Bükkösd: Schloss, Kirche und Ökopark
Unterkünfte in Bükkösd
Für die Wahl eines Aufenthalts in Bükkösd bieten sich drei unterschiedliche Themen an: Schlossgeschichte, die Ausstattung der römisch-katholischen Kirche und Naturbeobachtung im Ökopark. So können Sie den Schwerpunkt danach setzen, ob Sie sich eher für historische Zuschreibungen und bauliche Details oder für Tierbeobachtungen und die angebotenen Routen interessieren.
Schlossgeschichte mit unterschiedlichen Zuschreibungen
Das Petrovszky-, später Jeszenszky-Schloss in Bükkösd wurde von Fischer von Erlach entworfen. Umstritten ist, wer den Bau in Auftrag gab. Einer Darstellung zufolge ließ Zsigmond Petrovszky das Schloss 1786 errichten. Andere Forschende schreiben den Bau Horváth Dániel zu; ihrer Darstellung zufolge ließ er es für seinen Schwiegersohn Petrovszky József und seine Tochter Horváth Krisztina errichten. Damit stehen die Entwurfszuschreibung und zwei unterschiedliche Angaben zur Bauveranlassung nebeneinander.
Kirche: Baugeschichte und Details
Die römisch-katholische Kirche in Bükkösd wurde 1791 von Petrovszky Zsigmond und seinem Geschwister erbaut. Der Entwurf stammt von Buch József, der der erste Zeichenlehrer in Pécs war. In Nischen der Kirchenfassade stehen Statuen des heiligen Johannes von Nepomuk und des heiligen Sigismund. Auch der Altarunterbau hat eine überlieferte Herkunft: Der mündlichen Überlieferung zufolge stammt er aus dem Paulinerkloster auf dem Jakabhegy bei Pécs und besteht aus Goric-Marmor. Bei diesem Detail bleibt die Herkunft ausdrücklich als mündliche Überlieferung gekennzeichnet.
Ökopark: Routen und Tierbeobachtung
Im Bükkösdi Ökopark können Besucher Wasser- und Landgeflügel sowie in Ungarn vorkommende Großwildarten in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Gäste des Parks können zwischen den Routen Völgy séta und Erdőjárók útja wählen. Die Tierbeobachtung und die Routenauswahl setzen einen anderen Akzent als die Baugeschichte des Schlosses und die Details der Kirche.
Für Vorschul- und Schulgruppen gehören Tierfütterung und Tierkontakt, Reiten sowie ein Spielplatz zu den thematischen Programmen. Die Buchung dieser Angebote erfolgt nach vorheriger Vereinbarung. Wenn Sie ein Gruppenprogramm in Betracht ziehen, stimmen Sie den Besuch daher vorab ab.
Im übergeordneten Reiseziel Branau
Auch das übergeordnete Reiseziel Branau bietet Kultur- und Naturthemen mit eigenen Schwerpunkten. In Pécs umfasst die frühchristliche Nekropole von Sopianae verzierte Gräber aus dem 4. Jahrhundert. Die Gräber wurden als unterirdische Grabkammern mit oberirdischen Gedenkkapellen errichtet und mit reich ausgestalteten christlichen Wandmalereien versehen. Damit kommt eine archäologische Geschichte hinzu, die sich von den Bauwerken und der Ausstattung in Bükkösd unterscheidet.
Das Zsolnay-Kulturviertel umfasst die Ausstellungen „Golden Age of Zsolnay“, „Pink Exhibition“ sowie eine Ausstellung zur Familien- und Fabrikgeschichte. Für Kinder bietet das Viertel Freiluftspielplätze, ein interaktives Lab, ein Planetarium, das Bóbita-Puppentheater, eine Keramikmalwerkstatt und Kurse in der Hercules-Werkstatt. Die Ausstellungen und Aktivitäten ergeben unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Kulturaufenthalt.
Beim Ős-Dráva-Besucherzentrum nahe Szaporca verbindet eine interaktive Ausstellung Natur- und Landwirtschaftsthemen mit einem landwirtschaftlichen Vorführbereich, in dem praktische Bewirtschaftung gezeigt wird. Drei thematische Lehrpfade vermitteln Wissen über traditionelle Landwirtschaft, das Ős-Dráva-Programm und die Tierwelt entlang der Drau. Im landwirtschaftlichen Bereich werden einheimische ungarische Haustiere gezeigt, darunter Graurinder, Mangalitza-Schweine, Huzulenpferde sowie alte Schaf- und Geflügelrassen.
Weitere Reiseziele entdecken: Szentlőrinc, Hetvehely, Dinnyeberki, Helesfa
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Szentlőrinci.