Bő – Geschichte und Radfahren
Unterkünfte in Bő
Wer ein Hotel in Bő sucht, kann die Interessen für den Aufenthalt an mehreren Seiten des Ortes ausrichten. Bő verbindet einen klaren Radbezug mit einer langen Ortsgeschichte; kirchliche Zeugnisse und die Markttradition ergänzen die benannte Radverbindung als unterschiedliche thematische Zugänge.
Radfahren und Flusslandschaft
Bő ist Teil des Termál-Radtourenwegs; ein vollständig ausgebauter Radweg verbindet den Ort mit Bük und Bükfürdő. Die Radverbindung und die Répce stehen dabei für zwei unterschiedliche Ortsbezüge: Der Weg benennt einen konkreten Aktivitätsschwerpunkt, während der Fluss Bő unmittelbar umgibt und Besuchern eine angenehme Umgebung zur Erholung bietet.
Kirchengeschichte und mittelalterliche Spuren
Der Vorgänger der Szent-Imre-Kirche in Bő stand bereits um die Mitte des 13. Jahrhunderts. Bei der umfassenden archäologischen Untersuchung im Jahr 2008 wurden sechs Bauphasen festgestellt. Die 2010 abgeschlossene Renovierung machte die früheren Phasen vor Ort anschaulich. Die Zahl der Bauphasen lenkt den Blick nicht nur auf den mittelalterlichen Ursprung, sondern auch auf die Entwicklung des Bauwerks.
Eine weitere mittelalterliche Spur führt in die Rechtsgeschichte: Im 12. Jahrhundert gelangte Bő in den Besitz der Templer, die dort ein Konvent errichteten. Dieses fungierte als sogenannter „hiteles hely“ für Grundstücksgeschäfte. Damit hatte das Konvent neben seiner religiösen Rolle eine administrative Funktion in der Geschichte des Ortes.
Auch der Verkehr über die Region hat eine lange historische Dimension. Auf der Flussterrasse der Répce verlief seit alters her eine wichtige Fernstraße. In der Antike war sie zwischen Scarbantia (Sopron) und Savaria (Szombathely) an die römische Bernsteinstraße angeschlossen. Dieser historische Bezug gehört in eine andere Zeit als der heutige Radbezug Bős: Er erzählt von einer Fernstraße der Antike, nicht vom Termál-Radtourenweg.
Bős Markttradition
Für die Entwicklung zur Marktgemeinde sind mehrere Daten und Merkmale wichtig. 1499 gewährte König II. Ulászló Bő weitere Privilegien, darunter Zehnt- und Zollfreiheit sowie das Recht, Märkte abzuhalten. Dadurch wurde Bő zur Marktgemeinde. 1666 wurde die Berechtigung zur Abhaltung von Märkten bestätigt. In der Blütezeit der Stadt gab es jährlich vier landesweite Viehmärkte sowie Zünfte der Schuhmacher und Weber. Die Viehmärkte verweisen auf den überregionalen Handel, die Zünfte auf organisierte handwerkliche Berufe.
Religiöse Denkmäler im Ort
Zu den lokalen Denkmälern gehören mehrere religiöse Figuren, deren Standorte und Darstellungen sich unterscheiden. Am Köztársaság tér steht die Statue des Nepomuki Szent János in einer kapellenartigen Nische an der Straße zur Répce-Überquerung. Ebenfalls am Köztársaság tér zeigt die Statue der Fájdalmas Szűz die schmerzhafte Mutter mit dem im Schoß liegenden, am Kreuz gestorbenen Christus. Am Ende der Hunyadi utca steht Magyarország Nagyasszonya mit dem Jesuskind; die Statue wurde 1917 errichtet. Die Statue der Boldogasszony mit dem Jesuskind in der Széchenyi utca wurde 1913 errichtet. In der Petőfi utca zeigt das Feszület Jesus am Kreuz und darunter die schmerzhafte Mutter. Die unterschiedlichen Motive und Ortsangaben geben jeder Station einen eigenen Bezug innerhalb der religiösen Geschichte Bős.
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