Radkovy entdecken: Dorfgeschichte und Natur
Unterkünfte in Radkovy
Radkovy liegt in sanft hügeliger Landschaft am Fuß der Hostýnské vrchy. Dorfgeschichte und die Landschaft des Dřevohostický les eröffnen unterschiedliche Schwerpunkte für Ihren Aufenthalt: historische Zeugnisse im Ort, geschützte Lebensräume und ein Lehrpfad im näheren Umfeld.
Landschaft und Natur rund um Radkovy
Das Gebiet Dřevohostický les umfasst auch das Katastergebiet von Radkovy und ist 310 Hektar groß. Zu seinen Schutzgegenständen gehören extensiv gemähte Wiesen vom Tiefland bis in die Vorgebirgslagen sowie artenreiche karpatische Eichen-Hainbuchenwälder. In diesen Wäldern kommen Pflanzen wie Hacquetia epipactis und Symphytum tuberosum vor. Damit treffen im Gebiet offene Wiesenlebensräume und bewaldete Lebensräume mit einer vielfältigen Pflanzenwelt aufeinander.
Im näheren Umfeld von Radkovy liegt der Lehrpfad Dřevohostickým lesem. Er verfügt über zwölf Informationstafeln zu den natürlichen und gesellschaftlichen Bedingungen der Landschaft. Dazu gehören auch Orientierungsübungen mit Azimutangaben und Karten. Der Lehrpfad verbindet so Informationen über die Landschaft mit praktischer Kartenarbeit. Für den aktuellen Zustand des Lehrpfads sollten Sie sich vor Ort informieren.
Radfahren wird in Radkovy auf einem Netz von Feld- und Waldwegen betrieben. Das bietet einen anderen Zugang zur Landschaft als die Informationstafeln und Orientierungsübungen des Lehrpfads: Hier steht die Bewegung auf den Wegen im Vordergrund, dort die Beschäftigung mit natürlichen und gesellschaftlichen Themen.
Dorfstruktur und historische Zeugnisse
Die ursprüngliche Siedlungsstruktur von Radkovy ist als Straßendorf mit einem verbreiterten Dorfplatz erhalten und als städtebaulich wertvolles Gebiet eingestuft. Die Form des Dorfes ist damit selbst ein Teil seiner überlieferten Geschichte. Zu den markanten historischen Bezugspunkten gehört die Kapelle des heiligen Dominik, die 1872 erbaut wurde. Neben der Kapelle befindet sich das Steinkreuz von 1865, das zu den lokal bedeutsamen Denkmälern gehört.
Eine weitere örtliche Überlieferung erzählt von der Glocke der Kapelle: Während des Ersten Weltkriegs wurde sie versteckt, um ihre Beschlagnahmung durch österreichische Behörden zu verhindern. Auch die heute noch bestehende Mühle gehört zur langen Ortsgeschichte; sie wird erstmals 1412 erwähnt. Die Kapelle, das Kreuz, die Glockengeschichte und die Mühle stehen für unterschiedliche historische Bezüge: Baujahr, Denkmal, Überlieferung und frühe Erwähnung.
Weitere lokal bedeutsame Denkmäler sind die Statue des heiligen Josef von 1948 neben dem Gebäude des Gemeindeamts auf dem Dorfplatz und die Statue des heiligen Johannes Nepomuk von 1900 neben der Straße III/43724. Die Statue der Jungfrau Maria von 1921 steht an dem Feldweg in Richtung Bystřice pod Hostýnem. Die Ortsgeschichte zeigt sich damit an verschiedenen Stellen und in unterschiedlichen Formen, von der Kapelle am Dorfplatz bis zu Bildwerken an Straßen und Wegen.
Archäologische Funde auf den Feldern rund um Radkovy und Radkova Lhota weisen darauf hin, dass dort bereits etwa im 5. Jahrtausend v. Chr. bäuerliche Gemeinschaften lebten. Auf den Feldern rund um beide Orte wurden außerdem Funde der La-Tène-Kultur entdeckt. Diese Funde ergänzen die späteren baulichen und örtlichen Zeugnisse um eine deutlich frühere Zeitspanne.
Zum dörflichen Fest- und Veranstaltungsleben von Radkovy gehört auch das Bärenführen.
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