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Labuty: Weinbaugeschichte und Bachlandschaft

Unterkünfte in Labuty

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Labuty ist eine alte Weinbausiedlung in einem Tal am Skalecký potok, etwa 10 km nordöstlich von Kyjov. Am Fuß des 346 m hohen Hügels Hačky liegt der Ort am Zusammenfluss von Skalecký potok, Josefínský potok und Labutský potok. So verbinden sich die Lage im Tal und das Zusammentreffen dreier Bäche zu einem klaren geografischen Profil. Als alte Weinbausiedlung bringt Labuty zugleich einen historischen Bezug in die Ortsbeschreibung.

Tal, Bäche und Ufer

Die sanft hügelige Landschaft ist von drei Tälern örtlicher Bäche durchzogen. Der Labutský potok ist ein linker Nebenfluss des Skalecký potok; oberhalb von Labuty und im bebauten Gebiet zeigt er unterschiedliche Merkmale. Oberhalb des Ortes ist der Bach periodisch und naturnah. Sein gegliedertes Flussbett hat einen steinigen Grund und Sedimentablagerungen. Zugleich säumt es eine durchgehende, dichte Ufervegetation mit unter anderem Erlen, Pappeln, Weiden und Eschen. Im bebauten Gebiet hat der Labutský potok dagegen ein reguliertes trapezförmiges Bett. Dort sind der Grund schlammig, die Ufer steil und grasbewachsen sowie teilweise von Ruderalvegetation geprägt. Wenn Sie sich für Gewässer und Landschaftsformen interessieren, lassen sich so zwei unterschiedliche Ausprägungen desselben Bachs einordnen.

Kapelle und Ortsgeschichte

Die Kapelle Panny Marie mit ihrem Glockenturm stammt aus dem Jahr 1834 und wurde an der Stelle einer älteren Holzkappelle errichtet. Die Jahreszahl 1940 über dem Eingang erinnert an die letzte Umgestaltung der Kapelle. Die beiden Jahreszahlen stehen damit für unterschiedliche Ereignisse: den Bau von 1834 und eine spätere Umgestaltung. Dieser zeitliche Unterschied gibt der Ortsgeschichte eine konkrete bauliche Dimension.

Das Denkmal für den Schulleiter Jindřich Škoda erinnert an ihn und an seinen Tod am 13. März 1943 im Konzentrationslager Auschwitz. Enthüllt wurde das Denkmal am 11. November 1945. Die Chronologie hält den Tod und die spätere öffentliche Erinnerung als zwei aufeinanderfolgende Ereignisse fest.

Historische Kreuze

Ein Steinkreuz aus dem Jahr 1904 steht an der Kreuzung der Regionalstraße und des Dorfplatzes. An der Katastergrenze mit der Gemeinde Skalka steht ein Gusseisenkreuz aus dem Jahr 1905 auf einem steinernen Sockel. Ein weiteres Kreuz befindet sich am Ortseingang des bebauten Gebiets aus Richtung Skalka. Die Kreuze sind durch ihre jeweiligen Standorte und, bei zwei von ihnen, durch Material und Jahreszahl voneinander zu unterscheiden.

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Route und regionaler Kontext

Die Cesta krajinou mikroregionu Podchřibí ist eine übergeordnete Route. Sie verbindet die Gemeinden der Mikroregion mit dem Gebirge Chřiby und führt zu interessanten Orten sowie durch die umliegende Natur. Im Bereich Čtvrtky in Labuty wurden im Frühjahr 2021 an der Route Elemente zum Ausruhen für Pilger installiert.

In der Mikroregion Podchřibí steht außerdem der Aussichtsturm Rozhledna Súsedská. Er ist 21 m hoch und hat insgesamt 99 Stufen. Der Turm gehört zum regionalen Kontext; Kapelle, Kreuze und Bachmerkmale beschreiben dagegen konkrete Themen des Ortes selbst. Für Ihre Wahl eines Reiseziels bietet Labuty damit sowohl eine greifbare Ortsgeschichte als auch eine Landschaft, deren Gewässer unterschiedliche Formen aufweisen.

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