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Heilongjiang: Vulkane, Wälder und Winterlandschaften

Unterkünfte in Heilongjiang

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Wer Heilongjiang als Reiseziel auswählt, begegnet einer Region, deren Charakter stark von Natur- und Winterthemen geprägt ist. Das extrem kalte Klima und die kulturellen wie natürlichen Eis- und Schneelandschaften bilden eine herausragende Grundlage für den Wintertourismus. Zugleich eröffnen vulkanische Seen, Wälder, ausgedehnte Feuchtgebiete, Flusslandschaften und regionale Kultur unterschiedliche Zugänge zur Provinz. Für Ihre Reiseplanung können Sie zuerst entscheiden, ob Geologie, Tier- und Pflanzenwelt oder Geschichte den Schwerpunkt bilden soll.

Vulkanseen und geologische Landschaften

Im UNESCO Global Geopark Jingpohu können Sie auf dem Jingpo-See Floß fahren oder durch den Crater Forest Park wandern. Dort führt die Erkundung in einen Urwaldgürtel, der durch einen vulkanischen Einsturz entstanden ist. Der See ist Chinas größter alpiner Lavasee und entstand vor mehr als 10.000 Jahren durch Vulkanausbrüche. Floßfahrt und Wanderung bieten zwei verschiedene Perspektiven auf diese Landschaft: eine vom Wasser aus, die andere im Wald. Die Bedingungen für beide Aktivitäten können saisonal variieren. Am Jingpo-See gehören außerdem ein Festmahl mit verschiedenen Fischgerichten und die Spezialität „Ein Fisch, sechzehn Zubereitungen“ zu den bekannten kulinarischen Erlebnissen.

Das Landschaftsgebiet Wudalianchi verbindet mehrere vulkanische Formen auf großer Fläche: Es umfasst 1.060 Quadratkilometer, 14 Vulkane aus verschiedenen Eruptionsphasen und fünf perlenförmig aufgereihte vulkanische Barriere-Seen. Das Gebiet ist ein vielseitiges Ziel für Besichtigungen, Gesundheits- und Wellnessaufenthalte, Mineralquellenentwicklung und wissenschaftliche Erkundungen. Zu seinem Profil gehört natürliches kaltes Mineralquellwasser, dem eine besonders gute gesundheitsfördernde und therapeutische Wirkung zugeschrieben wird.

Wälder, Feuchtgebiete und Flusslandschaften

Heilongjiang besitzt Chinas größtes zusammenhängendes Waldgebiet, zu dem das Große und das Kleine Hinggan-Gebirge gehören, sowie Chinas größte zusammenhängende Feuchtgebietslandschaft. Im Landschaftsgebiet Tangwanghe Forest Sea Stone Forest kommen Wald- und Felslandschaft zusammen: Es umfasst 19.000 Hektar, die Walddeckung beträgt 99,8 Prozent. Dort gibt es mehr als 360 Wildtier- und Pflanzenarten sowie mehr als 800 Insekten- und Vogelarten.

Wer sich besonders für Vögel und Feuchtlandschaften interessiert, findet im Ökotourismusgebiet Zhalong einen eigenen Schwerpunkt. Es ist Chinas erstes spezialisiertes Gebiet für Vogelbeobachtung und für seine ursprüngliche Feuchtlandschaft sowie reichen Wasservogelbestände bekannt. Sun Island wiederum ist als Nationalpark für Feuchtgebiete ausgewiesen und Chinas derzeit größte städtische Ökozone am Flussufer. Zusammen mit den Flüssen Heilongjiang, Ussuri und Songhua sowie den Seen Xingkai, Jingpo, Lianhua und Wudalianchi gehören diese Orte zu den Fluss- und Seentourismusressourcen der Provinz.

Eine markante Flussform ist die Erste Bucht des Longjiang: eine Ω-förmige Biegung, die entsteht, wenn der Oberlauf des Heilongjiang den Abschnitt Hongqiling durchfließt. An der Ersten Bucht werden Übernachtungen in Holzhütten, Waldspaziergänge, Erholung am Heilongjiang und Ausflüge zum Sisuo-See angeboten. Das Landschaftsgebiet Arctic Village gehört administrativ zur Arctic Town von Mohe, liegt 77 Kilometer von Mohe entfernt und umfasst 16 Quadratkilometer. Es befindet sich am Südufer des Oberlaufs des Heilongjiang, am Nordfuß des Großen Hinggan; über den Fluss blickt man nach Russland.

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Architektur und lebendige Kulturtraditionen

Die russisch geprägte historische Stadt Hengdaohezi umfasst 256 russische Gebäude, darunter 104 geschützte Kulturerbebauten, und liegt im alten Ortskern von Hengdao in Heilongjiang. Einen anderen historischen Akzent setzt der Standort der Tang-zeitlichen Hauptstadt Shangjing Longquanfu des Bohai-Reiches, der sich ebenfalls in Heilongjiang befindet.

Auch mündliche und darstellende Traditionen gehören zur kulturellen Vielfalt der Provinz. Zandanren ist eine traditionelle Gesangsform der Oroqen, die mit dem Leben als Jäger verbunden ist und unter anderem in den Kreisen Huma und Tahe sowie im Gebiet Daxing’anling verbreitet ist. Imakan ist eine erzählende Bühnenkunst der Hezhen, die in den Hezhen-Siedlungsgebieten Heilongjiangs verbreitet ist. Sie besteht mindestens seit dem späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert und gilt als dringend schutzbedürftiges immaterielles Kulturerbe der UNESCO. Architektur, historische Stätten und diese Traditionen zeigen unterschiedliche Facetten regionaler Geschichte und Kultur.

Reiseideen und Wege

Für eine Reise, bei der die Strecke selbst zum Thema wird, steht der G331-Selbstfahrerkorridor im Tourismusplan Heilongjiangs für die Verbindung von Grenz- und grenzüberschreitendem Tourismus mit Flussufer-, Feuchtgebiets- und Seentourismus. Der Plan sieht außerdem ein landesweites Wegenetz für Wandern und Trekking, Netze für Straßenradrouten sowie touristische Mountainbike-Routen mit Verhaltensregeln vor. So reicht die Bandbreite der beschriebenen Reiseinteressen von Wasser- und Waldlandschaften bis zu geplanten Wander- und Radrouten.

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