Changping: Wasser- und Kanalerbe im regionalen Umfeld
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Im weiteren regionalen Umfeld von Changping erzählt die Verbindung von Baifu-Quelle, Großem Kanal und mehreren Tempel- und Parkanlagen von Wasserbau, Getreidetransport und Erinnerungskultur. Die Baifu-Quelle war während der Yuan-Zeit die Quelle des Großen Kanals zwischen Beijing und Hangzhou und speiste den Tonghui-Flussabschnitt. Für eine Reise mit kulturgeschichtlichem Schwerpunkt bietet dieses Thema eine konkrete Orientierung: Sie können sich besonders für die Geschichte des Wasserbaus, für Tempelkunst oder für die Gestaltung der Parklandschaft interessieren.
Baifu-Quelle und Großer Kanal
Die Ruinen der Baifu-Quelle wurden 2013 als nationales Schwerpunkt-Kulturdenkmal eingestuft. Sie gehören zu einem Wasserzuführungsprojekt, das während der Yuan-Zeit der Schifffahrt zur Hauptstadt Dadu diente. Damit stehen an diesem Ort technische Geschichte und die Nutzung des Wassers für den Transport in engem Zusammenhang. Der Grand Canal Source Ruins Park bewahrt die Erinnerung an die Wasserzuführung für den Getreidetransport am nördlichen Ende des Großen Kanals während der Yuan-Zeit.
Zum Park gehören mehrere benannte Knotenpunkte: „运河源“ (Kanalursprung), „引水台“ (Wasserzuführungsplattform), „聆泉处“ (Ort zum Lauschen auf die Quelle) und „读泉圃“ (Quell-Lesegarten). Auch die historische Szenerie „龙泉漱玉“ wurde im Park nachgebildet. Die Namen und Gestaltung greifen das Thema des Kanalanfangs und der Wasserzuführung auf und geben der Anlage einen eigenen erzählerischen Schwerpunkt.
Tempel, Inschriften und Wandmalereien
Der Dulongwang-Tempel wurde in der mittleren Yuan-Zeit auf dem Longshan errichtet, um die Wasserquelle zu sichern und den Getreidetransport zu stabilisieren. Er gilt als Beijings einziger kaiserlich errichteter Drachenkönig-Tempel, dessen Name mit dem Zeichen „都“ beginnt. Hinter dem Tempel stehen eine Stele mit der Bezeichnung „龙泉岛“ sowie sechs Gedenkstelen aus der Ming- und Qing-Zeit. Sie berichten von Tempelreparaturen und Regengebeten.
Auch die Wandmalereien des Dulongwang-Tempels nehmen das Thema Wasser auf: Sie zeigen Menschen, die während einer Dürre bei ausgetrockneten Brunnen nach Wasser suchen. Ihre Entstehungszeit wird ungefähr vom Ende der Qing-Dynastie bis zum Beginn der Republik China datiert; die Malereien wurden restauriert. Wer sich für die religiöse und kulturelle Deutung von Wasser interessiert, findet hier einen anderen Zugang als bei den technischen Zusammenhängen des Kanals.
Der Longquan Chan Tempel wurde in den 1980er-Jahren am früheren Standort wiederaufgebaut, wobei die ursprüngliche Anlage und Bauordnung beibehalten wurden. Bei einer Restaurierung wurden der Vordere Saal, der Hauptsaal und die nördlichen und südlichen Seitensäle instand gesetzt. Die 2024 vorgestellte Ausstellung zur historischen Kultur des Großen Kanals umfasst drei Haupträume. Sie vermittelt die Geschichte von Guo Shoujings Wasserzuführung für den Getreidetransport mit interaktiven Frage-und-Antwort-Elementen, holografischen Projektionen und multimedialen interaktiven Bildschirmen. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Besuchsmöglichkeiten.
Wasser als Gestaltungselement
Der Kowloon Pool ist ein rechteckiges Becken, das Wasser der Baifu-Quelle sammelt. In die Beckenwand sind steinerne Drachen-Wasserausläufe eingelassen. Die Szenerie „龙泉漱玉“ stellt den Austritt von Wasser aus neun Drachenköpfen dar. So verbindet das Becken ein konkretes Landschaftsmerkmal mit dem übergreifenden Thema der Wasserführung, das auch den Grand Canal Source Ruins Park prägt.
Der Park wurde mit dem Riverside Forest Park der Neustadt Changping zu einer von Bergen und Wasser geprägten räumlichen Anlage verbunden. Für den Grand Canal Source Ruins Park ist eine Gesamtplanungsfläche von 63,16 Hektar vorgesehen. Die erste Bauphase umfasste 11,6 Hektar und war im April 2023 in Betrieb. Wenn Sie einen Besuch einplanen, prüfen Sie die aktuellen Besuchsmöglichkeiten vorab. So bleibt bei der Reiseplanung der Unterschied zwischen der überlieferten Geschichte der Anlagen und dem jeweiligen heutigen Besuchsangebot im Blick.
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