Chaoyang: Pagoden, Geschichte und Natur
Unterkünfte in Chaoyang
Chaoyang verbindet ein reiches historisches Erbe mit Kulturstätten und Landschaften im näheren Umfeld. Die Pagoden, Museen und Zeugnisse verschiedener Epochen geben der Region unterschiedliche historische Perspektiven; am Phoenix Mountain und am Daling-Fluss prägen Natur und Landschaft das Bild. Für Ihre Reiseplanung lohnt es sich, diese Themen auseinanderzuhalten: Manche Sehenswürdigkeiten liegen in der zugehörigen Gemeinde, andere im näheren Umfeld oder im übergeordneten Reisegebiet.
Pagoden und historische Spuren
In der zugehörigen Gemeinde steht die Nordpagode von Chaoyang, eine 42,6 Meter hohe Ziegelpagode mit dreizehn Geschossen. Eng gestaffelte Dachvorsprünge und Ziegelreliefs prägen ihren Hauptbaukörper. Errichtet wurde sie um 485 n. Chr. auf dem Gelände des ehemaligen Palasts von Longcheng aus der Sanyan-Zeit. Ihre Architektur macht die Pagode zu einem anschaulichen Bezugspunkt für die Baugeschichte der Region.
Im näheren Umfeld des Reiseziels liegt die Südpagode von Chaoyang. Die quadratische, innen hohle Ziegelpagode stammt aus der Liao-Zeit, ist nach Süden ausgerichtet und hat dreizehn eng gestaffelte Dachgeschosse. Sie ist als provinziell anerkanntes Kulturdenkmal eingestuft. Ihre Geschichte reicht über das Bauwerk hinaus: Im Oktober 2004 wurde bei Arbeiten an unterirdischen Leitungen in ihrer Nähe eine Grabkammer aus der Liao-Zeit entdeckt. Sie enthielt buddhistische Reliquien und weitere buddhistische Artefakte.
Ebenfalls im näheren Umfeld befindet sich der Youshun-Tempel. Sein Bau begann 1699; acht Jahre später war er fertiggestellt. Am 25. Mai 2006 wurde er als Bauwerk aus der Qing-Zeit in die sechste Gruppe der national bedeutenden Kulturdenkmäler Chinas aufgenommen. Die Nord- und Südpagode stehen für unterschiedliche architektonische Formen; der Tempel ergänzt diesen historischen Blick um ein Bauwerk aus einer späteren Epoche.
Altstadt, Museen und Kulturorte
In der zugehörigen Gemeinde liegt die Altstadt von Chaoyang im zentralen Bereich des Stadtbezirks Shuangta. Sie ist ein provinziell anerkanntes historisches und kulturelles Viertel. Ihre Entstehung wird in die Zeit des Früheren Yan während der Östlichen Jin- und der Sechzehn-Reiche-Zeit eingeordnet. Der geschützte Kernbereich umfasst 28,89 Hektar. Damit lässt sich die Altstadt als eigener Schwerpunkt neben den einzelnen Pagoden betrachten.
Die Murong-Straße, früher Shuangta Ancient Street genannt, verbindet die Süd- und Nordpagode mit dem Youshun-Tempel, dem Guandi-Tempel und den Ruinen der Stadtmauer von Yandu. Sie ist ein Kultur- und Tourismuszentrum von Chaoyang; dort gehören Ausstellungen, Austausch und Verkauf zu den beschriebenen Funktionen. Für die Einordnung der Kulturorte ist die Straße also nicht nur ein Name, sondern verbindet mehrere benannte Sehenswürdigkeiten.
Das Nordpagoden-Museum von Chaoyang wurde im Dezember 1990 gegründet. Sein heutiges Gebäude entstand 2003 neu und wurde 2006 fertiggestellt; gestaltet ist es im Stil der Han- und Tang-Zeit. Die Dauerausstellung „古塔千秋展“ stützt sich auf mehr als 200 ausgewählte Fundstücke aus der Nordpagode und umliegenden Stätten. Sie behandelt Ursprung, Bauformen, Entwicklung und historische Bedeutung chinesischer Pagoden. Das Chaoyang Museum zeigt unter anderem Jadeobjekte der Hongshan-Kultur, zeremonielle Bronzegeräte aus der Shang- und Zhou-Zeit, Pferdegeschirr und Haarschmuck aus der Sanyan-Zeit, Tang-Sancai, Keramik der Liao-Khitan sowie Malerei aus der Ming- und Qing-Zeit. Zusammen geben die Sammlungen Einblicke in verschiedene Materialien und Epochen.
Natur und Landschaft im Umfeld
Im Gebiet der zugehörigen Gemeinde liegt das Tourismusgebiet Phoenix Mountain östlich des Stadtgebiets von Chaoyang und angrenzend an das zentrale Stadtgebiet. Es umfasst 67,84 Quadratkilometer und ist Nationaler Waldpark sowie Landschaftsgebiet der Kategorie AAAA. Natur- und Kulturgeschichte begegnen sich dort: Zum Gebiet gehören 27 archäologische Kulturstätten aus verschiedenen Epochen, darunter Stätten der Hongshan- und der Xiajiadian-Kultur, sowie 18 Kulturdenkmal-Sehenswürdigkeiten. Vom Fengguan bietet sich ein weiter Ausblick auf die Landschaft.
Auch die Pflanzenvielfalt ist Teil des Landschaftsbilds. Für das Tourismusgebiet wurden 790 Pflanzenarten erfasst: 763 Bedecktsamer, zwölf Nacktsamer und 15 Farnarten. Der Wald bedeckt 85 Prozent des Gebiets.
Im näheren Umfeld des Reiseziels zeigt sich eine andere Landschaft am aufgewerteten innerstädtischen Abschnitt des Daling-Flusses. Lange Uferdämme, dichter Bewuchs, gewundene Wege, weite Wasserflächen und zahlreiche Möwen prägen dort den Eindruck. Der Flussabschnitt setzt damit einen landschaftlichen Kontrast zu den Pagoden und Kulturstätten: Hier stehen Wasser und Ufervegetation im Vordergrund.
Anreise im übergeordneten Reisegebiet
Für die regionale Orientierung ist der Stadtbezirk Shuangta relevant. Dort verbinden Flughafen, Hochgeschwindigkeitsbahn sowie National- und Provinzstraßen die Region mit dem Umland. Direktflüge verbinden sie mit Shanghai. Mit dem Hochgeschwindigkeitszug dauert die Fahrt nach Shenyang 1,5 Stunden, nach Dalian zwei Stunden und nach Peking ebenfalls zwei Stunden. Der Bezirk ist ein Verkehrsknotenpunkt zwischen dem chinesischen Kernland, dem Nordosten und der Inneren Mongolei. Diese Angaben beziehen sich auf das übergeordnete Reisegebiet, nicht auf einzelne Sehenswürdigkeiten. Wenn Sie mit dem Zug weiterreisen, prüfen Sie vor der Abfahrt den aktuellen Fahrplan.
Weitere Reiseziele entdecken: Shenyang, Tianjin, Fushun, Anshan, Benxi, Fuxin, Huludao, Dandong.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Liaoning.