Křelovice: Radrunde Šipín und historische Ortsteile
Unterkünfte in Křelovice
Křelovice liegt an einem sanften Westhang, umgeben von Wiesen und landwirtschaftlich genutzten Flächen. Der Ort befindet sich auf 500 bis 530 Metern Höhe. Für Ihre Reiseplanung ergeben sich damit zwei konkrete Perspektiven: die ländlich geprägte Lage und die Verbindung von Radroute und Geschichte. Letztere verteilt sich auf Křelovice und die Ortsteile Pakoslav, Mydlovary und Rozněvice; ihre historischen Erwähnungen reichen deutlich weiter zurück als die erste schriftliche Nennung des namensgebenden Ortes.
Ländliche Lage und Radrunde Šipín
Die Radrunde Šipín ist 48 Kilometer lang und führt von Rozněvice über Křelovice nach Skupeč. Die Kilometerangabe bezieht sich auf die gesamte Runde. Für Ihre Reiseplanung ist diese Unterscheidung hilfreich: Křelovice liegt auf dem Weg zwischen Rozněvice und Skupeč, während die 48 Kilometer den Umfang der Radrunde beschreiben. Wenn Radfahren Ihr Schwerpunkt ist, können Sie die Tour als Ganzes einordnen und Křelovice als einen Ort auf ihrem Verlauf betrachten.
Geschichte des Ortes und seiner Ortsteile
Die erste schriftliche Erwähnung von Křelovice stammt aus dem Jahr 1483. Damals gehörte der Ort als Zubehör zum Städtchen Manětín. Diese Jahreszahl setzt einen zeitlichen Bezugspunkt für das namensgebende Dorf; in den Ortsteilen finden sich deutlich frühere historische Daten.
Mydlovary, ein Ortsteil von Křelovice, wird bereits 1115 in der Gründungsurkunde des Benediktinerklosters in Kladruby erwähnt. Ab 1379 war der Ort mit dem Geschlecht der Markwarte von Hrádek verbunden. Die Daten bezeichnen unterschiedliche Stationen: die frühe Erwähnung in einer Klosterurkunde und die spätere Verbindung mit einem Adelsgeschlecht.
Auch Rozněvice, ein Ortsteil von Křelovice, wird früh erwähnt: 1273 erscheint es in einer Urkunde von Papst Gregor X. Das Prämonstratenserkloster Teplá besaß Rozněvice bis 1576; ab 1642 gehörte der Ort wieder zur Klosterherrschaft Teplá. Die Jahreszahlen markieren verschiedene Vorgänge – die erste Erwähnung, eine Besitzzeit und die erneute Zugehörigkeit. So lassen sich die zeitlichen Stationen auseinanderhalten, ohne sie als eine einzige durchgehende Beziehung zu lesen.
Pakoslav, ebenfalls ein Ortsteil, wurde 1379 erstmals als Sitz des Vladiken Jindřich erwähnt. Die dortige Festung wird 1397 im Besitz von Frycek z Prostiboře genannt. Nach dem Tod Jan Hvozdířs um 1457 wird die Festung nicht mehr erwähnt. In dieser Abfolge stehen die frühe Nennung Pakoslavs, der Eintrag zur Festung und ihre letzte Erwähnung zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Damit hat Pakoslav ein eigenes Kapitel innerhalb der Geschichte von Křelovice.
Erinnerungsorte und Landschaft
Neben dem rekonstruierten Denkmal für die Opfer des Ersten Weltkriegs steht eine Informationstafel. In Rozněvice wurde außerdem der Teich rekonstruiert. Die Tafel ergänzt das Denkmal um eine Informationsebene; der Teich setzt einen anderen, landschaftlichen Akzent neben den historischen Ortsgeschichten.
Die beiden Blickwinkel betreffen unterschiedliche Maßstäbe – eine 48 Kilometer lange Tour einerseits und einzelne Ortsgeschichten andererseits.
Weitere Reiseziele entdecken: Třemošná, Česká Bříza, Úněšov, Zbůch, Obora, Hlince, Myslinka, Velečín
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Plzeň-Sever.