Sichuan: Pandalandschaften, Tempel und Chengdus Küche
Unterkünfte in Sichuan
Blau, grün und purpur gefärbte Seen geben dem Jiuzhaigou Valley Scenic and Historic Interest Area einen besonderen Naturakzent. Tümpel und Seen, Wasserfälle, Kalksteinterrassen und Höhlen prägen das Gebiet ebenso wie alte Naturwälder. Sie bieten bedrohten Pflanzen- und Tierarten Lebensraum, darunter Großen Pandas und Takinen. Ein 70 Kilometer langer ökologischer Steg gehört ebenfalls zur Ausstattung des Parks. Auch die Organisation der Besichtigungsfahrten ist Teil der Besuchergeschichte: Ein Busunternehmen wurde eingerichtet, um Verkehrsstaus und die Luftverschmutzung durch Fahrzeugemissionen zu verringern.
Landschaften und Artenvielfalt
Huanglong setzt andere Akzente: Sinterterrassen-Seen und Wasserfälle treffen dort auf Wälder, Berglandschaften, Kalksteinformationen und heiße Quellen. Huanglong umfasst außerdem die östlichsten Gletscher Chinas und bietet Großen Pandas sowie Sichuan-Stumpfnasenaffen Lebensraum. Im Vergleich dazu fallen in Jiuzhaigou besonders die farbigen Seen und die Verbindung von Wasserfällen, Terrassen und Höhlen ins Auge. Die Sichuan Giant Panda Sanctuaries wiederum stehen für eine großräumige Vielfalt: Sie umfassen mehr als 30 Prozent der weltweiten Population der Großen Pandas. Zu den dort vorkommenden Arten zählen auch Rote Pandas, Schneeleoparden und Nebelparder; erfasst wurden 5.000 bis 6.000 Pflanzenarten.
Damit zeigt sich Natur in Sichuan nicht nur über eindrucksvolle Landschaftsformen, sondern auch über Lebensräume und Artenreichtum. Wenn Sie für Ihre Reise einen Schwerpunkt setzen möchten, bieten die farbigen Seen und Wasserfälle, die Berg- und Kalksteinlandschaften sowie die Panda-Schutzgebiete unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Die Landschaften unterscheiden sich von Ort zu Ort; die Sichuan Giant Panda Sanctuaries zeichnen sich zugleich durch ihre Arten- und Pflanzenvielfalt aus.
Tempel, Skulpturen und Geschichte
Auf dem Gipfel des Mount Emei wurde im 1. Jahrhundert n. Chr. der erste buddhistische Tempel Chinas errichtet. Heute prägen mehr als 30 Tempel den Berg, darunter zehn große und sehr alte Tempel. Zugleich wurden dort etwa 3.200 Pflanzenarten erfasst. Religiöse Geschichte und botanische Vielfalt gehören somit zu zwei unterschiedlichen Seiten dieses Ortes.
Der Mount Qingcheng verbindet Daoismus und Architekturgeschichte. Er gilt als der Ort, an dem Zhang Ling im Jahr 142 n. Chr. die Lehre des chinesischen Daoismus begründete. Elf bedeutende daoistische Tempel spiegeln die traditionelle Architektur West-Sichuans wider. Auf dem Berg können Sie durch stille Wälder zu Tempeln wandern, die in nebelverhangenen Berggipfeln liegen. Wer sich besonders für die Verbindung von Wanderung und religiösem Erbe interessiert, findet hier einen konkreten Gegensatz zu den großen Tempelanlagen des Mount Emei.
Eine andere Form des Kulturerbes ist der Leshan Giant Buddha. Im 8. Jahrhundert wurde er aus dem Hang des Xijuo Peak gemeißelt; sein Blick richtet sich auf den Zusammenfluss von Minjiang, Dadu und Qingyi. Die Skulptur und die Flusslandschaft sind dadurch in einer markanten räumlichen Beziehung verbunden. Bei Sanxingdui liegt der Schwerpunkt dagegen auf der Bronzezeit: Die Stätte befindet sich im westlichen Vorort der Stadt Guanghan in Sichuan und wurde seit etwa 1800 v. Chr. zu einem kulturellen Zentrum im Sichuan-Becken.
Auch das Bewässerungssystem von Dujiangyan zeigt, wie Geschichte in einer fortdauernden Funktion weiterlebt. Es wurde ursprünglich um 256 v. Chr. errichtet, erfüllt seine Funktion bis heute vollständig und bewässert heute 668.700 Hektar Ackerland. Das Panda Valley Rewilding Centre setzt einen anderen Akzent im Naturthema: Zu seinen Aufgaben zählen Auswilderungstrainings, die Auswilderung sowie die Zucht von Großen Pandas und anderen gefährdeten seltenen Wildtieren.
Chengdu und die Sichuan-Küche
Chengdu ist die Wiege und das Zentrum der Sichuan-Küche. Ihre besondere Charakterisierung liegt in der kunstvollen Verbindung süßer, saurer, bitterer, scharfer und salziger Aromen. Das bietet einen weiteren Reiseanlass neben Landschaft und Kulturerbe: In Chengdu steht die kulinarische Tradition im Vordergrund, während die genannten Berg- und Kulturorte andere Interessen bedienen.
Für die Auswahl eines Hotelaufenthalts in Sichuan kann es helfen, zuerst den Schwerpunkt Ihrer Reise zu bestimmen: Natur und Artenvielfalt, Tempel und Religionsgeschichte, historische Ingenieurskunst oder Chengdus Küche. So lässt sich die Suche an den Erlebnissen ausrichten, die für Ihre Planung am wichtigsten sind.
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