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Mikulčice: Archäologie, Geschichte und Weinbau

Unterkünfte in Mikulčice

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Mikulčice ist ein interessantes Reiseziel für alle, die archäologische Fundstätten, Kirchenkunst und regionale Weinbaugeschichte in ihre Ortswahl einbeziehen möchten. Das Slovanské hradiště, Ausstellungen und historische Bauwerke bieten unterschiedliche Zugänge zur Geschichte des Ortes. Dazu kommen eine ausgeschilderte Wanderroute, ein Aussichtsturm und Natur in der Umgebung.

Archäologisches Erbe und Ausstellungen

Das Slovanské hradiště Mikulčice ist ein national geschütztes Kulturdenkmal und eine gut erhaltene archäologische Fundstätte aus der Zeit Großmährens. Zu seiner Zeit war es ein bedeutendes Macht- und Kirchenzentrum. Möglicherweise wirkten dort auch die slawischen Missionare Konstantin und Methodius. Diese mögliche Verbindung gehört zur historischen Überlieferung des Ortes, während die Bedeutung des Zentrums für Großmähren fest zum beschriebenen Geschichtsbild gehört.

Die geführte archäologische Ausstellung „KOSTEL“ umfasst authentische Überreste einer Kirche aus dem 9. Jahrhundert, einen Teil eines Gräberfelds und zahlreiche Exponate. Einen anderen Schwerpunkt setzt „LODĚ“: Die im Sommer 2026 eröffnete Ausstellung zeigt zwei Eichenmonoxyle vom Ende des 9. Jahrhunderts und zahlreiche audiovisuelle Elemente. Für den Besuch dieser Ausstellung dauert die Besichtigung üblicherweise etwa 45 Minuten. Prüfen Sie vor der Reise, ob sie aktuell verfügbar ist.

Zur archäologischen Stätte gehört ein 30 Meter hoher Aussichtsturm. Von dort sehen Sie vor allem das Areal des frühmittelalterlichen Burgwalls und die Umgebung. Bei guter Sicht reicht der Blick bis zu den Weißen Karpaten und den slowakischen Kleinen Karpaten. So ergänzen sich der Blick auf die Fundstätte und die weitere Landschaft, ohne dass beide Ansichten jederzeit gleichermaßen klar sein müssen.

Kirchen und lokale Geschichte

Die Pfarrkirche Nanebevzetí Panny Marie vereint verschiedene Bauphasen: Ihre Fundamente stammen aus dem 13. Jahrhundert, Langhaus und Chorraum aus dem 15. Jahrhundert; der Turm wurde 1701 errichtet. Im Inneren fällt ein massiver Altar aus Eichenstämmen auf, die im Flussbett der Morava gefunden wurden. Vor der Kirche steht eine Barockstatue des sv. Oldřich. Zusammen bieten Baugeschichte, Altar und Statue drei unterschiedliche Anknüpfungspunkte, wenn Sie sich für das religiöse und künstlerische Erbe interessieren.

Auch die Kapelle sv. Rocha am Friedhof ist ein nationales Kulturdenkmal. Sie ist mit einem bemalten slovácký žudr geschmückt. Die Chalupa Fanoše Mikuleckého ist ein Museum in seinem Geburtshaus. Die Ausstellungen widmen sich seinem Leben und Werk; zur Einrichtung gehören Stücke aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Außerdem ist eine hölzerne Tabaktrockenscheune erhalten. Während aktueller Ausstellungen ist das Museum sonntags von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Außerhalb des Sonntags ist der Besuch nach telefonischer Vereinbarung möglich. Prüfen Sie die Besuchszeiten vor Ihrer Reise.

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Route, Aussicht und Natur

Der Ausflug „Za Slovany a Vínečkem bílým“ beginnt auf dem Dorfanger in Mikulčice. Über die Vinařská podlužácká stezka führt er direkt zum Slovanské hradiště Mikulčice; zurück geht es über eine blau markierte Wanderroute nach Mikulčice. Die Route ist 18 Kilometer lang, verläuft über asphaltierte Wege und Feldwege und weist einen geringen Schwierigkeitsgrad auf. Diese konkreten Angaben helfen Ihnen, den Ausflug von einem kürzeren Ausstellungsbesuch zu unterscheiden.

Für die Orientierung im Areal des Slovanské hradiště bietet der mobile Besucherführer Smart Guide drei Routen mit Fotos, Texten und Aufnahmen. Nach dem vorherigen Herunterladen ist der Führer ohne mobile Daten nutzbar; prüfen Sie vor der Reise die aktuelle Verfügbarkeit des digitalen Angebots. In der Umgebung von Mikulčice verbindet die Fuß- und Radwegbrücke Lávka Velké Moravy das Slovanské hradiště mit dem slowakischen Teil des Archäoparks.

In der Nähe des Slovanské hradiště liegt das Naturschutzgebiet Skařiny. Es umfasst Mäander der Morava und einen Auwald mit Brutkolonien von Weißstörchen und Graureihern. Damit ergänzen Flusslandschaft und Auwald die archäologischen Themen der Gegend um einen Naturraum, dessen charakteristische Merkmale die Flussschlingen und die Vogelkolonien sind.

Weinbau und örtliche Museen

Mikulčice hat eine lange Tradition des Weinbaus. Das Muzeum vinařství a vinohradnictví Mikulčice greift diese Geschichte mit einer thematischen Ausstellung zur Entwicklung von Weinbau und Weinwirtschaft auf. Sie befindet sich in einer Pfeilerscheune und gibt außerdem Einblick in den Betrieb der Mosterei. So führt der Besuch von der allgemeinen Weinbautradition zu einem konkreten Einblick in die Verarbeitung; die Ausstellung ist dabei der passende Anlaufpunkt für die Geschichte dieses örtlichen Wirtschaftszweigs.

Wenn Sie die Gegend mit dem Fahrrad erkunden möchten, bietet auch das Touristische Informationszentrum Mikulčice einen Fahrradverleih an. Prüfen Sie vor Ihrer Reise, ob der Service verfügbar ist. Weitere Reiseziele entdecken: Těmice, Moravany und Kyjova, Josefov U Hodonína, Tvarozná Lhota, Kyjov, Nenkovice, Kuželov, Vřesovice.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Hodonín.

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