Tibolddaróc: Höhlenwohnungen, Keller und Kirchen
Unterkünfte in Tibolddaróc
Die Reiseplanung nach Tibolddaróc kann sich an Themen wie Geschichte, Bauweise und Ortsgeschichte orientieren. Zu den konkreten Anknüpfungspunkten gehören die frühere Höhlenwohnnutzung im Part, Keller, Kirchenbau und Felsformen. So lässt sich der Aufenthalt nach den Interessen gestalten, die Ihnen wichtig sind.
Höhlenwohnungen und Felsformen
Oberhalb von Tibolddaróc, im Höhlenwohnviertel Part, befanden sich in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen mehrere hundert in die Weinberghänge gegrabene Höhlenwohnungen. Die meisten ehemaligen Wohnungen in den oberen Ebenen wurden durch Erosion zerstört; die unteren wurden zu Weinkellern umgebaut. Die Größenordnung und die unterschiedlichen Veränderungen machen die historische Nutzung des Viertels greifbar: Es ging um viele Wohnräume im Hang, deren weitere Entwicklung je nach Ebene verschieden verlief.
Sechs in den Fels gehauene Nischen befinden sich im Ablakoskő-Tal (Karud alja) an niedrigen Felsaufschlüssen. Für Reisende, die sich für bearbeitete Felsformen interessieren, ist das ein eigener Aspekt neben den in die Weinberghänge gegrabenen Wohnungen des Part. Kőhodály zeigt eine weitere Art der Felsnutzung: Der Schafstall ist in Rhyolithtuff gehauen. Er liegt im Waldgebiet Karud, vier Kilometer von Tibolddaróc entfernt. Hier geben Funktion, Gesteinsart und Ortsangabe jeweils unterschiedliche Orientierung.
Keller und Verkostung
Die Pesti Patikus Pincéje ist ein dreigeschossiger, 300 Jahre alter Keller und verfügt über Gänge aus der Zeit des Mongolensturms. Geschosse und Alter beschreiben die Anlage, während die zeitliche Einordnung der Gänge einen eigenen historischen Bezug setzt. Im Szabor-Haus wird in einem originalgetreu eingerichteten Bauernhaus eine besondere Verkostung angeboten. Wenn Sie diesen Programmpunkt einplanen, prüfen Sie vor der Reise, ob die Verkostung an Ihrem Termin verfügbar ist.
Kirchen und Baudetails
Die römisch-katholische Kirche von Tibolddaróc ist spätbarock und stammt aus dem Jahr 1826. Sie besteht aus unverputztem, vor Ort abgebautem rötlichem Stein. Kleinere weiß gestrichene Putzflächen gibt es nur am Turm und um die Öffnungen. Die reformierte Kirche bietet einen anderen architektonischen Vergleichspunkt: Ihre Turmmauern wurden 1877–1878 nach oben erweitert, und der Turm ist 24 Meter hoch. Bei der römisch-katholischen Kirche stehen damit Baujahr, Stil und Steinmaterial im Vordergrund, bei der reformierten Kirche die Veränderung und Höhe des Turms.
Der größere Rahmen: Borsod-Abaúj-Zemplén
Im übergeordneten Reiseziel Borsod-Abaúj-Zemplén gehören auch das Baradla-Domica-Höhlensystem und die Aggtelek-Höhlentour zu den eigenständigen Themen. Das Höhlensystem ist Teil des UNESCO-Welterbes der Höhlen im Aggtelek- und Slowakischen Karst. Die kurze Aggtelek-Höhlentour ist einen Kilometer lang, dauert 60 Minuten und ist als leicht eingestuft. Länge, Zeitbedarf und Schwierigkeitsgrad geben für diese Tour drei konkrete Orientierungspunkte. Ein weiterer Schwerpunkt des übergeordneten Reiseziels ist die Tokajer Weinregion: Sie ist ein rechtlich geschütztes Weinbaugebiet; Klima, Bodenqualität und Hangexposition eignen sich dort für den Anbau von Weintrauben. Diese regionalen Themen ergänzen die historischen und baulichen Anknüpfungspunkte Tibolddarócs um weitere Perspektiven, ohne sie mit den Ortsmerkmalen gleichzusetzen.
Weitere Reiseziele entdecken: Cserépfalu, Bükkzsérc, Sály, Mezőkövesd, Bogács, Mezőkeresztes, Szomolya, Cserépváralja.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mezőkövesdi.