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Kienberg: Moldau, Kirchen und Industriegeschichte

Unterkünfte in Kienberg

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Kienberg bündelt Themen, die für die Reiseplanung einen konkreten Ausgangspunkt bieten: Papierindustrie, eine frühe elektrifizierte Bahnstrecke, geschützte Naturgebiete und Kirchen an der Moldau. Wenn Sie ein Hotel in Kienberg suchen, können Sie zunächst entscheiden, ob Sie vor allem Ortsgeschichte, sakrale Bauwerke oder Landschaftsthemen in den Mittelpunkt Ihres Aufenthalts stellen möchten.

Industriegeschichte und Bahn

In Loučovice gründete Arnošt Porák in den 1880er-Jahren die Papierfabrik. Um die Wende zum 20. Jahrhundert beschäftigte sie mehr als 1.000 Menschen. Zusammengenommen markieren diese Angaben einen Bogen von der Gründung im späten 19. Jahrhundert bis zu einer großen Belegschaft um 1900. Die Fabrik bietet damit einen konkreten Zugang zur industriellen Geschichte des Ortes.

Eine weitere historische Linie ist die Eisenbahnstrecke von Certlov nach Lipno. Sie wurde 1909 bis 1911 gebaut und war die zweite elektrifizierte Bahnstrecke in Böhmen. Fabrik und Bahn stehen so für unterschiedliche Aspekte der Ortsgeschichte: industrielle Produktion und elektrifizierten Verkehr. Die Baujahre der Strecke und die Gründungsdekade der Fabrik geben Ihnen dabei zwei klar unterscheidbare zeitliche Anhaltspunkte.

Schutzgebiete und Moldau-Landschaft

Im Katastergebiet von Loučovice befinden sich der Naturpark Vyšebrodsko, das Naturdenkmal Medvědí hora und das nationale Naturreservat Čertova stěna–Luč. Ebenfalls dort liegt das Schutzgebiet Rašeliniště Kapličky. Die Bezeichnungen unterscheiden Naturpark, Naturdenkmal und nationales Naturreservat; Rašeliniště Kapličky ergänzt die Reihe als weiteres Schutzgebiet.

Im Gebiet Čertova stěna–Luč fließt die Moldau durch ein natürliches Flussbett, das von großen Granitblöcken ausgefüllt ist. Dieser Abschnitt ist als Čertovy proudy bekannt. Flusslauf und Granitblöcke geben dem Landschaftsthema einen konkreten geologischen Bezug. So lässt sich die Moldau hier nicht nur als Fluss, sondern auch über das markante Flussbett einordnen.

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Wander- und Fahrradrouten

Markierte Wander- und Fahrradrouten verbinden Loučovice mit Lipno nad Vltavou, Vyšší Brod und dem österreichischen Grenzgebiet. Für Ihre Planung sind damit zwei Aktivitäten und mehrere benannte Verbindungen zu unterscheiden: Wandern oder Radfahren, mit Zielen in Tschechien und in Richtung des österreichischen Grenzgebiets. Die Ortsgeschichte enthält außerdem einen genau datierten Bezug zum Wassersport: Der erste jährlich ausgetragene Wasserslalom auf den Čertovy proudy fand am Sonntag, dem 26. September 1954, statt. Organisiert wurde das Rennen von der Wassersportgruppe TJ Tatran Loučovice. Das Datum bezeichnet den Beginn dieser historischen Renntradition, nicht einen aktuellen Veranstaltungstermin.

Kirchen und Baugeschichte

Die Kirche des heiligen Prokop befindet sich in Loučovice am linken Ufer der Moldau. Das Bauwerk wird auch als Kapelle des heiligen Prokop, auch des heiligen Jost, bezeichnet und ist im tschechischen Denkmalverzeichnis als Kulturdenkmal verzeichnet. Die Kapelle soll 1361 von Jošt (?) von Rosenberg gegründet und im 16. Jahrhundert umgebaut worden sein.

Am rechten Moldauufer steht die Kirche des heiligen Oldřich. Sie entstand in den 1480er-Jahren an der Stelle einer früheren Kapelle des heiligen Theobald, die Oldřich von Rosenberg 1361 gegründet hatte. Nach einem Brand im 16. Jahrhundert wurde die Kirche 1640 bis 1644 wiederhergestellt. Die beiden Baugeschichten führen damit von einer früheren Kapelle über den Kirchenbau im späten 15. Jahrhundert bis zu einer späteren Wiederherstellung.

Weitere Reiseziele entdecken: Nové Domky, Theresiendorf, Adolfsthal, Zwickau, Lippen, Unterhaid, Tritesch, Rosenthal.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Český Krumlov.

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