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Horní Slatina: Natur und Baugeschichte

Unterkünfte in Horní Slatina

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Horní Slatina liegt im nördlichen Ausläufer des Jemnice-Beckens, im Tal eines rechtsseitigen Nebenflusses der Želetavka. Am Ort treffen außerdem zwei Bäche zusammen, die aus einer kleinen Senke abfließen. Die Siedlung liegt am Fuß des Höhenzugs Slatinské kopce. Becken, Tal und Höhenzug beschreiben unterschiedliche Maßstäbe: Das Becken ordnet den Ort weiter ein, während Tal und Fuß des Höhenzugs seine unmittelbare Lage kennzeichnen. Wenn Sie Ihren Aufenthalt planen, können Sie Landschaft und Baugeschichte als zwei unterschiedliche Schwerpunkte gewichten.

Wasser und Landschaft

Hinter Horní Slatina liegen Feucht- und Torfwiesen am Rand eines Nadelwaldes. Die Feuchtwiesen bilden das Quellgebiet eines Wasserlaufs, der den Horní rybník speist. Im Feuchtgebiet kommen zahlreiche bemerkenswerte Pflanzen- und Tierarten vor. Damit sind die Wiesen sowohl ein Landschaftselement als auch Teil des örtlichen Wassersystems: Über den Wasserlauf speisen sie den Horní rybník. Für naturkundlich Interessierte sind die Rolle als Quellgebiet und die bemerkenswerten Pflanzen- und Tierarten zwei konkrete Aspekte des Feuchtgebiets.

Kirche und Kapelle

Die einschiffige Kirche sv. Jiljí ist ursprünglich ein romanischer Bau aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Vor 1717 wurde sie barock umgestaltet; 1833 erhielt sie einen Anbau. Einschiffig bezeichnet eine Kirche mit einem Hauptschiff; der Begriff beschreibt die Bauform, nicht ihre spätere zeitliche Entwicklung. Für die historische Einordnung hilft es, den romanischen Ursprung von den späteren Eingriffen zu unterscheiden.

Die Nischenkapelle sv. Antonína stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und ist als Denkmal geschützt. Ihre längliche Nische ist segmentbogig überwölbt und durch ein modernes Eisengitter verschlossen. Ein Segmentbogen ist eine flache Bogenform; an der Kapelle beschreibt der Begriff die Wölbung der Nische. Im Vergleich zur Kirche sv. Jiljí gehört die Kapelle einer deutlich späteren Bauphase an.

Historische Spuren und Gedenkbäume

Die Burgfestung von Horní Slatina bestand wahrscheinlich bereits um die Mitte des 13. Jahrhunderts und wurde 1589 als verlassen erwähnt. Heute sind am Standort nur noch schwache Geländespuren der Befestigungsanlage erkennbar. Für die Einordnung sind drei Dinge auseinanderzuhalten: die wahrscheinliche frühe Entstehung, die spätere Erwähnung als verlassen und die heute sichtbaren Geländespuren.

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Auf dem Friedhof von Horní Slatina steht ein gusseisernes Kreuz aus den Eisenhütten von Bolíkov aus dem Jahr 1836. Eine Gedenklinde nahe der Kirche sv. Jiljí wird in einer Chronik aus dem Jahr 1717 erwähnt. Die Slatinská lípa ist offiziell als geschützter Gedenkbaum ausgewiesen. Kreuz, Chronikerwähnung und geschützter Baum geben unterschiedliche Anhaltspunkte zur Ortsgeschichte.

Praktische Orientierung

Die nächstgelegenen Bahnhöfe zu Horní Slatina sind Jemnice und Dačice. Prüfen Sie vor der Reise die Bahnverbindungen. Besucher des Friedhofs können auf der alten Straße hinter der Bushaltestelle parken; prüfen Sie die örtlichen Bedingungen bei Ihrer Ankunft.

Weitere Reiseziele entdecken: Hamr, Újezdec U Kardašovy Řečice, Vydří, Pleše, Třebětice U Dačic, Kačlehy, Ceské Velenice, Lutová.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Jindřichův Hradec.

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