Bratronice entdecken
Unterkünfte in Bratronice
Bratronice verbindet zwei unterschiedliche Bezugspunkte der Ortsgeschichte: die Kapelle auf dem Dorfplatz und das spätrenaissancezeitliche Herrenhaus mit eigener Kapelle und Garten. Die beiden Kapellen liegen an verschiedenen Orten und gehören zu unterschiedlichen Bauzusammenhängen. Das Herrenhaus wurde 1603 erbaut, die Kapelle auf dem Dorfplatz entstand 1930. Wenn Sie die Baugeschichte einordnen möchten, ist diese Unterscheidung ein hilfreicher Ausgangspunkt: Hier geht es um ein Herrenhaus der Spätrenaissance, dort um eine Kapelle auf dem Dorfplatz.
Herrenhaus und Kapellen
Das spätrenaissancezeitliche Herrenhaus trägt das Wappen der Familie Hořčice. Darauf sind zwei nach oben gerichtete Bärentatzen abgebildet. Dieses Detail ergänzt die Bauzeit um einen heraldischen Bezug: Das Jahr ordnet das Gebäude zeitlich ein, das Wappen nennt ein Familienmotiv. Zusammen liefern die beiden Angaben verschiedene Anhaltspunkte, wenn Sie sich mit der Geschichte und Gestaltung des Herrenhauses befassen.
Das Herrenhaus befindet sich in Privatbesitz und ist nicht öffentlich zugänglich. Da sich der Zugangsstatus ändern kann, klären Sie ihn vor einem geplanten Besuch vor Ort.
Im Herrenhaus befindet sich die Kapelle des heiligen Josef. Sie ist an die Ostseite des Gebäudes angebaut und wurde 1758 um ein herrschaftliches Oratorium erweitert. Ein Oratorium ist ein Gebetsraum; die Erweiterung markiert damit einen eigenen Abschnitt in der Geschichte der Kapelle. Ihre Gewölbeform ist als Tonnengewölbe mit Stichkappe beschrieben. Ein Tonnengewölbe bildet eine längs verlaufende Wölbung; eine Stichkappe schneidet als kleinere Wölbung in die Hauptwölbung ein. Widmung, Erweiterung und Gewölbeform geben Ihnen so unterschiedliche Ansatzpunkte, um die Kapelle architektonisch einzuordnen.
Garten und Radroute
Zum Herrenhaus gehört ein Garten im französischen Stil. Seine erhaltene Umfassungsmauer besitzt an der Ostseite ein Renaissanceportal; ein Seiteneingang führt von einer örtlichen Straße in den Garten. Die Bezeichnungen erfassen unterschiedliche Merkmale: Der französische Stil ordnet die Gartengestaltung ein, während Mauer, Portal und Seiteneingang konkrete Bauteile und ihre Lage benennen.
Für die Orientierung per Fahrrad ist Radroute Nr. 312 eine weitere Möglichkeit, Bratronice einzuordnen. Sie führt von Mečichov über Bratronice und Jindřichovice nach Blatná. Die Ortsfolge zeigt, an welcher Stelle Bratronice in dieser Verbindung liegt. Wenn Sie die Route nutzen möchten, prüfen Sie die Wegweisung vor Ort, da sich die Routenführung ändern kann.
Die historischen Bauwerke und die Radroute beantworten unterschiedliche Planungsfragen: Die Kapellen, das Herrenhaus und der Garten stehen für die Baugeschichte des Ortes; Route 312 ordnet Bratronice in eine Radverbindung mit mehreren benannten Orten ein. Für Ihre Reise können Sie entscheiden, ob Ihr Schwerpunkt stärker auf Architektur oder auf der Fahrt entlang der Route liegen soll.
Weitere Reiseziele entdecken: Předmíř, Strakonice, Vacovice, Sousedovice, Mečichov, Starov, Krejnice, Hájek U Bavorova.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Strakonice.