Karlovice: Ortsgeschichte, Denkmäler und Wege
Unterkünfte in Karlovice
Geschichte Karlovices
Die mittelalterliche Gemeinde Pěnkov ist seit 1368 belegt; Karlovice entstand auf ihren Flurstücken. Am 23. Oktober 1768 beschloss Graf Karel Vincenc Salm-Neuburg auf dem Gelände des ehemaligen herrschaftlichen Hofs Pěnkov die Gründung von Karlovice. Damals gehörte ihm die Herrschaft Malenovice. So führen die Ortsgeschichte und die Gründung Karlovices zu zwei unterschiedlichen historischen Stationen: dem mittelalterlich belegten Pěnkov und dem Beschluss aus dem 18. Jahrhundert.
Auch die Kapelle Panny Marie Matky dobré rady ist mit der Geschichte des Ortes verbunden. Die Schwestern Anežka, Barbora und Františka Gorgoňovy waren ihre Hauptdonatorinnen. Außerdem ließen sie das Hauptbild der Jungfrau Maria in der Kapelle anfertigen.
Denkmäler und Erinnerungsorte
Im oberen, Pěnkov genannten Teil von Karlovice steht links an der Straße in Richtung des Bauernhofs ein Sandsteinkreuz. Am Karlovicer Kreuz für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs befindet sich eine schwarze Gedenktafel. Sie ehrt Jan Mikeštík, der im antifaschistischen Widerstand ums Leben kam.
Ein steinernes Denkmal für den ersten Bürgermeister steht an der Staatsstraße von der Kreuzung in Richtung Svatá voda: auf der rechten Seite, im ersten Abschnitt einer Kurve. Ein weiteres Denkmal befindet sich im unteren Teil von Karlovice hinter dem Feuerwehrhaus und dem Gemeindeamt.
Landschaft und lokale Traditionen
Karlovice liegt in den Wäldern zwischen Malenovice und Oldřichovice. Der bedeutende Baum Žižkův dub steht am Rand des Katastralgebiets von Karlovice, das an das Katastralgebiet von Oldřichovice grenzt. Der lokalen Überlieferung zufolge lagerten Hussiten während der Belagerung der Burg Malenovice beim Žižkův dub.
Eine weitere langjährige Tradition ist Vodění medvěda. Sie findet in Karlovice seit Jahrzehnten statt und wird von Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr gepflegt. Anders als die Gedenkorte, die mit konkreten Personen und der Ortsgeschichte verbunden sind, gehört Vodění medvěda zu den wiederkehrenden lokalen Bräuchen.
Markierte Wege und Routen
Das markierte Wegenetz Stezky napajedelských emirátů umfasst 70 km und verbindet Napajedla mit Karlovice sowie weiteren umliegenden Gemeinden. Es ist für Wanderer und Mountainbiker bestimmt. Eine weitere Routenangabe betrifft den gelb markierten Abschnitt des Cyrilometodějská-Steigs: Er führt von der Quelle bei Svatá voda nach Karlovice.
Für den Wanderweg von Napajedla über Svatá voda nach Malenovice nennt eine Wegbeschreibung Karlovice bei 8,7 km und Svatá voda bei 10,1 km. Diese Kilometerangaben beziehen sich auf die beschriebene Strecke. Damit stehen unterschiedliche Orientierungshilfen nebeneinander: die Gesamtlänge eines Wegenetzes, ein gelb markierter Abschnitt und Kilometerangaben zu einem bestimmten Wanderweg. Prüfen Sie vor einer Tour die aktuellen Wegbedingungen.
Svatá voda–Malenovice im näheren Umfeld
Im näheren Umfeld von Karlovice liegt der Wallfahrtsort Svatá voda–Malenovice. Zu ihm gehören ein von einem steinernen Gewölbe bedeckter Brunnen und eine Felsenhöhle mit einer Statue Unserer Lieben Frau von Lourdes. Der Ort ergänzt die historischen Stationen und die Wege als weiterer lokaler Bezugspunkt.
Bei der Suche nach einem Hotel in Karlovice können Sie zunächst abwägen, ob die Ortsgeschichte oder Wander- und Mountainbike-Routen den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bilden sollen.
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