Szabadszallas: Kulturgeschichte und Naturziele
Unterkünfte in Szabadszallas
Szabadszallas vereint Baugeschichte, Erinnerungsorte und volkskundliche Sammlungen. Im näheren Umfeld kommen Vogelbeobachtung, ein Lehrpfad und eine etwa dreistündige Wanderung durch Sanddünen hinzu. So treffen unterschiedliche Themen aufeinander: von der Geschichte des Ortes bis zu Naturbeobachtungen in der Umgebung.
Sammlungen und lokale Lebenswelten
Das Dörmögő-Haus befindet sich im ehemaligen Pförtnerhaus von Pőcze Imre. Heute dient es als Gedenkhaus und ethnografische Ausstellung, in der zeittypische Möbel und Gebrauchsgegenstände zu sehen sind. Es ist die einzige József-Attila-Gedenkstätte im Komitat Bács-Kiskun. Eingeweiht wurde das Haus am 11. April 2005, anlässlich des 100. Geburtstags des Dichters und im Rahmen des József-Attila-Gedenkjahres.
Die Tóth-Sándor-Heimatkundliche Sammlung erzählt in einer zwölfteiligen Tafelserie von den Jahren der Familie Petrovits in Szabadszallas und von Petőfi Sándors Verbindung zum Ort. Weitere Exponate geben Einblick in die Lebens- und Sachkultur vom späten 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts: Dazu gehören Gebrauchsgegenstände, Kleidung sowie Geräte aus Pflanzenbau und Viehzucht. Auch alte Handwerke werden vorgestellt. Das Tájház am Mars tér 5 bewahrt volkstümliche Bräuche und Traditionen und stellt das Leben der Menschen vor, die im vergangenen Jahrhundert in dieser Gegend lebten.
Kirchen und Baugeschichte
Die reformierte Kirche von Szabadszallas ist ein barocker Bau. Ihr heute sichtbarer Baukörper wurde zwischen 1747 und 1759 errichtet; der Turm entstand 1771. Eine ovale Gedenktafel über dem Turmeingang nennt in ihrer Inschrift das Jahr 1770 für den Bau durch die reformierte Bevölkerung und erwähnt die Genehmigung Maria Theresias. Die katholische Kirche wurde 1929 nach Plänen des Architekten Fridrich Lajos fertiggestellt. Ihr Grundriss wurde an die Form des Grundstücks angepasst. Die beiden Kirchen bieten damit unterschiedliche historische und architektonische Anhaltspunkte: hier der barocke Bau mit seinem Turm, dort ein Entwurf, dessen Grundriss auf das Grundstück abgestimmt wurde.
Denkmäler und öffentliche Erinnerung
Mehrere Denkmäler halten unterschiedliche Kapitel der Stadtgeschichte fest. Das Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs wurde 1922 zu Ehren der im Krieg gefallenen Einwohner errichtet und trägt 255 Namen. Das Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs wurde 1992 im Stadtzentrum eingeweiht; es trägt mehr als 200 Namen von militärischen und zivilen Opfern. Ebenfalls im Stadtzentrum liegt der Europäische-Union-Gedenkpark, den die Stadt zum Gedenken an den Beitritt am 1. Mai 2004 anlegte.
Eine Gedenktafel erinnert an Rozsnyai Pál, einen Husaren-Oberleutnant, der im Freiheitskampf von 1848 aus der kaiserlichen Armee floh und später Oberrichter von Szabadszallas wurde. Das Petőfi-Sándor-Denkmal kennzeichnet den ehemaligen Wohnort von Petrovics István und Hrúz Mária, die sich 1818 in Szabadszallas niederließen. Im Garten der Petőfi-Sándor-Stadtbibliothek befindet sich eine Büste des Dichters: Páli Lajos schuf sie, 1969 wurde sie aufgestellt.
Naturziele im näheren Umfeld
An der Grenze von Fülöpszállás bietet die Route zum Kelemen-szék Vogelbeobachtung mit Ferngläsern von Aussichtstürmen sowie einen Spaziergang auf einem Lehrpfad mit botanischen und weiteren naturkundlichen Eindrücken. Das Gebiet Fehérhegy an der Grenze zu Fülöpháza bietet eine etwa dreistündige Wanderung durch Sanddünen. Für die Zeitplanung ist der Unterschied hilfreich: Bei Fehérhegy ist eine ungefähre Wanderdauer angegeben; die Beschreibung der Route zum Kelemen-szék hebt Vogelbeobachtung und Lehrpfad hervor.
In der Umgebung von Szabadszallas und Akasztó liegen die Oberen Kiskunság-Salzwasserseen. Ihre großen, flachen und offenen Wasserflächen bieten großen Mengen an Wasservögeln geeignete Lebensräume. Damit ergänzen sie die Naturthemen der näher gelegenen Routen um einen Landschaftsraum, der besonders durch offene Wasserflächen und Vogelhabitate geprägt ist.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Bács-Kiskun
Auch das übergeordnete Reiseziel Bács-Kiskun umfasst kulturhistorische Themen an anderen Orten. Der Lehrpfad Tiszaalpár, Földvár vermittelt die Geschichte der bronzezeitlichen Befestigungsanlage Tiszaalpári Földvár und die Lebensweise der Menschen in der Bronzezeit. In Kiskunhalas können Sie im Csipkeház und Csipkemúzeum die Geschichte der Halaser Spitze kennenlernen, jahrhundertealte Spitzenarbeiten bewundern und den Prozess des Spitzenstickens sehen. Die Geschichte der Halaser Spitze begann 1902.
Weitere Reiseziele entdecken: Apostag, Tass, Szalkszentmárton
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kunszentmiklósi.