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Esh Shatt – Gedenkfriedhof und Geschichte des Exils

Unterkünfte in Esh Shatt

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Esh Shatt ist vor allem mit der Geschichte des kroatischen Gedenkfriedhofs El Shatt und der Flüchtlingslager von El Shatt verbunden. Der Friedhof liegt im Gebiet El Shatt abseits der Küste des Roten Meeres. Zugleich reicht die Ortsgeschichte über die Lagerzeit hinaus: Historisch gilt Ash Shatt als kleines Dorf am Ufer des Kanals gegenüber von Suez; der Ort entstand nach der Eröffnung des Suezkanals. Die Erinnerungsstätte und die Entwicklung am Kanal markieren zwei unterschiedliche historische Blickwinkel auf Esh Shatt.

Der Gedenkfriedhof von El Shatt

Auf dem kroatischen Gedenkfriedhof liegen die sterblichen Überreste von 856 Menschen, die während des Exils in El Shatt starben. Nach dem Krieg blieb in El Shatt ein fünfzackiger, sternförmiger Friedhof zurück, der von einer Statue einer trauernden Mutter überragt wurde. Am Fuß des neun Meter hohen Denkmals „Majka Dalmatinka“ steht auf dem kroatischen Gedenkfriedhof ein Denkmalensemble. So lässt sich der Gedenkort sowohl über die dort ruhenden Menschen als auch über seine sternförmige Anlage und das Denkmalensemble einordnen.

Flüchtlingslager und Ortsgeschichte

Von Anfang 1944 bis 1946 hielten sich in den Flüchtlingslagern von El Shatt mehr als 25.000 Flüchtlinge aus Jugoslawien auf. Die meisten stammten von der dalmatinischen Küste und den dalmatinischen Inseln. Die beiden Zahlen der Ortsgeschichte haben unterschiedliche Bezugspunkte: Mehr als 25.000 Menschen hielten sich in den Lagern auf; die 856 beziehen sich auf Menschen, die während des Exils starben und heute auf dem Friedhof liegen. So stehen der Umfang des Lageraufenthalts und das Gedenken an die Toten nebeneinander.

Der Lagerkomplex lag auf Wüstensand am Ufer des Suezkanals. Gemeinsam betrieben wurde er vom britischen Militär, jugoslawischen Partisanen und internationalen humanitären Organisationen. Nach der Schließung des Flüchtlingslagers wurde El Shatt von Beginn an als Erinnerungsort bewahrt. Die Lagerjahre und die anschließende Bewahrung als Erinnerungsort bilden damit zwei aufeinanderfolgende Abschnitte der Geschichte.

Auch die Ortsgeschichte umfasst weitere historische Funktionen. In Ash Shatt wurde eine maritime Quarantänestation für Passagiere infizierter Schiffe errichtet, die in Suez hielten. 1906 wurden dort ein Polizeizentrum und ein Rasthaus für reisende Beamte der Provinzverwaltung errichtet. Zusammen mit der Entstehung Ash Shatts nach der Eröffnung des Suezkanals ergänzen diese Einrichtungen die Lagergeschichte um Siedlungs-, Verwaltungs- und Schifffahrtsbezüge.

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Suez: Museum und Stadtgeschichte

Das Nationalmuseum von Suez widmet sich der Geschichte des Suezkanals, der das Rote Meer mit dem Mittelmeer verbindet, sowie der Stadtgeschichte von der Vorgeschichte bis in die Neuzeit. Zu seinen Themen gehören Bergbau, Schiffbau, Ägyptens Handelsbeziehungen und die historische Rolle von Suez für die Pilgerfahrt nach Mekka. Suez war Ausgangspunkt der ägyptischen Pilgerkarawane in den Hedschas und eine wichtige Station auf der Pilgerroute zwischen Ägypten, Nordafrika und dem Hedschas. Damit bietet das Museum einen eigenen Blick auf Kanal-, Stadt- und Pilgergeschichte.

Zu den Museumsobjekten gehört eine Stele des persischen Königs Dareios I., die mit einem Kanal zwischen dem Nil und dem Roten Meer verbunden ist. Im Museumsgarten steht eine moderne Nachbildung eines Schiffs aus der Regierungszeit von Hatschepsut im Neuen Reich. Das Museum umfasst außerdem eine Bibliothek und ein Aktivitätszentrum, in dem verschiedene Bildungsprogramme und Veranstaltungen stattfinden. Vor einem geplanten Besuch lohnt es sich, die aktuellen Programminformationen zu prüfen.

Weitere Reiseziele entdecken: Adabiya, Nû, El-Hafair, Suez.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Suez.