Zum Inhalt

Bratrušov – Dorfgeschichte und Landschaft

Unterkünfte in Bratrušov

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Bratrušov liegt im Vorgebirge des Hrubý Jeseník, in einem Tal am Oberlauf des Bratrušovský potok. Der Ort verbindet eine langgestreckte Siedlungsform mit sakralen Bauwerken und landschaftlichen Bezugspunkten. Für Ihre Reiseentscheidung sind damit verschiedene Blickwinkel hilfreich: die Dorfstruktur, die Baugeschichte und die Landschaft mit ihren Hügeln und Naturmerkmalen.

Siedlungsform und Landschaft

Die Siedlung ist langgestreckt entlang einer Straße angelegt; hinter den Häusern verlaufen Streifenfluren. Diese Verbindung ist typisch für ein deutsches Kolonistendorf. Die erste schriftliche Erwähnung Bratrušovs stammt aus dem Jahr 1371. So stehen die frühe historische Erwähnung und die Siedlungsanlage als unterschiedliche Aspekte des Ortes nebeneinander.

Zu den von Bratrušov aus weithin sichtbaren Hügeln an der westlichen und nordwestlichen Seite des Ortes gehören Chmelná und Čapí vrch. Čapí vrch ist 646 m hoch. Gemeinsam geben die Hügel der Lage im Tal einen landschaftlichen Bezug, während die Höhenangabe konkret für Čapí vrch gilt.

Kirche Allerheiligen und ihre Bauform

Die Kirche Allerheiligen (Kostel Všech svatých) ist eine spätrenaissancezeitliche Kirche aus dem Jahr 1603. Sie ist einschiffig gebaut, hat einen polygonalen Abschluss und einen sechseckigen Turm über dem Dachfirst. Ein einschiffiger Bau besitzt ein Hauptschiff; „polygonal“ beschreibt die mehrkantige Form des Abschlusses. Diese Begriffe unterscheiden Grundriss und Bauende, während der Turm ein weiteres klar erkennbares Merkmal der Kirche ist. 1833 erhielt sie eine Vorhalle im Empirestil. Damit stehen an der Kirche ein Bau aus der Spätrenaissance und ein späterer, anders gestalteter Bauteil nebeneinander.

Kapelle und sakrales Kleindenkmal

Die Kapelle sv. Rocha ist ein freistehender, gemauerter, einschiffiger Bau auf einem Hügel. Ihr rechteckiges Schiff endet in einer halbrunden Apsis. Ihre Entstehung steht höchstwahrscheinlich mit der Choleraepidemie von 1832 in Bratrušov in Verbindung, bei der 43 Menschen starben. Die historische Verbindung ist damit ausdrücklich als wahrscheinlich, nicht als sicher, einzuordnen.

Anzeige

Ein weiteres sakrales Bauwerk ist die Bratrušovská boží muka. Dieses Kleindenkmal wird dem Empirestil zugeordnet und seine Entstehung auf 1833 datiert; seit 1958 steht es unter Denkmalschutz. Kapelle und Kleindenkmal sind unterschiedliche Bezugspunkte der Ortsgeschichte: Bei der Kapelle stehen Bauform und der wahrscheinliche Zusammenhang mit der Epidemie im Vordergrund, bei der boží muka Stil, Entstehungsjahr und Schutzstatus.

Naturmerkmal und gemischte Nutzung

Im Katastergebiet von Bratrušov befindet sich Pollnerova hrušeň, eine Wildbirne. Ihr Stammumfang betrug am 12. Mai 2022 in 1,3 m Höhe 380 cm.

Auch eine Verkehrsform ist Teil der örtlichen Themen: Das Projekt „Chodník Bratrušov II. etapa – Cyklostezka se smíšeným provozem“ ist als Vorhaben für eine gemischt genutzte Fuß- und Radroute ausgewiesen. Für die Einordnung Bratrušovs ergänzt es die Landschafts- und Baugeschichte um einen weiteren, auf beide Verkehrsarten bezogenen Aspekt.

Weitere Reiseziele entdecken: Velké Losiny, Úsov, Kosov, Potůčník, Bohdíkov, Vikantice, Rájec, Štíty.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Šumperk.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.