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Prag 3: Kultur, Geschichte und Grün

Unterkünfte in Prag 3

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Die hier vorgestellten Orte reichen von neugotischer Kirchenarchitektur und jüdischer Friedhofsgeschichte bis zu einem Kulturzentrum, einem Nationaldenkmal und hügeligen Grünräumen. So lässt sich einschätzen, ob für Sie eher Bau- und Erinnerungsgeschichte, Kunst und Musik oder Stadtlandschaft im Vordergrund stehen soll.

Kirchenarchitektur und jüdische Friedhofsgeschichte

Die Pfarrkirche „Kostel sv. Prokopa“ steht am Sladkovského náměstí und ist neugotisch. Ihr Turm ist 73 Meter hoch. In ihm befinden sich insgesamt neun Glocken, deren Entstehungszeiten vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1990er-Jahre reichen. Neugotik bezeichnet die spätere Wiederaufnahme gotischer Bauformen und ordnet die Kirche stilistisch ein. Turmhöhe und Glocken ergänzen diese Einordnung um konkrete architektonische Merkmale und eine Ausstattung aus unterschiedlichen Zeiten.

Auf Žižkov lassen sich zwei jüdische Friedhöfe anhand ihrer Geschichte unterscheiden. Der Neue Jüdische Friedhof wurde 1890 gegründet und gehört zu den denkmalgeschützten Objekten. Dort befindet sich das Grab des Schriftstellers Franz Kafka und seiner Eltern. Der Alte Jüdische Friedhof wurde 1680 als Pestfriedhof der jüdischen Gemeinde von Prag gegründet und ist ein bedeutendes kunsthistorisches Denkmal. Die Gründungsdaten und die ursprüngliche Funktion geben den beiden Orten unterschiedliche historische Bezugspunkte: Beim älteren Friedhof ist es seine Entstehung als Pestfriedhof, beim Neuen Friedhof unter anderem das Grab Kafkas und seiner Eltern.

Gedenken, Kultur und Aussicht

Das Denkmal „Národní památník na Vítkově“ wurde von 1928 bis 1938 zu Ehren der tschechoslowakischen Legionäre errichtet. 1962 wurde es zum nationalen Kulturdenkmal erklärt. Bauzeit und spätere Ernennung markieren dabei zwei verschiedene historische Daten. Der Vítkov ist zudem von einem dichten Netz aus Spazierwegen durchzogen; von dort bietet sich ein Blick auf nahezu die gesamte Stadt. So verbinden sich am Vítkov ein konkreter Gedenkanlass und ein landschaftlicher Aspekt, die sich bei der Reiseplanung getrennt gewichten lassen.

Das Atrium Žižkov ist ein Kulturzentrum im Herzen des Prager Žižkov und konzentriert sich auf Musik, Kunst und Gemeinschaftsveranstaltungen. Es beherbergt eine Konzert- und Ausstellungshalle in einem denkmalgeschützten ehemaligen Barockkirchengebäude aus dem 18. Jahrhundert. Damit treffen ein klar benannter kultureller Schwerpunkt und ein historischer Gebäuderahmen aufeinander: Musik und Kunst beschreiben die Ausrichtung des Zentrums, während der ehemalige Kirchenbau seine architektonische Geschichte einordnet.

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Parks und Spazierwege

Die Olšanské hřbitovy umfassen 50,17 Hektar und bilden damit den größten Friedhof Tschechiens. Für den Blick auf die Landschaft bietet sich ein anderer Vergleich: Der Park Parukářka ist weitläufig, abwechslungsreich gegliedert und liegt auf einem Hügel. Beim Vítkov sind dagegen das dichte Netz aus Spazierwegen und der Blick auf nahezu die gesamte Stadt die beschriebenen Merkmale. Diese Unterschiede helfen Ihnen, die Orte nach ihrem jeweiligen Schwerpunkt einzuordnen: nach Ausdehnung und Geländeform bei Parukářka oder nach Wegen und Stadtansicht am Vítkov.

Für Ihre Reisezielwahl ergibt sich so ein vielfältiges Bild: Kirchen- und Friedhofsgeschichte, ein Denkmal mit Bezug zu den tschechoslowakischen Legionären, ein Kulturzentrum sowie unterschiedliche landschaftliche Akzente. Überlegen Sie, welche dieser Themen Ihnen für den Aufenthalt besonders wichtig sind, und nutzen Sie sie als Orientierung bei der Suche nach einem Hotel in Prag 3.

Weitere Reiseziele entdecken: Prag 2, Zbraslav, Prag 5, Hloubětín, Prag 10, Lipence, Prag 4, Čimice

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Prag.

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