Vellore zwischen Fort, Tempeln und Natur
Unterkünfte in Vellore
Vellore lässt sich über unterschiedliche Schwerpunkte entdecken: ein Granitfort mit mehreren Museen, Tempelarchitektur vom Höhlentempel bis zur aufwendig gearbeiteten Goldverkleidung und Naturziele mit Wald, Wasser und saisonalen Wasserfällen. Für Ihre Planung lohnt es sich, diese Themen auseinanderzuhalten: Im Fort treffen Architektur und Geschichte aufeinander; Tempel, Wissenschaftszentrum und Landschaft eröffnen jeweils andere Perspektiven auf Vellore.
Vellore Fort: Granitbau und Geschichte
Das rechteckige Vellore Fort wurde zwischen 1526 und 1595 von Bommu Nayakar und seinem Bruder errichtet. Sein Umfang beträgt 3 km; vollständig erbaut wurde es aus massivem, behauenem Granit. Auch die Ereignisgeschichte gehört zum Ort: 1806 brach im Fort der erste Aufstand gegen die Briten in Indien aus, der als Sippoy Kalagam bezeichnet wird. Bauform, Material und historische Bedeutung geben dem Fort mehrere Seiten, die sich beim Blick auf die Anlage gemeinsam erschließen.
Auf dem Gelände des historischen Forts befindet sich das Government Museum Vellore. Seine Artefakte haben kunsthistorische, archäologische, anthropologische, geologische, botanische und zoologische Bedeutung; das Museum verfügt über acht Galerien. Damit stehen hier verschiedene Wissensgebiete nebeneinander, von Kunst und Archäologie bis zu Naturkunde. Das Archaeological Survey of India Museum befindet sich in den Badhusha Mahal und Begum Mahal des Forts – also in zwei benannten Palastgebäuden innerhalb der Anlage.
Tempelkunst und Bauformen
Beim Golden Temple - Sripuram verbindet sich die Größe des Geländes mit einem präzise beschriebenen Kunsthandwerk: Der Tempel liegt auf einem 100 Acres großen Gelände und besitzt eine 1.500 kg schwere Goldverkleidung. Auf Tempelkunst mit Gold spezialisierte Kunsthandwerker gestalteten sie aufwendig. Jedes Detail wurde von Hand gefertigt: Goldbarren wurden zu Goldfolien verarbeitet, die anschließend auf Kupfer angebracht wurden.
Andere Tempel setzen architektonisch eigene Akzente. Der Vallimalai Murugan Temple ist ein aus dem Fels gehauener Höhlentempel auf einem kleinen Hügel; 444 Stufen führen hinauf. Der Vilvatheeswarar Temple besitzt einen fünfgeschossigen Rajagopuram und einen dreigeschossigen Schrein. Am Margabandeeshwarar Temple ist der Tempelturm etwa 110 Fuß hoch. Dort gibt es außerdem eine Sonnenuhr, die die Zeit anzeigt. Diese Angaben eröffnen unterschiedliche Blickwinkel auf Tempelarchitektur, vom in den Fels gearbeiteten Raum bis zu Turm, Schrein und Sonnenuhr.
In Melpadi erzählen Steininschriften die Geschichte von Rajaraja-I, Rajaraja-II, Koperunsingan, den Sambuvarayargal und den Königen von Vijaya Nagar. Auch die Bau- und Bildhauerkunst ist dort Thema: Arinjaya Choleeshwaran ist ein Pallipadai-Tempel, der über dem Friedhof von Arinjaya Cholan errichtet wurde. Die Statuen der Sieben Mütter und weitere Statuen des Somanathar-Tempels gelten als Beispiele für die in Melpadi anzutreffende Bildhauerkunst. Das Gangai Amman Sirasu Festival findet in Gudiyatham statt und zählt zu den bedeutenden Festen des Distrikts Vellore.
Wissenschaft und Natur als weitere Themen
Das Dr. Kalaignar Karunanidhi District Science Centre bietet einen anderen Zugang als die historischen Orte. Zu seinen vier Galerien gehören die Invention Gallery, Physical Science Gallery, Environment Gallery und Industrial Gallery. Die 3D Science Hall bietet Erlebnisse zu Astronomie, Raumfahrt, Medizin, Genetik, Raumschiffen und 3D-Wissenschaftsfilmen. Ein kleines Planetarium ist für Schülergruppen und die allgemeine Öffentlichkeit vorgesehen; dort kann ein Weltraumfilm angesehen werden.
Auch die Naturziele unterscheiden sich in ihrem Schwerpunkt. Die Amirthi Forests sind reich an Flora und Fauna; ein Teil des Dschungels wurde als Wildschutzgebiet entwickelt. Im Amirthi Zoological Park führt ein 1 km langer Trek zu einem Aussichtspunkt mit vollständigem Blick auf saisonale Wasserfälle.
Der Morthana Dam bietet dazu eine andere Landschaftsperspektive: Er ist etwa 30 Fuß tief und bedeckt eine Fläche von 100 Hektar. Während der Monsunzeit gelangt Regenwasser aus den Wäldern von Karnataka und Andhra durch den Koundiya River in den Damm. So lässt sich das Bauwerk auch im Zusammenhang mit dem saisonalen Wasserlauf betrachten. Für die Bahnorientierung in Vellore ist Katpadi Junction der wichtigste Eisenbahnknotenpunkt.
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