Al-Buhaira: Rosettas Baukunst und Wadi al-Natrun
Unterkünfte in Al-Buhaira
Al-Buhaira lässt sich über zwei unterschiedliche Schwerpunkte kennenlernen: Rosettas Bau- und Stadtgeschichte sowie die Klöster und Landschaft von Wadi al-Natrun. In Rosetta wurde der Rosetta-Stein entdeckt; zugleich gilt die Stadt als berühmteste Stadt Beheiras. Wadi al-Natrun verbindet alte Klostergründungen mit einer markanten Senkenlandschaft. Auch Beheiras Rolle als Station auf der Route der Reise der Heiligen Familie nach Ägypten gibt der Region einen religiös-kulturellen Bezug.
Rosetta: Moschee, Zitadelle und Museum
Die Zaghlul-Moschee ist die älteste und größte Moschee Rosettas. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaut. Ihr Dach ist mit 50 Kuppeln bedeckt, die Hallen enthalten 300 Säulen. Die beiden Zahlen geben einen konkreten Eindruck von der Anlage: Kuppeln prägen ihre Dachansicht, während die Säulen zu den Merkmalen der Innenräume gehören.
Ein weiteres historisches Bauwerk ist die Qayitbay Citadel in Rosetta. Sie wurde 1479 fertiggestellt und nach dem Vorbild der Qayitbay Citadel in Alexandria gestaltet. Der Vergleich verweist auf ein gemeinsames architektonisches Vorbild, ohne die beiden Zitadellen gleichzusetzen. Wer sich für die Baugeschichte Rosettas interessiert, findet hier einen anderen zeitlichen und gestalterischen Bezugspunkt als bei der Moschee.
Im historischen Arab Killi Hussein House befindet sich das Rashid National Museum, im Herzen Rosettas. So stehen Museum und historisches Gebäude in unmittelbarem Zusammenhang. Ein weiterer Blick in die Baugeschichte führt zum Abu Shaheen House: In seinem Erdgeschoss befindet sich die rekonstruierte Abu Shaheen Mill, eine Drehmühle, die nicht mehr in Gebrauch ist.
Klöster in Wadi al-Natrun
Die Gründungsgeschichte der Klöster lässt sich anhand der überlieferten Jahrhunderte unterscheiden. Die Ursprünge des Saint Macarius Monastery und des Saint Bishoy Monastery in Wadi al-Natrun reichen bis ins 4. Jahrhundert zurück. Das Monastery of al-Baramus und das Monastery of the Syrian wurden im 6. Jahrhundert gegründet. Damit umfasst der Blick auf Wadi al-Natrun verschiedene historische Anfänge, statt nur eine einzige Gründungszeit zu nennen.
Auch die Bauweise und die enthaltenen Gegenstände setzen eigene Akzente: Die Kirchen des Monastery of the Syrians wurden im Basilikastil erbaut; das Kloster enthält zahlreiche Artefakte und historische Schätze. Der Keep, auch Al-Qasr genannt, ist der älteste Turm in Wadi al-Natrun. Im Saint Bishoy Monastery führt der Well of the Martyrs weiterhin Süßwasser. Zusammen zeigen diese Details unterschiedliche Seiten des Klostergebiets: Architektur, historische Gegenstände und ein benanntes Bauwerk mit einer fortbestehenden Wasserquelle.
Senke, Seen und Vogelwelt
Die schmale Senke Wadi El-Natroun liegt im Gouvernement Beheira in der Westlichen Wüste. In Wadi al-Natrun gibt es acht verschiedene Seen, die Natron produzieren. In der Mitte eines Salzwassersees sprudelt zudem eine Süßwasserquelle. Die Seen und die Quelle bilden unterschiedliche Bestandteile der beschriebenen Landschaft; sie sind nicht dasselbe Gewässermerkmal.
Auch die Vogelwelt gehört zum Naturthema der Region: Wadi al-Natrun zählt zu den 34 Important Bird Areas Ägyptens. Seine bedeutenden Vogelbestände gelten als Anziehungspunkt für den Ökotourismus. Das macht die Landschaft neben den Klöstern zu einem eigenen Schwerpunkt für Reisende, die sich für Natur interessieren.
Den Aufenthalt nach dem Reiseschwerpunkt planen
Für die Suche nach einem Hotel in Al-Buhaira können Sie zunächst überlegen, welcher Teil der Reise im Mittelpunkt stehen soll. Rosetta bündelt Moschee, Zitadelle, Museum und Mühle; Wadi al-Natrun steht für Klostergründungen, historische Baukunst und Naturmerkmale. Diese Schwerpunkte unterscheiden sich in ihren Themen und lassen sich so als Orientierung für die Wahl des Reiseziels innerhalb der Region nutzen.
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