Bánov zwischen Barockkirche und Vulkanlandschaft
Unterkünfte in Bánov
Bánov lässt sich über seine Ortsgeschichte, Wanderwege und vulkanisch geprägte Natur kennenlernen. Ein Rundweg führt durch das Zentrum, weitere Routen reichen bis zum Studený vrch und zur Talsperre Ordějov. Auch die barocke Martinskirche und archäologische Spuren geben dem Ort ein eigenes kulturelles Profil.
Rundwege und Touren rund um Bánov
Der Rundweg Tři kříže ist eine eher leichte, etwa einstündige Wanderung durch das Zentrum von Bánov. Er vermittelt Kultur und Geschichte des Ortes und führt an der Pfarrkirche St. Martin sowie an einer wertvollen barocken Statue des heiligen Johannes Nepomuk vorbei. Die Statue stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Prüfen Sie vor Ihrer Tour die örtlichen Bedingungen.
Die Route „Ke Skalkám“ beginnt in Bánov, ist etwa 7 Kilometer lang und eignet sich für Wanderer und Radfahrer. Eine längere Tour bietet die Route „Za přírodními krásami okolí“: Sie führt von Bánov über die Talsperre Ordějov bis zum Kamm des Studený vrch. Für die Rückkehr auf demselben Weg ergibt sich eine Strecke von etwa 11 Kilometern. Die Längenangaben beschreiben also unterschiedliche Touren; bei der zweiten ist die Rückkehr auf demselben Weg ausdrücklich mitgerechnet.
Bei der Tourenwahl lohnt ein Blick auf den jeweiligen Anspruch: Die Routen rund um den Studený vrch eignen sich zwar für Wanderer und Radfahrer, sind aber körperlich sehr anspruchsvoll. Für Angler ist außerdem die Nutzung der Talsperre Ordějov ein Thema. Sie wurde ursprünglich für Bewässerung und Erholung gebaut und dient heute hauptsächlich dem Angeln. Informieren Sie sich vor Ort über Angelregeln und Zugang.
Kirche, Burg und Ortsgeschichte
Die Martinskirche wurde zwischen 1692 und 1699 durch einen grundlegenden barocken Umbau aus einer mittelalterlichen Kirche geschaffen. Zu ihren älteren Ausstattungsstücken gehört eine spätgotische Glocke aus dem Jahr 1498. Der Hauptaltar stammt von 1744; das Altarbild des heiligen Martin schuf 1864 der akademische Maler Josef Zelený. Damit liegen in der Kirche Zeugnisse verschiedener Jahrhunderte zusammen.
Auch der Standort Tři kříže erzählt von mehreren Epochen. Die drei Kreuze stehen auf dem Rest eines alten Vulkans. Ab dem 12. Jahrhundert stand dort eine Burg, die im 15. Jahrhundert zerstört wurde; seit dem 17. Jahrhundert stehen an diesem Ort die Kreuze. Der Rundweg verbindet damit einen Spaziergang durch das Zentrum mit einer Landschaft, deren Geschichte weit über die heutigen Sehenswürdigkeiten hinausreicht.
Die Burg Bánov stand auf dem Hügel Hrad oberhalb der Kirche; ihr ursprünglicher Standort wurde durch einen Steinbruch beschädigt. Am archäologischen Fundplatz Hrádek wurden unterschiedliche vorgeschichtliche Spuren entdeckt. Eine paläolithische Schicht mit bearbeiteten Steingeräten stammt wahrscheinlich aus dem Aurignacien. Eine Siedlungsschicht aus dem Äneolithikum wird der Bošácká-Phase der Kultur mit kannelierter Keramik zugeordnet. Spätestens in dieser Zeit war das Hrádek-Hillfort mit mächtigen Gräben befestigt.
Vulkanische Landschaft und Natur
Das Naturdenkmal Hrádek liegt 120 Meter nördlich der Martinskirche im Zentrum von Bánov. Es bewahrt den größten und charakteristischen Ausdruck tertiärer vulkanischer Aktivität in diesem Gebiet. An seiner Steinbruchwand ist vulkanische Brekzie mit Fragmenten aus amphibolischem basaltischem Andesit aufgeschlossen. Am Hrádek kommen außerdem seltene Schmetterlingsarten wie der Schwalbenschwanz und der Segelfalter vor.
Skalky ist ein einzigartiges Beispiel jungen Vulkanismus in den Flyschkarpaten Mährens. Das geschützte Naturdenkmal umfasst einen kleinen Waldsteinbruch; an dessen Abbauwand ist eine interessante geologische Schichtung erhalten. Bei Skalky sind zudem Profile eines kontaktmetamorph umgewandelten Porzellanitsediments aufgeschlossen, das in der Nähe vulkanischer Durchbrüche entstand. Wer sich für Geologie interessiert, findet hier andere Spuren als am Hrádek: In Skalky stehen die Schichtung und das veränderte Sediment im Mittelpunkt.
Zur Natur in der Umgebung gehört auch der Steinbruchweiher bei Na Skaličkách. Er hat weder Zu- noch Abfluss und ist Lebensraum für Krebse, Molche und seltene Froscharten. Im weiteren regionalen Umfeld von Bánov liegt außerdem das Gebiet Údolí Bánovského potoka, eine alte Kulturlandschaft mit Waldrändern, lichten Wäldern und Gehölzen sowie einer bedeutenden Population der Gelbbauchunke.
Volkskultur und ein Ausstellungsbesuch
In Bánov sind mehrere Beispiele der Volksarchitektur erhalten, darunter zwei landwirtschaftliche Gehöfte und eine Kammer mit Obergeschoss. Auch die Faschingstradition gehört zum kulturellen Leben des Ortes: Bis heute werden Maskenumzüge der Volkstradition gepflegt, die sogenannten Babkovníci. Die Veranstaltungstermine sind nicht angegeben; informieren Sie sich vor einem Besuch über aktuelle Termine.
Der Bánovský poklad ist der bislang umfangreichste prähistorische Bernsteinfund auf dem Gebiet Tschechiens und damit ein einzigartiger Fund. Zu sehen ist er in der Dauerausstellung „Pravěk Uherskohradišťska“ des Slovácké muzeum im Památník Velké Moravy in Staré Město. Die Ausstellung bietet Texte auf Tschechisch, Englisch, Deutsch und Russisch und ist für blinde sowie sehbehinderte Besucher angepasst. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Museumszugang.
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