Štichovice: Dorfanger und historische Bauwerke
Unterkünfte in Štichovice
Štichovice liegt in der Landschaft am Mittellauf der Střela, 5 km östlich von Manětín und auf 458 m Höhe. Der Ort befindet sich außerdem auf einer Hochfläche oberhalb des Manětínský potok.
Geschichte und Ortsbild
Den großen, rund angelegten Dorfanger von Štichovice dominiert ein Teich. Seine Form und die Wasserfläche prägen gemeinsam die räumliche Mitte des Dorfes. Die erste schriftliche Erwähnung Štichovices stammt aus dem Jahr 1406. In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts erscheint der Ort unter den Besitzungen des Johanniterordens in Manětín.
In Štichovice und seiner Umgebung gibt es zahlreiche Kreuze, regelmäßig erneuerte Holzkreuze und kleine steinerne Denkmale. Die Denkmale von Štichovice befinden sich größtenteils an ihren ursprünglichen Standorten und werden von freiwilligen Helfern aus dem Ort gepflegt.
Kirche, Kapelle und Bildstock
Die Kirche St. Peter und Paul ist ein markantes Wahrzeichen von Štichovice. Ihr Bau geht auf das 14. Jahrhundert zurück; im 17. Jahrhundert wurde sie umfassend umgestaltet.
Die kleine Dorfkapelle stammt vom Anfang des 19. Jahrhunderts. Zu ihrer Gestalt gehören ein dreiseitiger Schluss, ein niedriger Dreiecksgiebel mit Sonnenuhr und ein Dachreiter auf dem First.
Der steinerne Bildstock steht südwestlich des Dorfangers rechts an der Straße aus dem Ort in Richtung der sogenannten Neuen Straße nach Manětín. Es handelt sich um ein Sandsteinkreuz auf einer zylindrischen Säule und einem rechteckigen Sockel. Auf dem Sockel ist die Jahreszahl 1721 eingraviert. Die Zeitfolge der Bauwerke im Dorf Štichovice reicht vom Ursprung der Kirche im 14. Jahrhundert bis zur Dorfkapelle vom Anfang des 19. Jahrhunderts. Die Kirche wurde im 17. Jahrhundert umfassend umgestaltet; der Bildstock trägt die Jahreszahl 1721. Damit liegt das Jahr des Bildstocks nach der Umgestaltung der Kirche und vor der Kapelle. Die Datierungen unterscheiden sich in ihrer Genauigkeit: Für den Bildstock steht ein einzelnes Jahr, für Kirche und Kapelle jeweils eine Jahrhundertangabe. Der dreiseitige Schluss beschreibt die Abschlussform der Kapelle; der niedrige Dreiecksgiebel trägt die Sonnenuhr und der Dachreiter sitzt auf dem First. Ein Dachreiter ist ein kleiner turmartiger Aufbau auf dem Dach, während der Giebel die dreieckige obere Fläche bildet. Beim Bildstock sind Kreuz, Säule und Sockel übereinander angeordnet: Das Sandsteinkreuz steht auf der zylindrischen Säule, diese auf dem rechteckigen Sockel.
Landschaft am Naturpark Horní Střela
Štichovice gehört zu den Siedlungen, die die Grenze des Naturparks Horní Střela markieren. Der Naturpark schützt ein tief eingeschnittenes, mäandrierendes Tal der Střela mit typischen Wäldern an felsigen Hängen.
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