Chlum-Korouhvice: Wandern, Natur und Geschichte
Unterkünfte in Chlum-Korouhvice
Chlum-Korouhvice verbindet ein ausgedehntes Netz von Wander- und Radwegen mit dem Naturdenkmal Javorův kopec und historischen Spuren in Chlum und Korouhvice.
Wandern, Radfahren und Aussicht
Zu den Wander- und Radwegen in Chlum-Korouhvice gehört ein Weg zum Aussichtsturm Horní les. Der blau markierte Wanderweg von Vír führt bergauf durch Chlum und weiter zum Javorův kopec. Die blaue Radroute 5218 verläuft ebenfalls durch Chlum, führt aber zu einer Waldkreuzung unterhalb des Javorův kopec. Die Wegbeschreibungen teilen also den Ortsbezug zu Chlum, unterscheiden sich jedoch in Verkehrsmittel und Zielangabe: Der Wanderweg führt weiter zum Berg, die Radroute zur Kreuzung darunter. Markierungen und Wegdetails können sich ändern; prüfen Sie sie vor Ihrer Tour.
Der Aussichtsturm Horní les liegt in der Umgebung auf dem gleichnamigen, 774 Meter hohen Berg. Seine Aussichtsplattform befindet sich 38 Meter über dem Boden. Der Turm ist jedes Jahr vom 15. April bis zum 15. Oktober öffentlich zugänglich. Prüfen Sie den Zugang vor der Anreise. Als regionale Wanderoption kommt außerdem die Tour „Za nejvyšším převýšením Vysočiny“ infrage: Sie ist 17 Kilometer lang und dauert etwa 5,5 Stunden. Die Zeitangabe ist ein Orientierungswert; auch bei dieser Wanderung können Bedingungen und Markierungen wechseln.
Natur und Spuren am Stausee
Das Naturdenkmal Javorův kopec schützt ein Mosaik aus feuchten Kohldistelwiesen und Quellbereichen mit Übergängen zu mesophilen und Borstgrasrasen. Dort kommen Populationen des Breitblättrigen Knabenkrauts (Dactylorhiza majalis) und der Weißen Waldhyazinthe (Platanthera bifolia) vor. In Chlum steht außerdem eine geschützte Linde.
In Korouhvice gibt es eine Bucht des Vír-Stausees. Bei niedrigem Wasserstand sind dort die Grundmauern der ursprünglichen Häuser, ein Teich an der früheren Mühle und ein Weg mit einer kleinen Brücke sichtbar. Ob diese Spuren zu sehen sind, hängt vom Wasserstand ab; berücksichtigen Sie das, wenn sie ein Schwerpunkt Ihres Besuchs sind.
Ortsgeschichte in Chlum und Korouhvice
Chlum wird bereits 1349 erwähnt. Für 1596 ist dort eine „rychta“ genannt, eine historische Richterei beziehungsweise ein Verwaltungsbezirk. Nach der Verkündung des Toleranzpatents wandte sich die Mehrheit der Einwohner von Chlum und Korouhvice dem evangelischen Glauben zu. Auch überlieferte Flurnamen bewahren eine lokale Erzählung: Die Bezeichnungen V Kostele und U Kostela verbindet eine Sage mit einer gemeinsamen Kirchengeschichte von Chlum und Vítochov.
Die Gemeinde Korouhvice verschwand 1958 mit Ausnahme von drei Häusern während des Baus des Wasserwerks Vír I. Bei niedrigem Wasserstand werden die Grundmauern der ursprünglichen Häuser sichtbar. Auf dem Dorfanger von Chlum ist eine historische Feuerwehrspritze ausgestellt; da sich ihr Ausstellungsstatus ändern kann, prüfen Sie ihn vor Ihrem Besuch.
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