Tiszaigar – Kirchen und Baugeschichte
Unterkünfte in Tiszaigar
Wenn Sie ein Hotel in Tiszaigar suchen, bietet die örtliche Baugeschichte einen konkreten Schwerpunkt für die Wahl des Reiseziels. Zwei Kirchen stehen für unterschiedliche Epochen: die reformierte Kirche von 1786 und die römisch-katholische Kirche aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Im übergeordneten Reiseziel Jaß-Großkumanien-Sollnock ergänzen Rad- und Naturthemen den Blick auf die Region.
Kirchen und Baugeschichte in Tiszaigar
Die römisch-katholische Kirche in Tiszaigar steht unter Denkmalschutz und stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie ist ein einschiffiger Bau mit geschwungen geschlossenem Chor. Über dem Mittelrisalit der Ostfassade erhebt sich ein Turm; an der Südseite des Chors liegt eine Sakristei. An der Nordseite des Schiffs schließt ein tympanongiebeliger Anbau an, der den Zugang zu einer Krypta aufnimmt. Der Grundbesitzer Trásy János ließ die Kirche errichten.
Auch die Ausstattung eröffnet einen eigenen zeitlichen Blick: Zur römisch-katholischen Kirche gehören eine Kanzel aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und Altäre aus dessen zweiter Hälfte. Beide Ausstattungsdaten liegen damit vor der Entstehungszeit des Kirchenbaus. Die reformierte Kirche in Tiszaigar wurde 1786 neu erbaut. So lassen sich die beiden Kirchen anhand ihrer Baugeschichte unterscheiden: Die eine verweist auf das späte 18. Jahrhundert, die andere auf die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts und bewahrt zugleich ältere Ausstattungsstücke. Für Ihre Reiseplanung ist das ein klarer kultureller Schwerpunkt, ohne dass Sie den Ort auf eine einzelne Jahreszahl reduzieren müssen.
Radfahren und Natur im regionalen Kontext
Im übergeordneten Reiseziel Jaß-Großkumanien-Sollnock dient der Tisza-tó im nördlichen Teil von Jász-Nagykun-Szolnok als touristisches Zentrum. Der See und seine Umgebung gehören zu den herausragenden Gebieten für den Fahrradtourismus. Außerdem verläuft die internationale EuroVelo-II-Radroute entlang der Tisza durch das Komitat. Damit stehen im regionalen Blick neben der Baugeschichte Tiszaigars auch Radfahren und der Flussraum als eigene Themen zur Auswahl.
Ein weiterer Naturakzent im übergeordneten Reiseziel Jaß-Großkumanien-Sollnock ist das Tiszakürti Arboretum. Es hat landesweite botanische Bedeutung, beherbergt mehr als 1.000 Pflanzenarten und -sorten und dient zugleich als Rückzugsraum für die natürliche Flora und Fauna. Seit 2001 ist das Arboretum ein Naturschutzgebiet von landesweiter Bedeutung. Im Öregkert-Bereich gibt es ein 3,5 Kilometer langes, ausgeschildertes Wegenetz zum Spazierengehen. Die botanische Sammlung und die geschützte Landschaft setzen damit einen anderen Akzent als die Kirchen in Tiszaigar.
Kultur im übergeordneten Reiseziel
Auch das Kiss-Pál-Museum in Tiszafüred gehört zum übergeordneten Reiseziel Jaß-Großkumanien-Sollnock. Es zählt zu den ältesten ländlichen Museen Ungarns und ist in einem klassizistischen Herrenhaus untergebracht, das die Familie Lipcsey in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichten ließ. Zwei Dauerausstellungen behandeln die rund 7.000-jährige archäologische Vergangenheit von Tiszafüred und volkskundliche Stücke aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Prüfen Sie vor Ihrer Reise die Ausstellungsdetails. Zum Museum gehört außerdem das Nyúzó-Gáspár-Töpferhaus: Dort werden Zeugnisse des früher beliebten örtlichen Töpferhandwerks und die ursprüngliche Wohnumgebung gezeigt. Zusammen mit den Kirchen Tiszaigars bietet dieser regionale Kontext mehrere unterschiedliche kulturhistorische Schwerpunkte.
Weitere Reiseziele entdecken: Tomajmonostora, Tiszafüred, Tiszaszentimre, Kunhegyes, Tiszaderzs, Tiszaőrs, Abadszalok, Tiszaroff.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tiszafüredi.