Addis Ababa: Kathedrale, Museen und Kulturgeschichte
Unterkünfte in Addis Ababa
Addis Ababa lässt sich über sehr unterschiedliche kulturelle Themen erschließen: sakrale Architektur, Porträts aus den frühen Jahren der Hauptstadt, paläontologische Funde und islamische Schriften. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich damit eine Auswahl zwischen Baugeschichte, Stadtgeschichte und Sammlungen mit einem weiter gefassten zeitlichen Horizont. Unity Park ergänzt diese Themen um einen Ort mit eigenem Park- und Tierweltprofil.
Sakrale Architektur und Stadtgeschichte
Die Arada Giyorgis Cathedral ist eine oktogonale orthodoxe Kathedrale mit Belle-Époque-Architektur. Italienische Gefangene erbauten sie 1896. Außerdem beherbergt sie eine Reliquie des heiligen Georg, die zum Schlachtfeld gebracht worden war. Bauform, Stil und Entstehungsgeschichte setzen unterschiedliche Akzente: Die Kathedrale lässt sich sowohl über ihre Architektur als auch über ihre Geschichte und die mit einem Schlachtfeld verbundene Reliquie einordnen.
Museen mit unterschiedlichen Sammlungen
Das Addis Ababa Museum zeigt Porträts von Kaiserin Taitu, Lij Iyasu und Kaiserin Zewditu sowie Bilder aus den frühen Jahren der Hauptstadt. Einzelne Persönlichkeiten stehen damit neben einer visuellen Perspektive auf die Stadtgeschichte. Das National Museum of Ethiopia beherbergt das 3,2 Millionen Jahre alte Skelett Lucy sowie paläontologische, historische und kulturelle Artefakte. Sein Sammlungsprofil reicht so von einem konkreten Fund bis zu weiteren Zeugnissen der Vergangenheit.
Im Stadtteil Mechanisa im Zentrum von Addis Ababa umfasst das Bilalul Habeshi Museum eine Sammlung architektonischer Werke aus Moscheen und historischen muslimischen Gräbern. Ein eigener Saal ist den ältesten Manuskripten und islamischen Schriften Äthiopiens gewidmet. Architektur und Schriftkultur bilden hier zwei unterschiedliche Zugänge zum muslimischen Kulturerbe.
Unity Park
Unity Park wurde am 10. Oktober 2019 offiziell eingeweiht und für die Öffentlichkeit eröffnet. Zum Parkkonzept gehören ein Zoo mit Erdmännchen, Pfauen, Geparden, weißen Löwen, Wildhunden und Blutbrustpavianen sowie eine Voliere und eine Safari. Diese Kombination unterscheidet den Park thematisch von den auf Sammlungen und Baugeschichte ausgerichteten Kulturorten. Für Ihre konkrete Planung prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Besuchsinformationen zu den Attraktionen.
Äthiopien: Landschaften und Kulturerbe
Im übergeordneten Reiseziel Äthiopien kommen eigenständige Landschafts- und Kulturthemen hinzu. Die Konso Cultural Landscape weist ausgedehnte Trockenstein-Terrassen auf: Sie schützen den Boden vor Erosion, halten Wasser zurück und bilden landwirtschaftlich genutzte Terrassenfelder. In der Gedeo Cultural Landscape spenden ausgewachsene Bäume Enset, Kaffee und weiteren Nahrungspflanzen Schutz. Beide Beispiele veranschaulichen unterschiedliche Formen, in denen Landschaft und landwirtschaftliche Nutzung zusammenwirken.
Auch die Gebirgslandschaften setzen eigene Schwerpunkte. Der Bale Mountains National Park umfasst Afrikas größte Fläche afroalpiner Lebensräume oberhalb von 3.000 Metern sowie zahlreiche Gletscherseen, Feuchtgebiete und Moorlandschaften. An den Südhängen des Bale-Gebirges geht die Landschaft in den Harenna Forest über, den zweitgrößten feuchten Tropenwald Äthiopiens; er umfasst auch Bereiche mit Nebelwald. Der Simien-Nationalpark wiederum ist von zerklüfteten Berggipfeln, tiefen Tälern und steilen Abgründen mit Höhenunterschieden von etwa 1.500 Metern geprägt. Dort leben Walia-Steinböcke, Dschelada-Paviane und Äthiopische Wölfe.
Weitere Reiseziele entdecken: North Shewa, Kitime, Tigray, Dire Dawa, Harari, Oromia, Benishangul-Gumuz, Southern Nations, Nationalities, and People's Region.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Äthiopien.