Vidnava: Stadtgeschichte und Natur
Unterkünfte in Vidnava
Vidnava lässt sich über mehrere klar unterscheidbare Interessen erschließen: historische Architektur, die Siedlungsausstellung und Natur im Naturschutzgebiet Vidnavské mokřiny. Für Ihre Reiseplanung ist diese Vielfalt hilfreich, wenn Sie einen Schwerpunkt nach Ihren eigenen Interessen setzen möchten. Konkrete Spuren der Stadtgeschichte stehen neben Naturbeobachtung und benannten Routen und eröffnen verschiedene Perspektiven auf den Ort.
Historisches Stadtbild: Platz und Schlösschen
Die Reste der spätmittelalterlichen Stadtbefestigung von Vidnava aus dem 15. und 16. Jahrhundert bilden die natürlichen Grenzen der städtischen Denkmalzone. Der ursprüngliche Platz bewahrt ein Pflaster aus Flusskieseln und zwei Säulen mit Heiligenstatuen. Vidnavas Renaissanceschlösschen stammt aus dem dritten Viertel des 16. Jahrhunderts. Es ist ein freistehendes, eingeschossiges Gebäude mit zwei quadratischen Ecktürmen. An den Türmen ist Sgraffito sichtbar, das bei der Restaurierung 1971 entdeckt wurde. So begegnen Ihnen sowohl Merkmale der städtischen Denkmalzone als auch die klar beschriebene Bauform eines einzelnen Renaissancegebäudes.
Kirchen mit unterschiedlichen Zeitschichten
Die Pfarrkirche St. Katharina besitzt ein wertvolles Portal aus dem 13. Jahrhundert. Eine Jahreszahl auf einem Marmorquader nennt 1537 als Errichtungsjahr ihres mächtigen Turms mit Wehrgängen und Schießscharten; 1883 wurde er auf 7,5 Meter herabgesetzt. Die Kirche St. Franz von Assisi entstand am Ende des 19. Jahrhunderts als Teil des damaligen kirchlichen Gymnasiums. Sie lädt Besucher zum Innehalten und zur stillen Besinnung sowie zur Betrachtung des geistlichen und kulturellen Erbes des Ortes ein. Damit setzen die Kirchen unterschiedliche Akzente: St. Katharina bietet konkrete Portal- und Turmmerkmale, St. Franz von Assisi verbindet Baugeschichte mit der Einladung zur Besinnung.
Die Siedlungsausstellung von Vidnava
Die Siedlungsausstellung ist im restaurierten Bürgerhaus Dům partnerství in der Sokolská 12 untergebracht und richtet sich vor allem an Touristen. Ihre Themen umfassen Geschichte, Geomorphologie und Zoologie sowie eine Darstellung einer schwarzen mittelalterlichen Küche und bedeutende Persönlichkeiten aus Vidnava und der Umgebung. Geomorphologie lenkt den Blick auf die Formen der Landschaft, Zoologie auf die Tierwelt. Neben der Ortsgeschichte eröffnet die Ausstellung so auch naturkundliche Perspektiven und bezieht Persönlichkeiten aus dem Ort und seiner Umgebung ein.
Vidnavské mokřiny: Feuchtgebiet und Naturbeobachtung
Das Naturschutzgebiet Vidnavské mokřiny wurde am 10. April 1996 durch die Anordnung des Bezirksamts Jeseník 96/ŽP/891 ausgewiesen. Dort kommen seltene Wasserpflanzen vor, darunter der Rundblättrige Sonnentau. Wasserflächen, Tümpel und moorige Feuchtwiesen prägen das Gebiet. Es lädt zu Spaziergängen, zum Sitzen am Wasser, zur Naturbeobachtung und zum Angeln ein. Diese verschiedenen Möglichkeiten setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Ein Spaziergang, eine Pause am Wasser, die Beobachtung der Natur und das Angeln sind jeweils eigene Arten, sich mit dem Feuchtgebiet zu beschäftigen.
Routen durch Vidnavas Landschaft
Der Rychlebské-stezky-Radweg Vidnavský okruh führt durch die malerische Landschaft von Vidnava. Eine 25 Kilometer lange grenzüberschreitende Rundstrecke verläuft von Vidnava über Kalkow und Otmuchów zum Otmuchów-See und zurück nach Vidnava.
Weitere Reiseziele entdecken: Zlate Hory, Kobylá Nad Vidnavkou, Bělá Pod Pradědem, Horni Lipova, Bílá Voda, Skorosice, Jesenik, Vlčice.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Jeseník.