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Becskeháza: Geschichte der reformierten Kirche

Unterkünfte in Becskeháza

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Becskeháza lässt sich durch die Geschichte seiner reformierten Kirche kennenlernen. Sie führt von einer zerstörten Holzkirche über mehrere Neubauten bis zum heutigen Gebäude. Für Reisende, die neben einem Aufenthalt auch einen konkreten kulturhistorischen Bezugspunkt suchen, verbindet die Ortsgeschichte Bauphasen, Architekturdetails und persönliche Namen auf Glockeninschriften.

Vier Kirchen und ihre Baugeschichte

Die erste reformierte Holzkirche in Becskeháza wurde während der osmanischen Überfälle zerstört. Eine zweite Kirche wurde um 1728 errichtet und bot vermutlich 50 bis 60 Personen Platz. Das Gebäude wurde 1775 geschlossen und erst nach dem Toleranzedikt Josephs II. wieder eröffnet. So markieren Zerstörung, Neubau, Schließung und spätere Wiedereröffnung verschiedene Stationen der Kirchengeschichte.

Die dritte reformierte Kirche in Becskeháza entstand 1847. Die heutige, vierte Kirche wurde 1928 nach Plänen des Architekten Doszpoly Károly errichtet. Die Baufolge reicht damit von der ersten Holzkirche bis zum heutigen Bau; das Jahr 1928 bezeichnet den Bau der aktuellen vierten Kirche, nicht den Anfang der Ortsgeschichte.

Turm und Glocken der heutigen Kirche

Der Turm der heutigen reformierten Kirche steht vor der Südfassade und ist 20 Meter hoch. Die Kirche besitzt eine 150 kg schwere Glocke von Szlezák László. Ihre Inschrift nennt Székely István und seine Familie sowie das Jahr 1928. Eine weitere Glocke wiegt 80 kg. Ihrer Inschrift zufolge wurde sie 1834 in Kassa auf Kosten der reformierten Gemeinde von Becskeháza vom Glockengießer Wiesner Lajos gegossen.

Die Inschriften setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Bei der schwereren Glocke stehen Familie und Jahr im Mittelpunkt, bei der 80-Kilogramm-Glocke Gießer, Gussort, Datum und Gemeinde. Zusammen mit der Position des Turms bieten diese Details einen konkreten Blick auf Bauwerk und Ausstattung der Kirche, ohne die verschiedenen Zeitangaben miteinander gleichzusetzen.

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Über Becskeháza hinaus: Borsod-Abaúj-Zemplén

Im übergeordneten Reiseziel Borsod-Abaúj-Zemplén treten neben der lokalen Kirchengeschichte weitere Themen hervor. Das Baradla-Domica-Höhlensystem gehört zum UNESCO-Welterbe der Höhlen im Aggtelek- und Slowakischen Karst. Eine weitere regionale Aktivität ist die kurze Aggtelek-Höhlentour: Sie ist 1 Kilometer lang, dauert 60 Minuten und wird als leicht eingestuft. Länge, Dauer und Schwierigkeitsstufe liefern dabei unterschiedliche Orientierungspunkte für die Planung.

Auch das Landschaftsschutzgebiet Zemplén bietet einen eigenen Naturbezug im übergeordneten Reiseziel Borsod-Abaúj-Zemplén. Es ist Teil des Zemplén-Gebirges; dessen landschaftliche Gegebenheiten beeinflussen die Pflanzen- und Tierwelt des Gebiets. So stehen im regionalen Kontext Kulturgeschichte und Naturthemen nebeneinander, während die Geschichte der reformierten Kirche den Blick auf Becskeháza selbst richtet.

Ein weiterer historischer Bezugspunkt in Borsod-Abaúj-Zemplén ist die Burg Diósgyőr in Miskolc. Ihre Blütezeit lag während der Herrschaft König Ludwigs des Großen im 14. Jahrhundert. Später diente die Burg als Residenz und als Hochzeitsgeschenk für sechs Königinnen. Im Vergleich zur Abfolge der Kirchen in Becskeháza erzählt die Burggeschichte von anderen historischen Zusammenhängen: Herrschaft, Residenz und königlichen Verbindungen.

Weitere Reiseziele entdecken: Bódvarákó, Tornaszentandrás, Égerszög, Debréte, Viszló, Damak, Szögliget, Jósvafő.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Edelényi.

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