Hajós: Barockschloss, Tájház und Pincefalu
Unterkünfte in Hajós
Wenn Sie für einen Aufenthalt in Hajós ein Hotel suchen, lohnt sich die Unterscheidung zwischen den Themen im Ort und dem nahe gelegenen Hajósi Pincefalu. Schloss, Kirche, Pfarrhaus und das Deutsche Nationalitäten-Tájház stehen für Bau- und Alltagsgeschichte; die Kelterhäuser und Weinkeller bilden einen weiteren Schwerpunkt. Ein Radweg führt außerdem zu einem Landschaftsschutzgebiet unterhalb des Pincefalu. So können Sie Ihren Aufenthalt nach historischem Interesse, Ortsgeschichte oder einer Radtour ausrichten.
Barockschloss, Wallfahrtskirche und Pfarrhaus
Das Hajósi Barockschloss stammt aus dem 18. Jahrhundert. Der Erzbischof von Kalocsa, Graf Gábor Patachich, ließ das Schloss und seine Nebengebäude 1739–1740 errichten. Das Gebäude war früher erzbischöfliches Jagdschloss, danach Waisenhaus und später Kinderheim; heute dient es als Museumsausstellungsort. Im Schloss gibt es Dauer- und Wechselausstellungen. Führungen sind auf Anfrage möglich; klären Sie die Besuchsarrangements vorab.
Auch die Kirche von Hajós hat einen klaren historischen Bezug: Auf Initiative des Erzbischofs Graf László Kolonics erklärte Papst Pius VI. sie 1794 zur Wallfahrtskirche. Das Pfarrhaus wurde im 18. Jahrhundert im Zopfstil erbaut und trägt ein erzbischöfliches Wappen. Die drei Bauwerke eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf die Ortsgeschichte: das ehemalige Jagdschloss mit seinen späteren Nutzungen, die Wallfahrtskirche und das kirchliche Gebäude mit seinem Wappen.
Einblicke in die Alltagskultur
Das Deutsche Nationalitäten-Tájház zeigt anhand von volkskünstlerischen Gegenständen, Kleidung, Gefäßen, Einrichtungsgegenständen und Werkzeugen das Leben der schwäbischen Gemeinschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Sammlung wird gepflegt. Ihr Schwerpunkt unterscheidet sich von der Schlossgeschichte: Im Tájház stehen Dinge des Alltags und die Lebenswelt einer Gemeinschaft im Mittelpunkt.
Weinkeller im Hajósi Pincefalu
Das Hajósi Pincefalu liegt etwa drei Kilometer von Hajós entfernt. Es besteht aus mehr als 1.200 Kelterhäusern und Weinkellern, die von Hand in den Lössboden gegraben wurden. In den Kellern reifen die Weine aus Hajós. Statt einzelner historischer Bauwerke prägt hier ein Ensemble aus zahlreichen Weinbauten das Bild. Das älteste noch erhaltene Kelterhaus im Pincefalu wurde 1840 erbaut und gehört der Stadt.
Für Gruppen von mindestens vier Personen wird nach vorheriger Anmeldung ein Spaziergang zur Ortsgeschichte angeboten. Klären Sie den Termin vorab. So können Sie bei der Planung berücksichtigen, dass dieses Angebot an eine Gruppengröße und eine Anmeldung gebunden ist.
Die Jahreszahlen ordnen die verschiedenen Themen zeitlich ein: Auf den Schlossbau 1739–1740 folgte die Erklärung der Kirche zur Wallfahrtskirche 1794; das älteste erhaltene Kelterhaus stammt von 1840.
Radweg zum Landschaftsschutzgebiet
Von Hajós führt ein Radweg zu einem Landschaftsschutzgebiet unterhalb des Pincefalu. Das Gebiet gehört zum Kiskunsági Nemzeti Park. Anders als die Ausstellungsorte richtet sich dieser Weg auf die Landschaft; sein Ziel ist das Schutzgebiet. Damit können Sie bei der Planung zwischen kulturhistorischen Themen und einer Radtour mit landschaftlichem Schwerpunkt wählen.
Weitere Reiseziele entdecken: Harta, Homokmégy, Bátya, Kalocsa, Dunapataj, Foktő, Solt.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kalocsai.