Libice Nad Doubravou entdecken
Unterkünfte in Libice Nad Doubravou
Für die Wahl eines Aufenthalts in Libice nad Doubravou können Kulturgeschichte und Landschaft unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Die historische Handelsroute Libická stezka führte durch den Ort und verband Böhmen mit Mähren. Im Bereich des Doubrava-Tals verlief sie unterhalb des Hauptkamms der Železné hory. So stehen ein überregionaler Handelsbezug und eine genau benannte Landschaftslage nebeneinander.
Landschaft und Wege
In der näheren Umgebung liegt das 13,3679 Hektar große Naturschutzgebiet Svatomariánské údolí. Es umfasst einen naturnah erhaltenen Lauf der Doubrava sowie gut erhaltene Eschen-Erlen-Auwälder in der angrenzenden Aue. Der Berg Spálava liegt in der gleichnamigen Ortsteil-Lage von Libice nad Doubravou und ist der zweithöchste Gipfel der Železné hory. In seiner Nähe befinden sich hohe Felsformationen namens Mrazové sruby. Damit stehen in der Landschaft unterschiedliche Themen im Vordergrund: Fluss und Aue einerseits, Berg und Felsen andererseits.
Das Svatomariánské údolí lässt sich von Libice nad Doubravou aus über örtliche Wege und Pfade begehen. Dabei kommen Sie an ehemaligen Mühlen und einer ehemaligen Glasschleiferei vorbei. Durch das Tal führt jedoch kein markierter Wanderweg. Wenn Sie die Begehung einplanen, berücksichtigen Sie diese Wegsituation bei Ihrer Orientierung und prüfen Sie die Bedingungen vor Ort.
Kirche und Schloss
Die Kirche St. Ägidius gilt als ältestes Denkmal von Libice nad Doubravou. Vermutlich stand hier bereits im 10. Jahrhundert ein hölzerner Vorgängerbau. Das gotische Kirchenschiff und der Anfang des 17. Jahrhunderts im Stil des Hochbarock errichtete Turm verweisen auf unterschiedliche Bauphasen. In der Kirche befindet sich außerdem ein Taufbecken aus dem 14. Jahrhundert. Für die historische Einordnung ergeben sich so drei Zeitschichten: der vermutete Vorgängerbau, das mittelalterliche Taufbecken und der frühneuzeitliche Turm.
Das Schloss Libice nad Doubravou setzt einen anderen architektonischen Akzent. Es stammt ursprünglich aus dem 18. Jahrhundert und ist ein Barockschloss. Im 19. Jahrhundert wurde es erweitert und pseudogotisch umgebaut. Damit lässt sich auch am Schloss eine Veränderung über verschiedene Bauphasen hinweg nachvollziehen.
Handwerk, Unterkunft und regionale Küche
In der Glasmanufaktur von Antonín Pešout endete die Produktion 1915. Erhalten ist nur das Wohngebäude, während die Werkstätten Ruinen sind. Die Maschinen wurden von einer Wasserturbine mit 16 PS angetrieben. Die frühere Glasproduktion gehört zur Gewerbegeschichte von Libice nad Doubravou.
Für Besucher, die in der Umgebung wandern oder Rad fahren, bietet Pilnův statek Unterkunft. Der Hof stammt aus dem späten 18. Jahrhundert, wurde 1869 rekonstruiert und befindet sich im Besitz der Gemeinde. Sie versucht, ihn als typisches Bauernhaus zu erhalten. Wenn Sie diese Unterkunft in Betracht ziehen, prüfen Sie Verfügbarkeit und Bedingungen vor Ihrer Reise.
Im Hostinec U Bambuchů werden neben der regulären Speisekarte altböhmische Spezialitäten sowie Gerichte der europäischen Küche angeboten. Die Speisekarte kann sich ändern.
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