Tochovice entdecken
Unterkünfte in Tochovice
Tochovice verbindet Sakralbauten verschiedener Epochen mit Schlossarchitektur, historischen Spuren des Goldwaschens und mehreren benannten Routen. Wenn Sie einen Aufenthalt nach konkreten Interessen auswählen, finden Sie hier klar unterscheidbare Schwerpunkte: Die Kirche sv. Martina und die Kapelle sv. Anny stehen für unterschiedliche Zeitabschnitte; Radroute, herbstlicher Lauf und Geocaching-Route ergänzen das Ortsbild aus verschiedenen Blickwinkeln. Auch die Eisenbahn gehört zur Orientierung in Tochovice: Der Bahnhof liegt an der Strecke 200, und eine Eisenbahnausstellung befindet sich noch in Vorbereitung.
Kulturgeschichte zwischen Kirche und Schloss
Am einen Rand von Tochovice liegt in einem ausgedehnten englischen Park ein Schloss, am anderen Ende die Friedhofskirche. Das Schloss ist ein zweiflügeliger, einstöckiger Empire-Bau mit einer Front zum Park. Schloss und Park befinden sich in Privatbesitz und sind nicht öffentlich zugänglich. Die Anlage gehört damit zur Ortsgeschichte und zum Ortsbild, ist aber kein öffentlich zugängliches Besichtigungsziel.
Die Kirche sv. Martina gilt als ältestes Denkmal Tochovices: Sie bestand bereits 1331 und war ab 1356 Pfarrkirche. Zum erhaltenen Bestand gehören ein gotisches Portal und alte Grabsteine. Zwischen 1899 und 1904 wurden ein neues Langhaus und ein hoher Turm angebaut. Die Baugeschichte umfasst damit sowohl das ältere gotische Portal als auch eine deutlich spätere Erweiterung der Kirche.
Die kleine barocke Kapelle sv. Anny liegt an der Straße nach Březnice. Sie wurde vor der Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet und bereits vor 1780 für Andachten genutzt. 2013 restaurierte die Gemeinde Tochovice die Kapelle. Ihre Bauzeit, frühe Nutzung und spätere Restaurierung ergänzen die Geschichte der Sakralbauten um weitere konkrete Zeitpunkte.
Im Park bei den Nové bytovky steht heute die Skulptur Živá voda. Ihr Autor ist der akademische Bildhauer Jan Pichl (*1935). Neben den historischen Bauwerken ist sie damit ein weiteres namentlich bestimmtes Kunstwerk im Ortsbild.
Spuren in Landschaft und Geschichte
Entlang des Lázský potok beim Mühlwerk Podrejží befinden sich sogenannte rýžovnické sejpy, Überreste des mittelalterlichen und neuzeitlichen Goldwaschens. Hier verbinden sich ein konkreter Abschnitt am Bach und die Geschichte der Goldgewinnung über zwei verschiedene Zeitabschnitte hinweg.
Oberhalb von Podrejží liegt am Hang des Holý vrch das keltische Heiligtum Keltské hradiště Třebsko II. Von den zeitgleichen viereckigen Wallanlagen ist heute im Gelände nahezu nichts mehr erhalten; sichtbar ist nur noch eine markante Geländekante an der Nordostseite des Umrisses. Für die Einordnung des Platzes ist dieser sichtbare Befund wesentlich: Die Wallanlagen selbst sind nahezu verschwunden.
Radroute, Lauf und Eisenbahn
Die Radroute 8212 verläuft über Třebsko – Tochovice – Stará Voda – Hořejany – Tušovice – Svojšice – Řeteč. Beim herbstlichen Tochovický kros Podrejžím sind dagegen Distanz und Verlauf im Waldtal näher beschrieben: Der wiederkehrende lokale Lauf ist sieben Kilometer lang und führt durch das Waldtal Džbány entlang des Lázský potok. Die beiden Aktivitäten sind damit über unterschiedliche Angaben charakterisiert: Bei der Radroute steht die Folge der Orte im Vordergrund, beim Lauf die feste Distanz und die Landschaft am Weg.
Die Strecke des Tochovický kros führt an den Teichen Džbánek und den Feuchtgebieten vorbei, passiert die Wassermühle in Podrejží und die ehemalige Bergbausiedlung Kamenná und kehrt anschließend nach Tochovice zurück. Herbstlicher Rahmen, sieben Kilometer und die benannten Punkte entlang des Weges geben dem Lauf ein konkretes Profil, ohne dass er mit der Radroute gleichzusetzen wäre.
Auf der ehemaligen Orlík-Anschlussbahntrasse verläuft heute eine Geocaching-Route. Der Bahnhof Tochovice liegt an der Strecke 200 zwischen Beroun und Protivín; die Strecke führt über Praha und České Budějovice.
Die Eisenbahnausstellung U Kolejí befindet sich in Tochovice Hausnummer 87 neben der Haltestelle Tochovice zastávka und ist noch in Vorbereitung. Besucher und Passanten können klingeln, damit Dan Suk sie durch die Ausstellung führt.
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