttiram gefeiert. In Kattubhava Pallivasal findet jährlich ein Urs-Fest statt. Die genannten Orte bieten damit unterschiedliche religiöse und kulturelle Anknüpfungspunkte für die Reiseplanung.
Ein weiteres konkretes Ausstellungsstück erwartet Sie im Pudukkottai Museum: Dort wird ein etwa 20 Millionen Jahre altes Pflanzenfossil gezeigt, das in Narimedu bei Pudukkottai gefunden wurde. Für die Orientierung bei Chithannavasal gilt: Der Ort liegt an der Straße zwischen Annavasal und Pudukkottai; der Bahnhof von Pudukkottai ist 18 km entfernt.
Weitere Reiseziele entdecken: Aranthangi, Ponnamaravathi, Punniavasal, Alangudi, Tiruchirappalli, Perambalur, Vellore, Villupuram.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tamil Nadu.