Šardice: Weinbau und Kulturerbe
Unterkünfte in Šardice
Šardice bietet für die Reiseplanung mehrere Schwerpunkte: Kirchen- und Dorfgeschichte, Weinbau und Routen mit Bezug zum Ort. Wenn Sie ein Hotel in Šardice suchen, können diese Themen bei der Entscheidung helfen, was Sie während Ihres Aufenthalts näher kennenlernen möchten. Die historischen Orte erzählen von unterschiedlichen Zeiten; die Routen wiederum haben jeweils eigene Bezeichnungen und Verläufe.
Kirchen, Residenz und dörfliches Leben
Die Kirche des heiligen Erzengels Michael ist frühbarock und steht auf älterem gotischem Grund. Ihre heutige Gestalt erhielt sie durch einen Umbau im 18. Jahrhundert. An der Westfassade steht ein mächtiger, quadratischer Turm mit sieben Stockwerken. An der Kirche lassen sich so zwei Bauphasen unterscheiden: der ältere gotische Grund und die spätere Umgestaltung.
Die Augustinerresidenz entstand 1740 bis 1742 an der Stelle eines älteren Getreidespeichers. Abt Johann Gregor Mendel, der als Begründer der Genetik bezeichnet wird, hielt sich in den Sommermonaten dort auf. Der Bau verbindet damit eine konkrete Ortsgeschichte des 18. Jahrhunderts mit Mendels Aufenthalt. Derzeit gibt es in der Residenz eine ständige Ausstellung von Messgeräten und Waagen, eine Bauernstube, eine Trachtenausstellung, einen Zeremoniensaal, Konzert- und Vortragssäle, Ausstellungsräume sowie ein Informationszentrum. Klären Sie vor einem Besuch die Zugangsmöglichkeiten.
Am Ortsrand steht die 2015 errichtete und geweihte Kapelle des heiligen Johannes Nepomuk an der Radroute Šardice–Hovorany. Ihre Statue war ursprünglich in der Kapelle der ehemaligen Sommerresidenz der Brünner Augustiner aufgestellt. Die Verbindung zur Residenzgeschichte zeigt sich hier also auch an einem einzelnen Kunstwerk.
Chalúpka č. 97 ergänzt die historischen Gebäude um das Thema dörfliches Leben. Das ursprünglich bäuerliche Anwesen ist das älteste urkundlich belegte Gebäude in Šardice. Seit dem 1. Juni 2019 ist es als Museum des dörflichen Lebens vor hundert Jahren zugänglich. Besuche sind ganzjährig nach telefonischer Vereinbarung mit der Eigentümerin unter 603 878 007 möglich; stimmen Sie den konkreten Termin vorab telefonisch ab.
Weinbau und regionale Einblicke
Loyderův sklep ist ein erhaltenes Weinkellergebäude mit einem Presshaus aus dem Jahr 1745. In dem Gebäude befindet sich eine Ausstellung über Weinbau und Bergbau. Erkundigen Sie sich vorab nach dem aktuellen Ausstellungsinhalt. Eine Besichtigung lässt sich telefonisch unter 518 624 525 oder 734 203 090 beziehungsweise direkt beim Gemeindeamt in Šardice vereinbaren. So gehören sowohl der bauliche Teil als auch die Ausstellung zum Besuchsthema.
Šardice gehört zur Weinbauregion Slovácká. Die Mährisch-Slowakische Weinroute verläuft durch Čejč, Hovorany, Karlín und Šardice. Auf dieser Route können Sie Ihr Wissen über einzelne Rebsorten erweitern. Die regionale Einordnung und die Möglichkeit, sich mit Rebsorten zu beschäftigen, geben dem Weinbau hier zwei unterschiedliche Bezugspunkte: die Landschaftsregion und das Wissen über die Reben.
Für touristische Informationen über Šardice und die Umgebung bietet das Informationszentrum Auskünfte zu Bus- und Zugverbindungen, Ausflugstipps sowie Karten und Reiseführer. Wenn Sie Verbindungen oder einen Ausflug planen, können diese Angebote bei der Vorbereitung helfen. Prüfen Sie Öffnungszeiten und Angebot vor einem Besuch.
Radroute, Aussichtsstelle und Landschaft
Die 65 Kilometer lange Mutěnická-Radroute verläuft durch Šardice. Nach kurzen Anstiegen mit maximal 100 Metern Höhenunterschied bietet die Route weite Ausblicke. Eine weitere Station mit eigenem Bezug zur Landschaft ist die Aussichtsstelle Soudek: Sie wurde 2017 in der Weinbergsflur Požární čtvrtě als Ort für passive Erholung errichtet und liegt an der Mutěnická-Weinroute. Achten Sie bei der Planung auf die unterschiedlichen Namen: Die Radroute verläuft durch Šardice, während Soudek an der Weinroute liegt.
Auch die Fotografie gehört zu den landschaftlichen Themen des Ortes. Im Katastergebiet von Šardice liegen mehrere der schönsten Fotolocations der Mährischen Toskana. Zusammen mit den historischen Gebäuden und den Weinbaubezügen ergibt sich so eine Wahl zwischen Baugeschichte, dörflichem Leben und Landschaft — ohne diese verschiedenen Schwerpunkte zu einer einzigen Route zusammenzufassen.
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